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Lieferungen aus der Ukraine werden weitaus geringer ausfallen

Maispreis macht nur eine kurze Pause

Ein Maisfeld in der Sonne. © Fuse/ Thinkstock
Trotz des Krieges in der Ukraine bewegt sich der Maispreis (im Gegensatz zu anderen Rohstoffpreisen) seit Anfang März seitwärts. Doch damit dürfte bald Schluss sein. Die Ursache dafür liegt in der Ukraine selbst.

Der Maispreis konsolidiert seine jüngste Rally, dürfte jedoch schon bald zum nächsten Höhenflug ansetzen. Seit Mitte Oktober bewegt sich der Preis des Futter- und Energiegrundstoffs in einem intakten Aufwärtstrend, der seit Mitte Februar deutlich an Dynamik hinzugewonnen hat. Mit aktuell rund 750 US-Cent je Scheffel notiert Mais aktuell auf einem Neun-Jahres-Hoch. Bis zum Allzeithoch bei etwa 845 US-Cent je Scheffel aus dem Jahr 2012 ist es nun nicht mehr weit. 

Die Ukraine-Ernte wird einbrechen

Getrieben werden die Notierungen von einem sich abzeichnenden Angebotsengpass. Denn der seit mittlerweile einem Monat andauernde Krieg in der Ukraine dürfte dort zu einer deutlich geringeren Anbaufläche für Sommergetreide führen. Der ukrainische Landwirtschaftsminister rechnet mit einem Rückgang auf sieben Millionen Hektar. Im Vorjahr wurden noch 15 Millionen Hektar mit Sommergetreide bestellt. Die reduzierte Anbaufläche dürfte vor allem Mais treffen, der im Gegensatz zu Winterweizen erst im Frühjahr ausgesät wird. Den Angaben zufolge dürfte die Mais-Anbau-Fläche auf 3,3 Millionen Hektar (nach 5,4 Mio. ha im Vorjahr) sinken. 

Um die Nahrungsmittelsicherheit zu gewährleisten, empfiehlt das Landwirtschaftsministerium den Landwirten zudem mehr Sommerweizen, Buchweizen, Hafer, Hirse und Sommergerste anzubauen. Die im vergangenen Herbst mit Winterweizen bestellte Fläche beziffert die Behörde auf 6,5 Millionen Hektar. In Folge des Krieges könnten nun jedoch nur rund vier Millionen Hektar zur Verfügung stehen. Die französische Consulting-Firma Strategie Grains reduzierte ihre Prognose für die Maisexporte aus der Ukraine zuletzt um 12 Millionen Tonnen und die Maisernte-Prognose um 17 Millionen Tonnen.

Fazit: Trotz des jüngsten Kursanstiegs dürfte sich ein möglicher Angebotsengpass bei Mais nicht so schnell auflösen. Nach der aktuellen Konsolidierung könnte es mit dem Maispreis demnach weiter nach oben gehen. Mit einem ungehebelten Mais-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 A0K RJV 8) lassen sich Kursgewinne profitabel nutzen.

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