Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
478
Robustes US-Wachstum mit Unsicherheitsfaktor

Konjunktur-Signale an die Notenbank

Die US-Konjunktur kann sich mit ordentlichen Zahlen sehen lassen – auch wenn diese teilweise hinter den (hohen) Erwartungen zurückbleiben. Für die Notenbank sind die Signale eindeutig.

Mitte Dezember steht der nächste Zinsschritt der US-Notenbank Fed ins Haus. Die vorliegenden Daten liefern keine schwerwiegenden Argumente, vom angekündigten Kurs abzuweichen. Das vom Fed-Research vorgelegte Beige Book bleibt bei seiner vorsichtig optimistischen Sprache, der zufolge das Wachstum als „modest to moderate" eingestuft wird.

Die Daten vom aktuellen Rand zeigen gleichermaßen Licht und Schatten. Die Industrieproduktion ergab eine positive Überraschung mit einem Zuwachs oberhalb der Erwartungen. Dagegen blieben die Auftragseingänge für dauerhafte Güter unter den Erwartungen und wiesen ein Minus aus. Rechnerisch entspricht das dem Zuwachs des Vormonats. Die offenbar zu hoch gespannten Erwartungen zeigen sich auch bei den Indikatoren der einzelnen FED-Regionen, bei denen nur Chicago und Richmond eindeutig positive Daten melden. Die Mehrzahl, darunter New York und Philadelphia, haben zwar positive Signale gesendet, bleiben aber dennoch deutlich unterhalb der Erwartungen.

Handelspolitik bringt Verunsicherung

Eine gewisse Schwäche ist auch wieder beim Export erkennbar. Er war im Monatsvergleich zuletzt wieder rückläufig und trug zu einem deutlich erhöhten Defizit bei. In den Einkaufsmanager-Indizes deutet sich der von den Währungshütern gewünschte Aufwärtstrend der Inflation an. Sie sind zwar im positiven Bereich, liegen jedoch auch ebenso klar unter den Erwartungen. Die erzielten Verkaufspreise ziehen langsam an. Diese Daten sprechen unterm Strich für weiter stabiles Wachstum.

Abzuwarten bleibt der Einfluss der Politik. Er bringt starke Unsicherheit mit sich. Der Nettoeffekt der protektionistischen Handelspolitik – sollte er sich demnächst einstellen, bisher zeigt er sich nicht – dürfte auch für die USA unterm Strich eher negativ sein. Denn der Schutz von Jobs im Inland gegen die Konkurrenz muss am Ende immer mit geringerer Produktivität bezahlt werden. Die angestrebte Steuerreform ist noch nicht in trockenen Tüchern und ihr Effekt umstritten. Sofern die Vorteile tatsächlich so schief verteilt sind, wie von den Kritikern behauptet, dürften auch von diesem Vorhaben eher negative Effekte ausgehen. Aber Vorsicht: Auch unerwartet positive Überraschungen sind hier möglich!

Fazit: Der Dollar sollte durch die Zinsperspektive nach unten abgesichert sein. Der Raum nach oben ist vorhanden, jedoch ist ungewiss wie weit er genutzt wird. Die Politik der Trump-Administration ist zu wenig berechenbar.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Durchschnittswerte sind nicht maßgeblich und nichtssagend

Gehaltsauskunft alleine belegt keine Diskriminierung

Das Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) ist kein Flop, aber ein Renner ist es auch nicht. Viele Unternehmen haben eine Überprüfung ihrer Gehaltsstrukturen inzwischen vorgenommen. Von den Arbeitnehmern wird der Auskunftsanspruch dagegen nur sehr zurückhaltend genutzt. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Gerichte Klagen nur mit spitzen Fingern anfassen.
  • Fuchs plus
  • Capitell Vermögens-Management AG | TOPS 2020: Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung

Wichtige Standards verfehlt

Bei Capitell hat uns das Beratungsgespräch vom deutlichen Mehrwert gegenüber dem Robo Advisor überzeugt. Im Anlagevorschlag sehen wir ebenfalls manches, was das Haus definitiv besser macht als der Algorithmus, insbesondere das Thema Nachhaltigkeit. Dafür stolpern wir über manch anderen Punkt und sehen entscheidende Marktstandards nicht erfüllt, was auch dazu führt, dass wichtige Fragen bei uns offen bleiben.
  • Fuchs plus
  • Zahlungsanspruch wird zu Kredit

Pflichtteilsverzicht mit Auflagen kann steuerlich ins Auge gehen

Der Verzicht auf den Pflichtteil beim Erbe gegen Geldzahlung ist nicht so selten. Und steuerlich kein Problem. Was aber, wenn die Geldzahlung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt und obendrein verzinst wird? Damit hatten sich jetzt Deutschlands oberste Finanzrichter zu beschäftigen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Chancen mit Anleihen

Alternativen im Anlagenotstand

Russland und Indonesien konnten einen Großteil ihrer Zuflüsse in heimischer Währung aufnehmen und damit die Währungsrisiken vermeiden.
Anleger die heutzutage Rendite erwirtschaften wollen, müssen noch stärker als früher bereit sein, dafür ins Risiko zu gehen. Deutsche Staatsanleihen mit einer 10-jährigen Laufzeit werfen aktuell negative Renditen ab. Wer dennoch auf die Assetklasse Anleihe setzen möchte, der sollte seinen Blick über die Emerging Markets schweifen lassen.
  • Fuchs plus
  • Wirkungslose Zölle

US-Dollar bleibt die bevorzugte Anlagewährung

Habemus Handelsdeal! Alles wieder super also? Das anzunehmen wäre naiv. Zumal die US-Agrarverbände bereits Schwachstellen angemahnt haben. Fraglich ist auch nach wie vor, was die Streiterei letzlich genützt hat. 
  • Fuchs plus
  • Fundamentale Schwäche beim Pfund

Erholung auf tönernen Füßen

Nach dem fulminaten Wahlsieg der Tories hat sich das Pfund spürbar wieder erholt. Doch diese Erholung ist politisch getrieben. Die fundamentalen Probleme des Vereinigten Königreichs sind keineswegs gelöst.
Zum Seitenanfang