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Europas sicherer Hafen

Aufwertungsdruck beim CHF bleibt bestehen

Ähnlich wie beim JPY (siehe Artikel), gibt es auch in der Schweiz kaum noch Möglichkeiten für eine geldpolitische Lockerung. Die äußeren Umstände verhelfen der Währung Europas sicherer Hafen zu bleiben.

Der Franken strebt wieder auf 1,10 Franken/Euro zu. Die Schweizer Währungshüter sehen das nach wie vor kritisch und bleiben daher bei ihrer expansiven Ausrichtung mit einem negativen Einlagensatz (-0,75%) und der Drohung von Interventionen am Devisenmarkt. Dabei haben sie weniger die immer noch solide konjunkturelle Verfassung der Schweiz im Blick, sondern die Ungleichgewichte und Verzerrungen an den Vermögensmärkten, namentlich am Immobilienmarkt. Ähnlich wie in Japan sind die Möglichkeiten weiterer Lockerung weitgehend ausgeschöpft, während die steigenden handels- und geopolitischen Risiken den „sicheren Hafen" Schweizer Franken immer wertvoller erscheinen lassen und damit für unverminderten Aufwertungsdruck sorgen.

Fazit: Der Franken wird weiter leicht zulegen. Festverzinsliche Anlagen bleiben angesichts der negativen Renditen aber unattraktiv.

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