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Söder will nicht, Merz wird nicht können

Die Union hat ein Kanzler-Problem

Markus Söder grüßt Leute in einem Bierfestzelt, Aufnahme des Rückens. © Bayerische Staatskanzlei (StK)
Die Union will nach der Bundestagswahl 2025 wieder den Bundeskanzler stellen. Doch wen soll sie als Kanzlerkandidat nominieren? Es gibt für FUCHSBRIEFE viele gute Gründe die dafür sprechen, dass es die Granden der ersten Reihe nicht werden.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forciert die Kanzler-Frage in der Union. Mit seinem Festhalten an Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in der Flugblatt-Affäre hat Söder abermals eine Entscheidung gegen Berlin getroffen. Denn er reicht Grünen und SPD nicht die Hand, indem er Aiwanger vor die Tür setzt. Mit einer der beiden Parteien müsste er aber aber wahrscheinlich im Bund koalieren. Söders Botschaft lautet damit auch und erneut: "München ist mir wichtiger als Berlin".

Dass der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz Kanzlerkandidat der Union wird, glauben FUCHSBRIEFE aber auch nicht. Merz wird nach den Ost-Landtagswahlen im Jahr 2024 in der K-Frage "verbrannt" sein. Denn es wird der Union nicht gelingen, die AfD klein zuhalten. Derzeit kommt die Union in den Umfragen für die Länder Brandenburg, Sachsen und Thüringen auf etwa 25%, die AfD auf 30% (Wahlen im Herbst 2024). Zudem hören wir aus der Union, dass Merz mit wiederholt unabgestimmten Äußerungen (jüngst: Erhöhung des Spitzensteuersatzes) ein "Wahlkampf-Horror" wäre. Sein Alter (67 Jahre) kommt für einige erschwerend hinzu.

Zwei aussichtsreiche Kandidaten 

Wenn aber Söder nicht will und Merz nicht kann, dann muss die Union in der zweiten Reihe nach Kandidaten suchen. Am ehesten in Frage kommt einerseits der ehemalige Gesundheitsminister Jens Spahn. Er ist jünger als Merz, wirtschaftsliberal und hat ein soziales Profil. Vor allem aber ist er einem breiten Publikum bereits bekannt. Sein großes Manko: Er hat während der Pandemie viel Kapital verspielt.

Der andere aussichtsreiche Kandidat ist NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Er steht Spahn inhaltlich nahe, ist dafür aber außerhalb von NRW noch wenig bekannt. Sein Vorteil: Er ist unverbraucht und errang 2022 für die Union ein starkes Ergebnis bei der jüngsten NRW-Wahl. Zudem hat er viele Länder-Chefs (Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein) hinter sich. 

Fazit: Merz will die K-Frage möglichst zügig klären und positioniert sich bereits mit diversen Themen. Andere in der Union wollen die Landtagswahlen Ost aber abwarten. Die Union wird sich darum in den nächsten Monaten vor allem mit sich selbst beschäftigen.
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