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Des Bauern Leid ist manchen Anlegers Freud‘

Mit dem Turbo gegen eine miese O-Saft-Ernte

Hier zu kalt, dort zu warm: Die großen Orangen-Anbaugebiete in den USA werden in diesem Jahr nur einen dürftigen Ertrag einfahren. Des Bauern leid, ist manchen Anlegers Freud' – denn auch auf die erwarteten Ernteausfälle lässt sich spekulieren.

Die schlechte Organgen-Ernte in den USA treibt den Preis für das beliebte Obst. Seit Jahresbeginn ist der Preis für Orangensaft um knapp 30% gestiegen. Aktuell handelt Orangensaft mit 1,70 USD je Pfund auf einem 52-Wochen-Hoch. Auf diesem Preisniveau liegt (noch) eine technische Hürde. Sollte die Marke jedoch fallen, dürfte die Rally neuen Schwung erhalten. Dann sprintet der Preis in Richtung der 2,00-Dollar-Marke.

Die kommende Ernte im wichtigsten US-Anbaugebiet Florida dürfte so schlecht ausfallen, wie lange nicht mehr. Die USA sind, nach Brasilien, zweitgrößter Orangensaftproduzent der Welt. Zum einen zerstörte der Wirbelsturm Irma im letzten Herbst einen erheblichen Teil der Orangenbäume. Zum anderen war der Winter in dem sonnenverwöhnten Bundesstaat ungewöhnlich kalt. Das führte dazu, dass große Orangenmengen erfroren. Die laufende Ernte dürfte dadurch um rund 25% niedriger ausfallen als im Vorjahr.

Brasiliens Bauern werden Einbußen nicht auffangen können

Auch in der zweiten großen US-Anbauregion, Kalifornien, dürfte die Ernte wegen anhaltender Trockenheit enttäuschen. Hinzu kommt, dass die Anbauflächen für Apfelsinen in den USA seit Jahren zurück gehen, weil die Landwirte wegen der tendenziell sinkenden Nachfrage lieber andere Agrarprodukte anbauen.

Ein Teil des knapperen US-Angebots dürfte von Brasilien aufgefangen werden. Dort sprechen die Erntebedingungen für eine Ausweitung des Angebots. Doch einerseits kann aus den südamerikanischen Orangen in der Regel weniger Saft gewonnen werden; andererseits stehen die brasilianischen Produzenten wegen des hohen Pestizidgehalts der Apfelsinen und der schlechten Arbeitsbedingungen auf den Plantagen zunehmend unter der Kritik verschiedener NGOs (Nichtregierungsorganisationen).Dies wirkt nicht gerade verkaufsfördernd.

Fazit: Aus charttechnischer Sicht ist der Weg für den Orangensaftpreis bei Überschreiten des Widerstands um 1,70 USD/Pfund bis zur 2-Dollar-Marke frei.

Empfehlung: Mit einem Turbo-Long-Zertifikat (Beispiel ISIN: DE 000 CV3 XBU 2 – Hebel: 2, ohne Laufzeitbegrenzung) können Anleger vom erwarteten Kursanstieg profitieren.

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