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Libra beendet Mauerblümchendasein der Kryptowährungen

Von der Nische in den Alltag

Facebooks Libra wird Kryptos aus ihrem Nischendasein befreien. Copyright: Pixabay
Die Libra wird das Dasein der Kryptowährungen als Mauerblümchen in einer engen Nische beenden. Denn die von Facebook initiierte Welt-Währung mit potentiell 2,4 Mrd. Nutzern löst einige bisherige Probleme von Kryptos.

Die Libra wird Kryptogeld alltagstauglich machen. Mangels Verbreitung haben sich Kryptowährungen bisher nicht als Massenphänomen im Zahlungsalltag durchgesetzt. Drei Gründe waren dafür ausschlaggebend:

  • Das Henne-Ei-Problem: Mangelnde Verbreitung führt zu unzureichenden Netzwerkeffekten, die gerade für Geld essenziell sind
  • Benutzerunfreundliche Zugangssysteme mit komplizierter Handhabung von Krypto-Wallets und Zugangsschlüsseln
  • Starke Wechselkurs- bzw. Kaufkraftschwankungen gegenüber Fremdwährungen und Gütern

Libra wird das ändern. Für die Massenverbreitung werden folgende Faktoren sorgen:

  • Mindestens ein Drittel der Weltbevölkerung (2,4 Milliarden Facebook-Nutzer) wird potenziell einbezogen.
  • Es wird Zugang über Facebook, Whatsapp und andere professionell entwickelte Nutzeroberflächen geben.
  • Libra wird durch einen Währungskorb bereits etablierter Währungen (vgl. FD 5.7.) hinterlegt.
  • Das Netzwerk hinter Libra sorgt für Vertrauen. Zu den 28 Gründungsmitgliedern gehören namenhafte Unternehmen wie PayPal, Mastercard oder Visa. Sie haben reichlich Kompetenzen und Verbreitung im Zahlungsverkehr. Zudem sind große Marktplatzanbieter sowie Anbieter von Konsumgütern beteiligt wie eBay, Vodafone, Spotity oder Uber, die gegen Libra ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten können.
  • Die Libra ist ausreichend dezentral angelegt. Sie kann zwar nicht mit Bitcoin mithalten. Denn dieser kann als Public-Blockchain von jedermann betrieben werden. Doch das Konsortium von 28 Unternehmen (rund 100 sollen es bis Ende des Jahres werden) ist hinreichend. Dafür können erforderliche Verbesserungen auch flexibler umgesetzt werden. Die neue Währung wird marktgängiger als Bitcoin.

Manko: Die Geldmenge bei Libra ist anders als bspw. beim Bitcoin technisch nicht begrenzt. Man muss hier dem Management der Libra Association trauen.

Fazit: Libra ist ein ernstzunehmender Konkurrent für etablierte staatliche Währungen, aber auch für den Bitcoin als bisher etablierten Platzhirschen in der Krypto-Welt.

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