Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1861
Überraschende Ergebnisse einer IW-Studie

Digitalisierung: Tempo unterschätzt

Industrie und Digitalisierung: Aufwachen! | © Getty
Die deutsche Industrie konsolidiert. Branchenübergreifende Zusammenschlüsse sind selten. Das überrascht. Denn gerade damit wäre in der aktuellen Umbruchphase zu rechnen gewesen.
Verschläft die deutsche Industrie die Digitalisierung? In Politik, Verbänden und Wissenschaft wird diese Frage immer eindringlicher gestellt. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gibt den Sorgen zusätzlich Futter. Demnach hält sich die Industrie trotz für deutsche Verhältnisse gut laufender Konjunktur mit Übernahmen aus dem IT-Sektor deutlich zurück. Die meisten Zusammenschlüsse erfolgen innerhalb einer Branche (Konsolidierung). Die Autoren geben zwei mögliche Antworten. Die Unternehmen entwickeln ihre digitalen Lösungen lieber intern. Andererseits könnte die deutsche Industrie schlichtweg noch keine Notwendigkeit sehen, sich mit IT-Unternehmen zusammenzutun. Nach unserer Kenntnis lässt sich bestenfalls Teilentwarnung geben. These 1 – interne Entwicklung – ist mit Sicherheit ein Faktor. Denn in der Industrie sind Speziallösungen gesucht, während die allermeisten Entwicklungen in der IT-Industrie auf den Endkunden gerichtet sind. Der Technologietransfer funktioniert nur bedingt. Aber – wie wir etwa vom Petersberger Industriedialog wissen – die Industrie hat noch immer Schwierigkeiten, eine Folgeabschätzung der Digitalisierung der Wirtschaft für das eigene Unternehmen vorzunehmen. Deshalb sind gezielte Übernahmen schwierig. Denn dazu müsste klar sein, welche Technologie für das eigene Unternehmen künftig von Bedeutung sein wird. Diese (teilweise) Orientierungslosigkeit insbesondere in mittelständischen Firmen ist für diese wie für den Industriestandort insgesamt gefährlich. Zu recht betonte Telekom-Chef Timotheus Höttges auf dem Arbeitgebertag: „Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Die Entwicklung verläuft exponentiell.“ Und: „Unternehmen werden durch die Digitalisierung regelrecht vom Markt gefegt“.

Fazit: Stellen Sie Teams zusammen, die viel Zeit damit verbringen können, eine Folgen- und Chancenabschätzung durch Digitalisierung für Ihr Unternehmen vorzunehmen. Ein Impulsgeber kann der IT-Branchenverband Bitkom sein. Dessen Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder kann sehr konkret über visionär erscheinende Möglichkeiten durch Digitalisierung in ganzen Industriezweigen referieren. Kontakt: Telefon: 030-27576-0.

Hinweis: Wir werden in unserer Weihnachtsausgabe am 21.12. breiter als gewohnt auf das Thema Industrie 4.0 eingehen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein

Nippons Geldhüter überraschen den Yen nicht

Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein. Copyright: Pexels
Nach zweitägiger Beratung verkündeten die Geldhüter Japans – für die Märkte wenig überraschend – dass sie an ihrer Geldpolitik festhalten. Sorgen machen sollten allerdings die dahinter liegenden Gründe. Dennoch gibt es gute Nachrichten – auch für Anleger.
  • Fuchs plus
  • Optimistische Weizen-Prognosen aus Down Under

Angeknackster Preistrend

Optimistische Weizen-Prognosen aus Down Under. Copyright: Pixabay
Das Bauern Freud' ist des Investors Leid: Das gilt auch bei Agrarrohstoffen. Aktuell ist Weizen betroffen. Noch vor einem Monat sah es hier mit den Ernten düster aus. Doch es hat sich etwas geändert.
  • Fuchs plus
  • Kündigung eines Prämiensparvertrages

Sparkasse kündigt Sparverträge, weil sie ihr zu teuer sind

Sparkasse kündigt Sparverträge, weil sie ihr zu teuer sind. Copyright: Pixabay
Prämienspar­verträge waren lange ein Sparkassen-Bestseller. Zusätzlich zum Zins erhält der Sparer eine jähr­liche Prämie, die mit der Lauf­zeit ansteigt. In Niedrigzins-Zeiten wird diese Prämie aber zur Belastung. Die Sparkassen kündigen nun alte Spar­verträge. Ist das zulässig?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • EuGH verhängt finanzielle Sanktionen gegen Polen

Der Zloty unter Druck: Bleibt Polen in der EU?

Der Zloty unter Druck: Bleibt Polen in der EU? Copyright: Pixabay
Polens Regierung muss nun erstmals vom EuGH verhängte finanzielle Sanktionen hinnehmen. Der Anlass: Ein vom Nachbarn Tschechien betriebenes Verfahren um den Braunkohletagebau Turow. Das dürfte nur ein Testlauf sein für weitere Sanktionen im Streit um die Justizreform. Offenbar werden nun auch die Finanzmärkte davon beeinflusst.
  • Fuchs plus
  • Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein

Nippons Geldhüter überraschen den Yen nicht

Japans Notenbank steigt im Dezember in die grüne Finanzierung ein. Copyright: Pexels
Nach zweitägiger Beratung verkündeten die Geldhüter Japans – für die Märkte wenig überraschend – dass sie an ihrer Geldpolitik festhalten. Sorgen machen sollten allerdings die dahinter liegenden Gründe. Dennoch gibt es gute Nachrichten – auch für Anleger.
  • Fuchs plus
  • China will ausufernden Immobilien(preis-)boom stoppen

Evergrande erschüttert Rohstoff-Lieferanten – Renminbi bleibt unberührt

China will ausufernden Immobilien(preis-)boom stoppen. Copyright: Pexels
Seit Tagen ist die drohende Pleite des chinesischen Bauträgers Evergrande Marktgespräch. Es geht darum, die Schieflage und ihre Folgen möglichst treffsicher einzuschätzen. Die Devisenmärkte haben das (wie die Aktienmärkte auch) bereits getan.
Zum Seitenanfang