Gegen Kursverluste wappnen
Der Aspekt Sicherheit hat für Anleger wieder schlagartig an Relevanz gewonnen. Das gilt vor allem für Sachwertanlagen, die starken Kursschwankungen ausgesetzt sind (z.B. Aktien, Rohstoffe, Kryptowährungen). Ursache dafür ist die Geopolitik. Im Nahen Osten droht ein regionaler Krieg weiter zu eskalieren. Der Ukraine-Krieg kennt weiterhin keinen Sieger. Darüber hinaus ist das Konjunkturumfeld trüb, die Zinsen sind hoch. Und dann gibt es schließlich noch die grauen Schwäne: Kommt es zu einem Angriff Chinas auf Taiwan? Wie lange sind die hohen Staatsschulden noch tragbar?
Möglichkeiten, um das Portfolio vor Kursverlusten zu schützen
Anleger sind vor diesem Hintergrund gut beraten Absicherungsstrategien in ihre Portfolios einzubauen. FUCHSBRIEFE nennen Ihnen die wichtigsten:
- Diversifikation: Eines der Grundprinzipien des Portfoliomanagements. Es ist nie klug alle Eier in einen Korb zu legen. Streuen Sie Ihr Vermögen über verschiedene Anlageklassen, Regionen, Branchen und Währungen.
- Gold: Gold ist ein klassischer Sicherheitsanker. Vor allem in Krisen- und Inflationszeiten besticht er durch seine Beständigkeit. Nachteil: Gold wirft keine Erträge (Dividenden, Zinsen) ab.
- Sichere Häfen: Wenn es stürmisch wird, ist die Vermögensanlage in risikoarmen Regionen eine gute Idee. Das kann sogar soweit gehen, dass der Anleger dafür sein Vermögen in einen anderen Rechtsraum transferiert. Traditionell sind die Schweiz und Liechtenstein solche Regionen. Aber auch Norwegen, Kanada, Australien oder Neuseeland sind einen Blick wert.
- Liquidität: Wer davon ausgeht, dass seine Wertpapiere bald Kursverluste erleiden könnten, verkauft sie einfach und steigt zu späteren Kursen wieder ein. Das Geld kann in der Zwischenzeit auf ein Tages- oder Festgeldkonto zwischengelagert werden. Nachteil: Die Zinsen gleichen die Inflation noch nicht aus und der Anleger verpasst unter Umständen den guten Wiedereintiegspunkt.
- Hedging: Wenn Sie davon ausgehen, dass die Aktienkurse in der Breite nachgeben werden, gehen Sie Short-Positionen ein. Das sind Produkte (z.B. Optionsscheine, Zertifikate), deren Kurse steigen, wenn der Wert eines hinterlegten Index fällt. Die so generierten Kursgewinne gleichen an anderer Stelle Kursverluste aus. Wenn die Börse doch steigt, fahren Sie mit angezogener Handbremse mit - in dem Fall verliert das Short-Produkt an Wert.
Fazit: Am Ende ist es zumeist der Mix verschiedener Maßnahmen, der ein Portfolio vor Kursverlusten schützt. FUCHSBRIEFE halten es im aktuellen Risikoumfeld für angebracht diverse Strategien hochzufahren. Wird das Börsenwetter wieder freundlicher, können die Schilde gesenkt werden.