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Die K-Frage der Union

Das Duell (das keines ist)

Das Duell (das keines ist). Armin Laschet. Copyright: Picture Alliance
Seit Monaten stellen die Medien die Frage, ob nicht der bayerische Ministerpräsident Markus Söder den Kanzler machen will. Der hat sich auf das Spiel eingelassen. Doch er kann es nur gewinnen, wenn der Gegner aufgibt.

Der vor allem medial inszenierte Sturm im Wasserglas Union wird bald vorüber sein. Und Armin Laschet Kanzlerkandidat. Denn er will. Und dann darf er auch. Der Franke Markus Söder hat bereits das Rückzugsgefecht angetreten: „Wenn die CDU bereit wäre, mich zu unterstützen, wäre ich bereit. Wenn die CDU es nicht will, bleibt ohne Groll eine gute Zusammenarbeit."

Die CDU aber wird den Rheinländer und NRW-Ministerpräsidenten Laschet unterstützen (müssen). Sie hat ihn vor wenigen Wochen zum Parteichef gemacht. Wenn sie ihm jetzt die Kanzlerkandidatur nähme, auf die er nach ungeschriebenem Unionsgesetz das Erstzugriffsrecht hat, würde sie sich selbst infrage stellen. Denn es gab drei Kandidaten zur Auswahl und nicht mal der beste unter ihnen kann Kanzler?

Starke Verbündete

Nicht zu vergessen: Trotz vieler Kritiker – voran sein Konkurrent um den Parteivorsitz, die ewige Nachwuchskraft der CDU, Norbert Röttgen, hat Laschet starke Verbündete. Darunter den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und die Kanzlerin selbst, die ihren verbliebenen Einfluss für Laschet parteiintern in die Waagschale wirft.

Und auch die CDU weiß: Ist Söder erst mal Kandidat, werden die Medien sogleich an seinem Podest rütteln. Dann rücken die hohen Todesraten und Inzidenzzahlen im Freistaat Bayern ebenso in den Mittelpunkt, wie Söders unübertroffener Opportunismus, der ihn im Handumdrehen vom Rechtsaußen zum linken Öko werden ließ.

Unsinnige Vergleiche

Der Vergleich Laschets mit Merkel wiederum wirkt wie einst der Vergleich Merkels mit dem ewigen Kanzler Kohl: unsinnig. Jeder Kandidat wächst erst im Amt. Und er ist – anders als es Merkel jemals war – ein gewählter Landeschef, noch dazu im bevölkerungsreichsten Bundesland. Zudem ist ein Rheinländer aus Aachen immer auch ein Signal an die wichtigen europäischen Nachbarn Frankreich, Belgien (von dort stammt die Familie Laschet), Niederlande. All das weiß die CDU, bzw. jene, die dort den Ton angeben.

Fazit: Es gibt nur einen, der Armin Laschet die Kanzlerkandidatur nehmen kann: Armin Laschet.

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