Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1854
Sozialpolitik

Das Ende des Sozialstaats-Modells

Der Sozialstaat frisst unsere Kinder. Denn die Rentengeschenke von heute sind die Beitragspunkte von morgen.
Die Großkoalitionäre überbieten sich angetrieben von Sozialverbänden und Gewerkschaften mit immer neuen Ideen, die Wähler ab 60 auf ihre Seite zu ziehen. Und je mehr in Umfragen die Zustimmung zu den „Volksparteien“ sinkt, desto aggressiver formulieren diese ihre klientelistischen Forderungen. Die Rentenkaskade der Großen Koalition wird beständig erweitert. Nach der Rente mit 63 (jährliche Kosten bald 3 Mrd. Euro), der Mütterrente mit 10 Mrd. p.a., der höheren Erwerbsminderungsrente mit 2 Mrd. jährlich, der verweigerten Absenkung des Rentenbeitrags im Wert von 4 Mrd. p.a. – den Zusatzkosten für die Flüchtlingsversorgung im Alter (Höhe unbekannt) – soll jetzt noch die Lebensleistungsrente (je nach Ausgestaltung bis zu 2 Mrd. Euro) und, quasi als der Gipfel, die Erhöhung des Rentenniveaus auf wieder 50% statt 43% kommen. Kosten allein dafür schlappe 20 Mrd. Diese sollen, so möchte es CSU-Chef Horst Seehofer, über einen Abbau der kapitalgedeckten Riesterrente aufgebracht werden. Schon jetzt kann kein Verantwortlicher sagen, wer das später stemmen soll. Die künftigen Beitragszahler geraten in die Leistungs-Klemme. Da die Grundsicherung durch den Staat steigt, wird die Belastung der Leistungserbringer immer höher. Damit sinkt aber deren Motivation. Immer mehr Anstrengung führt zu immer weniger Plus gegenüber leistungslosen – ob unverschuldet oder nicht – Leistungsbeziehern. Der deutsche Sozialstaat ist strukturell kaputt. Der Umstieg auf die teilweise kapitalgedeckte Rente kam zu spät und war dilettantisch gemacht. Zudem leidet sie wie die Betriebsrenten unter den Nullzinsen. Jetzt wird die Kehrtwende zu einem System propagiert, das vor 20 Jahren – zu Recht – als vor dem Ende stehend angesehen wurde. Ab 2030 wird Altersarmut in größerem Stil deshalb unvermeidlich sein. Alternative: hohe Neuverschuldung oder/und verstärktes Heranziehen von Kapitalvermögen.

Fazit: Am Beispiel Rente zeigt sich eine Erklärung für den Abstieg der Volksparteien. Sie haben ihre Erfolge bisher darauf aufgebaut, dass sie eine Generation mit Versprechen kaufen konnten, die die nächste zu begleichen hatte. Das Politik-Muster funktioniert aber nicht mehr. Der Wähler ahnt das zumindest.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
  • Trusted Wealth Manager 2024 – Vertrauenswürdige Vermögensverwalter

Die meisten Vermögensverwalter in Deutschland verdienen Vertrauen

Trusted Wealth Manager 2024. © Verlag FUCHSBRIEFE
Wer ist als Vermögensmanager vertrauenswürdig? Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wertet wie im immer zum Jahresbeginn ihr laufendes Monitoring «Trusted Wealth Manager» aus. Und da gibt es 2024 viel Positives zu berichten!
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Abwasser-Krimi in Teslas Gigafactory

Subventionen für E-Autos schaffen gigantische Überkapazitäten

Die hohen staatlichen Subventionen für E-Autos führen zu erheblichen Marktverzerrungen. So lässt BYD in China seine eigenen Autos zu, damit sie als verkauft gelten. Außerdem will das Unternehmen massiv auf dem europäischen Markt expandieren. Zugleich türmen sich die Probleme bei Tesla in Grünheide. Einerseits verschifft das Unternehmen seine Überproduktion an E-Autos nach Asien, andererseits entwickelt sich ein Abwasser-Krimi in der Gigafactory.
  • Fuchs plus
  • Unternehmensfinanzierung auf dem Hochplateau

Stabile Zinsen, hohe Kredithürden

Für Unternehmen wird es in den kommenden Monaten schwierig bleiben, Finanzierungen zu beschaffen. Zwar geht die Inflation weiter zurück, die Zinsen aber bleiben stabil. Auf der anderen Seite stellen die Banken weiter hohe Kredithürden auf.
  • Fuchs plus
  • Anlagestrategie anpassen

Magische Sieben ausgereizt, auf Nebenwerte fokussieren

Die Börsen wurden im vorigen Jahr von den magischen Sieben getrieben. Diese Highflyer sind aber schon so teuer, dass ihnen bald die Puste ausgehen könnte. Mit Blick auf die strategische Vermögens-Allokation ist es sinnvoll, wieder stärker auf lange vernachlässigte Nebenwerte zu fokussieren.
Zum Seitenanfang