Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1024
Die Meinung der Anderen

Wieviel Trump ist drin im Dollar?

Der neue US-Präsident Trump sorgt mit seiner undurchsichtigen Wirtschaftspolitik für weit auseinanderlaufende Erwartungen auf den Märkten.
Die Researchabteilungen der Banken erwarten einen über den Prognosehorizont von 12 Monaten zulegenden Dollar. Lediglich die Analysten der UBS sehen einen nachgebenden Greenback. Argument: Der Wachstumsvorsprung und die gegenläufige Ausrichtung der Geldpolitik sind in den aktuellen Kursen längst enthalten. Zudem dürfte der Wachstumsvorsprung der USA überschätzt werden. Im 4. Quartal betrug der Abstand zwei Zehntel Prozentpunkte: Eurozone 1,7%; USA 1,9%. Es ist daher wenig überraschend, dass der Dollar gemessen an der Kaufkraft gegenüber dem Euro überbewertet erscheint. Darüber hinaus geht die UBS davon aus, dass jede positive Überraschung beim US-Wachstum über die Handelsverflechtung auf die Eurozone wirkt. Die Wachstums- und Inflationsdaten sprechen gegen den Analystenkonsens. Sie lassen erwarten, dass die EZB bald ebenfalls ihre Politik normalisieren wird. Daher hat der Dollar kaum Potenzial nach oben – aber Risiken nach unten; etwa, wenn die US-Währungshüter ihre Zinsen weniger aggressiv anziehen oder/und der fiskalische Stimulus durch die angekündigten Investitionen in die Infrastruktur kleiner ausfallen sollten als erwartet. Die Volkswirte der Commerzbank werden sich durch Trumps Rede im Kongress bestätigt fühlen. Der US-Präsident sprach davon, dass er ein milliardenschweres Investitionsvolumen in Gang setzen will; nicht aber davon, dass die Mittel vollständig aus dem Etat kommen sollen. Zudem sei das Risiko negativer Konsequenzen der Trumpschen Politik beachtlich – etwa von Handelskonflikten, die negativ auf die USA wirken werden. Die Co-Bank-Einschätzung lautet daher: „Etwas stärkeres Wachstum, aber kein Trump-Boom“. Die Goldman Sachs-Volkswirte schätzen den Dollar weiter als stark ein. Die Macht des Marktes und der Einfluss der Zinsabstände lassen keinen Raum für die Wünsche des neuen Präsidenten. Die Goldman Sachs-Experten sehen den Dollar angesichts der Rendite-Abstände auf den Rentenmärkten unterbewertet und gehen von 100 Basispunkten Anstieg der Leitzinsen aus.

Fazit: Unsicherheitsfaktor für den Dollar: Präsident Trump hat noch keine Klarheit über seine Wirtschaftspolitik geschaffen.

Die Meinung der Anderen

 Prognosezeitraum

CommerzbankDeutsche BankGoldman SachsHSH-Nord-Bank

 SEB

 UBS

neualtneualtneualtneualtneualtneualt

3M


EUR
USD1,031,051,001,031,081,081,051,051,071,101,071,09
3-Monatszins-0,25-0,30-0,30-0,30-0,30-0,30-0,30-0,30-0,32-0,31--
10 J Anleihen0,250,500,450,400,600,600,400,400,500,50--

USD
JPY114112120117118108110110117115113108
3-Monatszins1,151,001,230,981,101,101,001,001,150,95--
10 J Anleihen2,602,503,603,002,502,502,002,002,602,60--

JPY
EUR117,4117,6120121117117116116125,2126,5120,9118
3-Monatszins0,000,000,050,050,000,00------
10 J Anleihen0,000,000,050,050,200,20------

12M

EUR
USD1,031,040,950,951,001,001,101,101,031,031,131,13
3-Monatszins-0,25-0,25-0,30-0,30-0,10-0,10-0,30-0,30-0,32-0,32--
10 J Anleihen0,500,400,850,851,001,000,600,600,750,75-

