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Ungarns Notenbank steigt aus dem Notwährungsregime aus

Gute Aussichten für den Forint

Panorama von Budapest. © kaycco / Fotolia
Mit exorbitanten Zinsanhebungen versuchte Ungarns Notenbank die Inflation in den Griff zu bekommen und die Landeswährung Forint zu schützen. Zwar ist es noch zu früh um "Mission erfüllt" zu rufen. Doch das Notfallprogramm wird allmählich heruntergefahren. Für den Forint sind das gute Nachrichten.
Die Ungarische Notenbank leitete am Dienstag (26.09.) die zweite Phase ihrer geldpolitischen Normalisierung ein. Der Leitzinssatz wurde bei 13% belassen, der Zinskorridor auf +/- 100 Basis neu gefasst. Der effektive Zinssatz (Tagesgeldsatz) wurde um 100 Basispunkte gesenkt, auf nun ebenfalls 13%. Im Frühjahr lag er noch bei 18%. Der Ausstieg aus dem Notwährungsregime der Zentralbank kommt damit voran. 

Ungarische Inflationsrate geht allmählich zurück

Die Inflationsrate lag im August "nur" noch bei 16,4%. Das ist zwar weit über dem Niveau der Eurozone (5,3%). Im Januar waren es aber noch 25,7%. Damit ist das Zinsumfeld zwar noch stimulierend, aber inzwischen weit restriktiver als zum Jahresbeginn. Dass Ungarns Leitzins 8,5% über dem der Eurozone liegt, stützt den Forint.

Inzwischen schießen Spekulationen ins Kraut, nach denen die ungarische Notenbank auf der nächsten Sitzung auch den Leitzins senken könnte. Bis zum Jahresende erwarten die Märkte 75 bis 100 Basispunkte. FUCHS-Devisen halten das angesichts der Aufwärtsrisiken bei der Inflation (steigende Energiepreise im Winter) für zu hoch.

Gutes Umfeld für Zinsjäger

Für den Forint sind das grundsätzlich gute Aussichten. Von seinen Höchstkursen im Oktober 2022 um 422 ist EUR|HUF inzwischen auf 391 herunter. FUCHS-Devisen halten eine weitere Aufwertung für wahrscheinlich. Über ungarische Staatsanleihen (z.B. ISIN: HU 000 040 405 8) lässt sich der Forint gut ins Portfolio holen. Je nach Laufzeit sind hier Rendite zwischen 7% und 8,5% p.a. möglich.

Fazit: Wir sehen eine klare Aufwertungsperspektive für den Forint. Vor allem Zinsjäger kommen in Ungarn auf ihre Kosten, mehr noch als in Tschechien (FD vom 22.09.2023).
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