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Monatelange Selbstfindungsphase weckt Zweifel an Verantwortungsbewusstsein

Bauer sucht Frau bei der SPD

Bewirbt sich um den SPD-Parteivorsitz: SPD-Mitglied Gesine Schwan © Picture-Alliance
Die SPD befindet sich in einer monatelangen Selbstfindungsphase, die sie erst mit der „Krönungszeremonie" des neuen Parteivorstands beim Parteitag Anfang Dezember beenden will. In Berlin wird der Vorwurf laut, die Partei habe vor allem sich, aber kaum noch das Land im Blick – und fragt nach dem Verantwortungsbewusstsein der Partei. Zumal die gewünschte Doppelspitze ein Problem aufwirft.

Die SPD hat sich ohne echte Not in das nächste Dilemma manövriert. Die Partei spielt „Bauer sucht Frau". Und so wie der Bauer heute selten eine Frau findet, die mit ihm den Hof bestellen will, so finden die männlichen Interessenten am Parteivorsitz kein weibliches Pendant, das mit ihnen zusammen den Laden schmeißen will. Jedenfalls gilt das für alle möglichen Paare von Gewicht. Sie wissen: Manuela Schwesig (Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommern) und Malu Dreier (Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz) haben abgewinkt.

Wer bisher aus der Deckung gekommen ist, wird parteiintern nicht ernst genommen. Schwan/Kühnert hat in Publikum und Partei schon mal nicht den von Schwan erhofften Beifall gefunden. Auch die Bewerbung von Staatsminister Michael Roth mit der NRW-Landtagsabgeordneten Christina Kampmann wird parteiintern zur Sorte „skurrile Bewerbungen" gezählt, „die den seriösen vorangehen".

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