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Inflationsrate schwächte sich im September nicht ab

Das Britische Pfund leidet unter der Stagflation

10 Pfundnoten frisch aus der Druckerpresse mit Konterfei von König Charles III. © Bank of England
Die britische Inflation ist hoch, die Konjunktur hält gerade so Schritt - Großbritannien befindet sich in der Stagflation. Dem Pfund schmeckt das gar nicht.
Beim Cable GBP|USD halten FUCHS-Devisen eine Spekulation auf eine kurzfristige technische Gegenbewegung für aussichtsreich. Das Paar hat seit Mitte Juli rund 7% an Wert verloren. Die hohe Inflationsrate macht eine andauernd restriktive Politik der Bank of England unerlässlich. Im September lag die Inflationsrate auf der Insel bei 6,7% und damit genauso hoch wie im Vormonat. 

Wer sich dieser kurzfristigen Spekulation anschließt, kauft einen Call-Optionsschein auf GBP|USD. Unter der ISIN: DE 000 VU4 EKP 9 finden Anleger ein entsprechendes Produkt von Vontobel. Berappelt sich das Cable wieder auf 1,25 (akt. 1,21), verbuchen Anleger eine Rendite von etwas mehr als 5%.

Konjunkturperspektive für Großbritannien ist schwach

Abseits dieser kurzfristigen Spekulation mahnt die langfristige Perspektive beim GBP Zurückhaltung an. Der Mix aus hoher Inflation und restriktiver Geldpolitik lässt wenig Fantasie für eine Belebung der britischen Wirtschaft zu. Dass es der konservativen Regierung unter Rishi Sunak gelingt einen besseren Deal mit der EU zu verhandeln, um so den Außenhandel zu beleben, ist unwahrscheinlich, wie die Volkswirte von der Liechtensteinischen Landesbank schreiben. Eine signifikante Erholung des Pfunds sei darum nicht zu erwarten. FUCHS-Devisen teilen diese Einschätzung.

Barclays ist eine günstig bewertete UK-Aktie

Wer dennoch in UK investieren will, schaut sich die Barclays-Aktie (ISIN: GB 003 134 865 8) an. Die britische Bank ist ein Profiteur steigender Zinsen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) unter 5 ist sie günstig bewertet. Auch die Dividendenrendite von knapp 5% ist attraktiv. Den Löwenanteil ihres Umsatzes macht die Bank zwar in Großbritannien (2022: 18 Mrd. GBP). Mit einem starken Geschäft in den USA (6,8 Mrd. GBP), Indien (1,1 Mrd. GBP), Deutschland (425 Mio. GBP) und mehr als dreißig weiteren Ländern, sind die Kreditausfallrisiken aber global verteilt.

Fazit: Mit entsprechenden Optionsscheinen können Anleger auf eine technische Gegenbewegung beim Cable spekulieren. Die Konjunkturperspektive gibt allerdings wenig Anlass zur Hoffnung auf eine nachhaltige Pfund-Stärke.
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