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Robustes US-Wachstum mit Unsicherheitsfaktor

Konjunktur-Signale an die Notenbank

Die US-Konjunktur kann sich mit ordentlichen Zahlen sehen lassen – auch wenn diese teilweise hinter den (hohen) Erwartungen zurückbleiben. Für die Notenbank sind die Signale eindeutig.

Mitte Dezember steht der nächste Zinsschritt der US-Notenbank Fed ins Haus. Die vorliegenden Daten liefern keine schwerwiegenden Argumente, vom angekündigten Kurs abzuweichen. Das vom Fed-Research vorgelegte Beige Book bleibt bei seiner vorsichtig optimistischen Sprache, der zufolge das Wachstum als „modest to moderate" eingestuft wird.

Die Daten vom aktuellen Rand zeigen gleichermaßen Licht und Schatten. Die Industrieproduktion ergab eine positive Überraschung mit einem Zuwachs oberhalb der Erwartungen. Dagegen blieben die Auftragseingänge für dauerhafte Güter unter den Erwartungen und wiesen ein Minus aus. Rechnerisch entspricht das dem Zuwachs des Vormonats. Die offenbar zu hoch gespannten Erwartungen zeigen sich auch bei den Indikatoren der einzelnen FED-Regionen, bei denen nur Chicago und Richmond eindeutig positive Daten melden. Die Mehrzahl, darunter New York und Philadelphia, haben zwar positive Signale gesendet, bleiben aber dennoch deutlich unterhalb der Erwartungen.

Handelspolitik bringt Verunsicherung

Eine gewisse Schwäche ist auch wieder beim Export erkennbar. Er war im Monatsvergleich zuletzt wieder rückläufig und trug zu einem deutlich erhöhten Defizit bei. In den Einkaufsmanager-Indizes deutet sich der von den Währungshütern gewünschte Aufwärtstrend der Inflation an. Sie sind zwar im positiven Bereich, liegen jedoch auch ebenso klar unter den Erwartungen. Die erzielten Verkaufspreise ziehen langsam an. Diese Daten sprechen unterm Strich für weiter stabiles Wachstum.

Abzuwarten bleibt der Einfluss der Politik. Er bringt starke Unsicherheit mit sich. Der Nettoeffekt der protektionistischen Handelspolitik – sollte er sich demnächst einstellen, bisher zeigt er sich nicht – dürfte auch für die USA unterm Strich eher negativ sein. Denn der Schutz von Jobs im Inland gegen die Konkurrenz muss am Ende immer mit geringerer Produktivität bezahlt werden. Die angestrebte Steuerreform ist noch nicht in trockenen Tüchern und ihr Effekt umstritten. Sofern die Vorteile tatsächlich so schief verteilt sind, wie von den Kritikern behauptet, dürften auch von diesem Vorhaben eher negative Effekte ausgehen. Aber Vorsicht: Auch unerwartet positive Überraschungen sind hier möglich!

Fazit: Der Dollar sollte durch die Zinsperspektive nach unten abgesichert sein. Der Raum nach oben ist vorhanden, jedoch ist ungewiss wie weit er genutzt wird. Die Politik der Trump-Administration ist zu wenig berechenbar.

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