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Wirtschaft zeigt sich schwächer, aber nicht schwach

Chinas Führung kann gelassen bleiben

China braucht ein langfristiges Wachstum um 6%, um seine gewaltigen Aufgaben bei der Eingliederung seiner (Land)Bevölkerung in die moderne Wirtschaft schaffen zu können. Deshalb werden Wachstumsraten unter dieser Marke mit Besorgnis aufgefasst. Erst recht, seit der Handelskrieg mit den USA auf die Exportraten drückt. Doch es gibt gute Gründe, Gelassenheit an den Tag zu legen.

Chinas Führung kann gelassen bleiben. Zwar setzt sich der Rückgang des Wachstums fort. Im 3. Quartal wurden 6% erzielt nach zuvor 6,2% (Jahresvergleich). Diese Entwicklung war aber durch den Strategiewechsel weg vom Modell starker Exporte und hoher Investitionen hin zu einem stärker auf die private Konsumnachfrage gestützten Wachstum vorgezeichnet.

Die chinesische Wirtschaft scheint einen Boden zu finden. Das erzielte Wachstum trifft gerade noch die politische Vorgabe für das laufende Jahr (6%-6,5%). Die Industrieproduktion hat zuletzt (September) wieder deutlich zugelegt mit 5,8% zum Vorjahr (Konsenserwartung 5,0%, August 4,4%). Das entsprach den zuvor veröffentlichten Einkaufsmanager-Indizes. Mit 51,4 nach 50,4 Punkten lagen sie wieder klar über der Expansionsschwelle. Der Gesamtindex (composit) legte ebenfalls auf 51,9 nach 51,6 Punkten weiter zu. Auch die Umsätze der Einzelhändler bestätigen den abgeschwächten aber nicht schwachen Trend. Sie stiegen mit 7,8% zwar stärker als erwartet (Konsenserwartung 7,5%), aber deutlich geringer als bis 2017 üblich.

Die relativ stabile Lage untermauert Chinas Position im Konflikt mit den USA. Die Führung dürfte sich kaum unter Druck sehen, den US-Forderungen nachzugeben. Zumal China mit seiner „Neuen Seidenstraße" eine Investitionsstrategie für das gewaltige Auslandsvermögen (akkumulierte Handelsüberschüsse) gefunden hat, auf die die USA kaum mehr Einfluss nehmen können. Eine schnelle Einigung mit den USA ist unwahrscheinlich, denn China ist nicht stärker auf den „Deal" angewiesen als die USA.

Fazit: Der Konflikt dürfte sich noch länger hinziehen, sofern die Trump-Administration nicht unter dem Druck des Wahlkampfes einknickt. Das verstärkt zunächst den Druck auf den Yuan (USD|RMB 7,1), der eher weiter nach unter geschleust werden dürfte statt neuerlich Dollar-Reserven für Interventionen zu verpulvern.

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