USD
JPY120118125125125115115115120120110110
3-Monatszins1,401,401,481,481,901,901,401,401,401,40--
10 J Anleihen2,852,803,103,102,802,802,302,302,852,75--

JPY
EUR123,6122,7119119125115127127123,6123,6131131
3-Monatszins0,000,000,050,050,000,00-----
10 J Anleihen0,000,000,000,000,030,03-----
Hinweis: Diese Tabelle gibt nicht die Meinung der Redaktion zur Zins- und Wechselkursentwicklung wichtiger Währungen wieder. Sie dient ausschließlich zur Orientierung und ist nicht als Handlungsaufforderung zu sehen. Insbesondere Wechselkursprognosen unterliegen einer hohen Unsicherheit. Alle Angaben ohne Gewähr. Werte rechts = Vormonat. Veränderungen sind grau unterlegt.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Verbesserung der ESG-Bilanz wirkt sich positiv aus

Factoring mit Nachhaltigkeits-Bonus

Grüner Sand läuft durch eine Sanduhr. © William_Potter / Getty images / iStock
Das Thema Factoring spielt bei immer mehr Unternehmen eine Rolle. Gerade in unsicheren Zeiten ist es ein guter Schutz gegen Zahlungsausfälle. Auch hier kommt nun das Thema Nachhaltigkeit an. Gut umgesetzt, kann das die Kosten des Verfahrens mildern.
  • Fuchs plus
  • Moskau fragt in Stockholm nach Ermittlungsergebnissen

Schweden schweigt zu Anschlag auf Nord Stream

(c) picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner
Was geschah bei der Sprengung von Nord Stream 2 und wer ist dafür verantwortlich? Diese Frage beschäftigt noch immer viele Menschen und auch den russischen Generalstaatsanwalt. Der hatte jetzt erneut eine Anfrage an die schwedischen Ermittlungsbehörden gestellt. Doch die ignorieren die Anfrage wiederholt. Eine Antwort an Moskau würde Schweden massiv gefährden.
  • Deutschland muss einfacher werden

Wie der Fachkräftemangel zum Segen werden kann

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber
In Deutschland herrscht Personalnot. Zudem ist das Land überreguliert. Beides gehört zusammen. Wir und unsere Politiker werden dazu umdenken müssen. Je rascher desto besser, meint FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. Dann kann aus dem Fluch des Fachkräftemangels ein Segen für das Land werden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • EZB kapituliert vor Inflation

Unternehmen sollten Zwischentief bei den Zinsen nutzen

© RK MEDIA / stock.adobe.com
Am Donnerstag wird die EZB die Zinsen weiter anheben. Die Hoffnungen, das Zinshoch bald erreicht zu haben, sind aber auf Sand gebaut. Selbst wenn die EZB ihr Zinstempo drosselt, müssen sich Unternehmen auf steigende Finanzierungskonditionen einrichten.
  • Standortbedingungen verschlechtern sich rapide

Wie Deutschland seinen Wohlstand verspielt

Stefan Ziermann, Chefredakteur Verlag Fuchsbriefe.
"Wohlstand für alle" - dieses Versprechen galt einmal. Denn vor zehn Jahren gab es einen Trendbruch. Um ihn zu drehen, braucht es laut FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Stefan Ziermann nicht immer mehr staatliche Eingriffe, sondern eine Besinnung auf marktwirtschaftliche Prinzipien.
  • Fuchs plus
  • Schock für die Beraterbranche

EU erwägt ein Provisionsverbot

© Pormezz / stock.adobe.com
Viele Berater erhalten für ihre Dienstleistungen und Vermittlungen eine Provision. Dem Gesetzgeber ist das ein Dorn im Auge, fürchtet er doch, dass es negative Auswirkungen auf Beratungsqualität und das Angebot für die Kunden haben könnte. Nun zittert die Branche aus Angst vor der EU.
Zum Seitenanfang