Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
271
Konjunktur | Europäische Zentralbank

Verbaler Deckel auf dem Euro

Eine Zinserhöhung durch die EZB bleibt unwahrscheinlich. © picture alliance/dpa
Die EZB hat Sorge vor einem steigenden Euro – und interveniert verbal.
Bei 1,14 Dollar je Euro ist Schluss mit lustig. Wenn die Gemeinschaftswährung dieses Niveau erreicht, drängen die EZB-Granden mit taubenhaften Kommentaren in die Öffentlichkeit. Dann gibt es kryptische Hinweise, dass die Zinswende noch weit, weit in der Zukunft liegen könnte. Im letzten Jahr kamen sogar noch Hinweise, dass etwa das Programm zum Ankauf von Anleihen noch länger laufen oder gar erweitert werden könnte. Bisher haben diese verbalen Interventionen gereicht, um den Euro an dieser Grenze aufzuhalten, wenn allzu optimistische Spekulationen zur Konjunktur in der EU oder allzu schwache Daten aus den USA drohten, ihn über die Grenze zu heben. So auch diesmal, als Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi zum weiteren Kurs der EZB-Politik überinterpretiert wurden. Und solange die EZB den Wechselkurs so klar im Blick hat, ist es unwahrscheinlich, dass die Zinsen erhöht werden. Dazu müsste die Konjunktur der Eurozone stabiler sein, als sie es derzeit ist. –

Fazit: Das Potenzial des Euro nach oben ist weitgehend ausgeschöpft.

Meist gelesene Artikel
  • Zum Zwecke der Wirtschaftsspionage

Britische Geheimdienste verkaufen sensible Daten

Britische Geheimdienste verkaufen gesammelte Daten an Dritte. Copyright: Picture Alliance
Die britischen Geheimdienste verkaufen in großem Umfang anlasslos gesammelte Daten. Darunter sind auch sehr sensible Informationen. Auch deutsche Unternehmen mit Bezug zu Großbritannien müssen sich sorgen.
  • Ausländische Finanzportale locken mit hohen Zinsen für Tagesgeld

Finanzportale bieten hohe Zinsen

Neuartige Finanzportale wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo bieten hohe Zinsen auf Festgeld, indem sie deutsche Sparer an Banken im EU-Raum vermitteln. Anleger sollten darauf achten, ihre Risiken zu minimieren...
  • Produktcheck

Jyske Stable Strategy schafft, was der Name verspricht

Der Jyske Invest Stable Strategy ist ein klassischer Mischfonds. Er legt den Fokus auf besonders risikoarme, aber dennoch lukrative Anlagestrategien. Damit gelingt dem Fondsmanagement eine beachtliche Durchschnittsrendite.
Neueste Artikel
  • Keine Lösung für die britische Provinz in Sicht

London pokert um die Zukunft Nordirlands

Was passiert mit Nordirland beim Brexit?
Die Brexit-Verhandlungen sind auch Ausschlag gebend für das Schicksal Nordirlands. Wird die britische Provinz durch eine harte Grenze isoliert, droht wirtschaftlich der Absturz und innenpolitisch heiße Auseinandersetzungen und Gewalt. London pokert hoch.
  • US-Wirtschaft

Widersprüchliche Konjunktursignale aus den USA

Quelle: Phily-Fed, New York
Die Daten, die aus der US-Wirtschaft kommen, senden widersprüchliche Signale aus. Vor allem die Arbeitslosenzahlen setzen Fragezeichen. Das wird die Grundhaltung der neuen FED-Führung beeinflussen.
  • Venezuela bedient seine Schulden nicht mehr

Caracas muss auf den Ölpreis hoffen

Venezuela ist zahlungsunfähig. Das Land kann Anleihen nicht bedienen. Hohe Schulden hat die Regierung bei Russland und China. Im nächsten Jahr dürften weitere Anleihen nicht bedient werden. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer.
Zum Seitenanfang