Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
3757
Erntemengen unter den Erwartungen

Kaffee läuft

Kafee. Copyright: Pexels
Nicht nur zur Weihnachtszeit ist Kaffee ein beliebtes Heißgetränk. Doch wer pro Tag ein paar Tassen davon "versenkt", spürt das künftig auch deutlich am Geldbeutel. Das wird sich in Zukunft nicht bessern.

Der Aufwärtstrend bei Kaffee ist unverändert intakt. Zwar haben sich die Kaffeenotierungen  von ihrem in der vergangenen Woche erreichten Zehn-Jahres-Hoch bei rund 250 US-Cent je Pfund ein wenig entfernt. Doch bleibt der Kaffeepreis mit knapp 240 US-Cent je Pfund weiterhin auf hohem Niveau. Kaffee gehört in diesem Jahr zu den Rohstoffen mit dem stärksten Preisanstieg.

Seit Jahresbeginn hat sich der Preis von Kaffee der Sorte Arabica um rund 85 Prozent verteuert. Fundamental unterfüttert wird die Rally durch ein eingeschränktes Angebot aufgrund einer schwächeren Ernte in Brasilien sowie Lieferschwierigkeiten. Die letzte Ernte in dem südamerikanischen Land war die eines Niedrigertragsjahrs, die zudem noch durch ungünstiges Wetter beeinträchtigt worden war.

Zweifel an besserer Ernte

Nun gab es Hoffnungen, dass die Ernte in der kommenden Saison wieder deutlich besser ausfallen würde. Doch aktuelle Meldungen lassen daran Zweifel aufkommen. So rechnet die Chefin einer brasilianischen Kaffeevereinigung, dass im nächsten Jahr nur 49 Millionen Sack Kaffee geerntet werden. Das wäre nur etwas mehr als in der Vorsaison und deutlich weniger als im letzten Hochertragsjahr. Da lag die Erntemenge immerhin bei 64 Millionen Sack.

Dazu gesellen sich Logistikprobleme, die weiterhin die Kaffeeexporte behindern. So berichtete die Exportvereinigung Cecafe von einem Rückgang der brasilianischen Kaffeeexporte im November von mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2,6 Millionen Sack.

Andere Länder, gleiches Bild

Auch in anderen Kaffee-Ländern sieht es nicht besser aus. In Kolumbien, dem nach Brasilien zweitgrößten Produzent von Arabica-Bohnen, rechnet die führende Produzentenvereinigung wegen starker Regenfälle mit einem Rückgang der Erntemenge im kommenden Jahr um sieben Prozent auf 13 Millionen Sack. In Vietnam, dem größten Produzenten der Kaffeesorte Robusta, dürften die veralteten Plantagen zu geringeren Erträgen und damit das zweite Jahr in Folge zu einer rückläufigen Ernte führen.

Fazit: Der Aufwärtstrend ist intakt. Die fundamentale Marktlage spricht für weiterhin steigende Preise. Nach einer kurzen Verschnaufpause dürfte die Rally bei Kaffee weiter gehen.

​

Empfehlung: Mit einem ungehebelten Kaffee-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 A0K RJT 2) können Anleger an steigenden Notierungen partizipieren.

Hier FUCHS-DEVISEN abonnieren

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht für KW 41: PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Vier Projekte, vier Sieger: Zürcher Kantonalbank, Fürst Fugger, Landes-Hypothekenbank und Kaiser Partner dominieren die Wochenwertung

Illustriert mit Canva und ChatGPT
KW 41 bringt Bewegung in die Performance-Projekte. Während Zürcher Kantonalbank Österreich AG, Fürst Fugger Privatbank AG, Landes-Hypothekenbank Steiermark AG und Kaiser Partner Privatbank AG die Wochenwertungen gewinnen, verteidigen Benchmarkdepot, Genève Invest, BTG Pactual Europe und BTV ihre Spitzenplätze. Im Fokus der Handelsaktivitäten stehen Salesforce, Société Générale und Marvell Technology. Für Anleger treffen damit Momentum, Strategie und langfristige Stabilität direkt aufeinander.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 41: Die Spitze rückt zusammen

Kaiser Partner, Hansen & Heinrich und Liechtensteinische Landesbank gewinnen die Woche

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 9 liefern sich die führenden Stiftungsportfolios ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Das Benchmarkdepot hält Rang vier sowohl beim Gesamtvermögen als auch bei der Wochenentwicklung. Gleichzeitig sorgen die Handelsaktivitäten für Aufmerksamkeit: Salesforce, Société Générale und Marvell Technology gehören zu den meistbewegten Wertpapieren der Woche. Für Anleger besonders spannend: Nicht die aktivsten Manager erzielen die besten Ergebnisse, sondern die konstantesten Strategen.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 41: Wer den schnellsten Rennstall stellt

Landes-Hypothekenbank, Bank Gutmann und Schoellerbank gewinnen die Woche

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 8 bleibt das Rennen um die Spitzenplätze hochspannend. Während Genève Invest die Gesamtwertung anführt, feiern Landes-Hypothekenbank Steiermark AG, Bank Gutmann AG und Schoellerbank die stärksten Vermögenszuwächse der Woche. Das Benchmarkdepot gerät damit von zwei Seiten unter Druck. Für Anleger entsteht ein faszinierendes Bild: Langfristige Stärke und aktuelles Momentum fallen auseinander. Wer am Ende gewinnt, entscheidet sich erst auf den letzten Runden. Lesen Sie hier.
Zum Seitenanfang