Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2600
Neue Boote und andere Verkehrsmittel gewinnen an Bedeutung

Niedrigwasser im Rhein macht Anpassungen erforderlich

Der Rhein bei Niedrigwasser nahe Bingen. © Branko Srot / stock.adobe.com
Alle Jahre wieder: Der Rhein trocknet aus – und damit auch eine der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands. Die Unternehmen in der Region, die den Fluss als Transportweg nutzen, müssen sich daher anpassen. Dabei haben sie in diesem Jahr sogar noch Glück im Unglück.

Angesichts der Klimawandel-Prognosen wird das Rhein-Niedrigwasser zu einem jeden Sommer wiederkehrenden Problem. Anliegende Unternehmen und auch Unternehmen, deren Zulieferer Rhein-Anlieger sind, sollten das in ihre Risikoanalysen einbeziehen. Entweder müssen sie perspektivisch auf neue Schiffe umsteigen. Oder Unternehmen werden den Transportweg Fluss wieder durch die Schiene oder Autobahn eintauschen müssen. Scheiden diese Varianten aus, hilft unter Umständen nur die Suche nach „Notfall-Partnern“.

Klima-Anpassungen sind gefragt

Erste Unternehmen haben bereits Vorkehrungen getroffen. So etwa der Essener Chemiekonzern Evonik: Der Konzern hat bereits mehr Lastschiffe gebucht, um die Ladung auf mehrere Schiffe zu verteilen und so den Tiefgang der einzelnen Lastkähne zu verringern. Klar ist aber auch, dass diese "Lösung" auf eine Effizienzminderung der einzelnen Boote hinausläuft und damit letztendlich die Margen drückt. 

Die BASF setzt auf neue Niedrigwasser-Schiffe, die auch bei einem Pegelstand von nur 30 cm noch 650 Tonnen Güter transportieren können. Die Schiffe wurden durch die Reederei Stolt Tankers gebaut. Außerdem hat die BASF mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde ein digitales Frühwarnsystem für Niedrigwasser mit einer Vorwarnzeit von bis zu sechs Wochen entwickelt. Umgebaute Ladestellen ermöglichen zudem den Umstieg auf andere Transportmittel (Zug, LKW).

Probleme schlagen bei Hochkonjunktur voll durch

Die Sommer-Schifffahrt auf dem Rhein wird auch in den kommenden Jahren problematisch bleiben. In diesem Jahr sind die Auswirkungen des Niedrigwassers zwar nicht so schlimm wie bei der letzten großen Dürre 2018. Das liegt aber nur daran, dass die Produktion aufgrund von globalen Lieferschwierigkeiten in einigen Unternehmen bereits stillsteht bzw. heruntergefahren wurde. Zu diesem Ergebnis kommt Stefan Kooths, Vizepräsident des IfW Kiel. Anders wäre das bei einer Hochkonjunktur wie vor vier Jahren. Damals hat das Niedrigwasser die Industrieproduktion um 1,5% gedrückt und das BIP-Wachstum um 0,4% geschmälert. 

Fazit: Die Nutzung des Rheins als Wasserstraße wird in den kommenden Jahren unzuverlässiger - vor allem im Sommer. Unternehmen sollten das in berücksichtigen und ihre Transportwege und -kapazitäten strategisch neu planen.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsmanager 2024: Die Top 10

Auf dem Siegertreppchen wird es eng

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Fünf Anbieter von insgesamt 35 Ausschreibungsteilnehmern schaffen es in diesem Jahr auf das Siegertreppchen und sichern sich eine „Goldmedaille“ für eine sehr gute Gesamtleistung. Zwei weitere Häuser holen Silber für gute Leistungen und drei dürfen sich mit Bronze für ein Befriedigendes Gesamturteil schmücken. Sie alle hatten es aufgrund der Güte ihrer Anlagekonzepte in die Endrunde der Ausschreibung für die Stiftung Fliege geschafft.
  • Editorial Stiftungsvermögen 2024: Weitreichende Folgen

Die Auswahl des Vermögensverwalters nicht dem Zufall überlassen

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Die Wahl des Vermögensverwalters kann das Schicksal einer Stiftung bestimmen. Viele Stiftungen besitzen nicht das nötige Finanzwissen im eigenen Kuratorium, was fatale Folgen haben kann. Regelmäßige Kontrollen und kompetente Beratung sind unerlässlich, um nicht Opfer von fatalen Anlagestrategien zu werden. Erfahren Sie, welche verheerenden Fehler vermieden werden können und wie eine Stiftung die richtige Wahl trifft – bevor es zu spät ist.
  • Brutaler Messerangriff in Mannheim: Gefahr für unser Recht auf friedliche Demonstrationen

Wie wir selbst die Grundwerte unserer Gesellschaft untergraben

Fuchsbriefe-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Foto: Verlag Fuchsbriefe
In Mannheim wurde am Wochenende auf brutale Weise und ohne Vorwarnung ein Redner bei einer Demonstration mit einem Messer niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Auch ein Polizist wurde lebensgefährlich attackiert. Er erlag am Wochenende seinen Verletzungen. Doch die Medien relativieren die Tat und lenken vom Kern einer wichtigen Debatte ab, meint Fuchsbriefe-Herausgeber Ralf Vielhaber.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Bethmann Bank (ABN Amro) im Beauty Contest Stiftungsvermögen 2024

Bethmann Bank: Nachhaltiger Kurs in der Stiftungsberatung

Kollage Verlag Fuchsbriefe ©Bild: envato elements
In einer umfassenden Präsentation offenbart die Bethmann Bank ihre Pläne für nachhaltige Anlagestrategien, speziell zugeschnitten auf Stiftungen. Trotz anfänglicher technischer Probleme und gemischter Kritiken, schimmert die Vision für eine maßgeschneiderte und ethische Vermögensverwaltung durch.
  • Fuchs plus
  • China spielt Kostenvorteile aus

Europa fällt bei Green-Techs zurück

Grüne Technologien sind ein wachstumsstarker Zukunftsmarkt. Unternehmen aus Europa und Deutschland haben hier eine starke Position. Die kommt aber immer stärker unter Druck - Deutschland und Europa verlieren inzwischen Marktanteile. Zwei für Deutschland wichtige Segmente sind davon besonders betroffen.
  • Fuchs plus
  • Gründerzentren für ganz Deutschland

Blaupause UnternehmerTUM

Das Gründerzentrum "UnternehmerTUM" der Universität München ist ein internationales Erfolgsmodell. Dieser Erfolg soll jetzt auch an 15 anderen deutschen Uni-Standorten möglich werden. Auf Basis der Blaupause der Uni München sollen 15 neue Gründerzentren entstehen. Unternehmen können davon auf vielfältige Weise profitieren.
Zum Seitenanfang