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Corona News: Fakten, die man selten liest

Die vierte Welle ist gebrochen

Corona News: Fakten, die man selten liest. Copyright: Pixabay
In Israel ist die dritte Booster-Impfung vielfach wirkungslos. Die amerikanische FDA empfiehlt sie nur eingeschränkt. Auch in Deutschland nimmt der Impfschutz ab. Afrika und Indien sind sogar erfolgreich in der Corona-Behandlung.

Weltweit wird der abnehmende Immunschutz der Impfungen diskutiert. Eine Studie der Universität Osaka zeigt, dass die Delta Variante dabei ist, eine vollständige Immunflucht gegenüber den mRNA Präparaten zu entwickeln. Der Immunschutz der Impfung schwindet.

Im Impfvorreiterland Israel wurden im Zeitraum vom 1.7 bis 15.9.2021 insgesamt 625 Todesfälle bei Geimpften und 427 bei Ungeimpften festgestellt; davon entfielen 26 Todesfälle auf Geimpfte mit einer Dosis, 485 mit 2 Dosen und 114 mit 3 Dosen. Israel hat inzwischen die höchste Infektionsrate der Welt. Und das bei bereits 3 Millionen Menschen (ca. ein Drittel der Bevölkerung) mit der dritten Booster-Impfung.

Deutschland: 4. Welle gebrochen, aber Impfeffektivität geht zurück

In Deutschland bricht die Impfeffektivität ebenfalls ein. Laut RKI sind von den Erkrankten im Zeitraum 33. bis 36. Kalenderwoche 42,8% der Erkrankten über 60 Jahre geimpft mit vollem Impfschutz (bei den Älteren liegt die Impfung am längsten zurück). Bei den Hospitalisierten sind es 19,4%.

Dennoch gibt es eine gute Nachricht: Die 4. Covid-Welle ist gebrochen. In Deutschland gehen die Corona-Fallzahlen nun schon seit zwei Wochen zurück. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 65. Die Sterberate ist stabil niedrig. Dennoch lehnt die Bundesregierung einen Freedom-Day ab, wie ihn Kassenärzte-Chef Andreas Gassen vorschlägt.

FDA thematisiert erstmals schwere Impf-Nebenwirkungen

Die bei der amerikanischen FDA für die Zulassung von Impfstoffen zuständige Direktorin Marion Gruber kündigte ihre Stelle wegen Einschränkungen ihrer Kompetenzen. Sie soll besonders kritisch gegenüber der dritten Auffrischungsimpfung sein. Zum Abschied gab es eine Anhörung, der sie die schweren Impf-Nebenwirkungen so deutlich wie noch nie thematisierte. So habe Biontech-Pfizer die Komplett-Lähmung einer 12-jährigen Teilnehmerin der Zulassungsstudie unter „Bauchschmerzen" vertuscht. Die FDA empfiehlt den Booster nur über 65-jährigen.

Afrika und Indien mit Antiviralpräparat Ivermectin erfolgreich


In den Fokus rücken folglich Behandlungsmethoden. Im Juni 2020 meldete Indien große Behandlungserfolge mit Ivermectin. Das billige patentfreie Antiparasiticum (2,30 Dollar) ist gut verträglich. Auch eine Studie in Argentinien hat die Behandlungserfolge kürzlich dokumentiert. In Afrika wird das Generikum seit langem in 31 Subsahara-Staaten gegen Parasiten eingesetzt. Diese Staaten schneiden bei den Corona Hospitalisierungen nun besonders gut ab. In Europa spielt Ivermectin in der Behandlung keine Rolle. Hier dominiert das teure Remdesivir (2.000 Dollar).  

Gutes Zeichen: Die Grippe kehrt zurück

So kurios es klingt: Hoffnung macht die Rückkehr der Grippe. Hatte Corona anfangs die Grippe fast völlig verdrängt, beobachten Mediziner ungewöhnlich früh eine hohe Zahl an Erkältungskrankheiten. Das ist aber ein gutes Zeichen! Denn es spricht für ein Ende der Dominanz der Corona-19-Viren.

Überlastung der Krankenhäuser durch Covid?

Der Deutsche Bundestag begründete am 25. August die Verlängerung des Ausnahmezustands mit Einschränkung der Grundrechte mit den Worten: "Mit Blick auf die weitere dynamische Ausbreitung des Coronavirus und die damit einhergehende ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Bundesrepublik Deutschland, sei die Voraussetzung für die Verlängerung gegeben. Nach wie vor bestehe das vorrangige Ziel darin, eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit möglichst zu reduzieren und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern."

In der Bundespressekonferenz wurde am Montag die Kommunikation der Bundesregierung zur drohenden Überlastung der Krankenhäuser durch Covid-19-Patienten thematisiert. Die Bundesregierung konstatiert, dass 2020 im Durchschnitt 3,4% der Intensivbetten mit COVID-19-Patienten belegt waren. "Eine flächendeckende und dauerhafte Überlastung der Krankenhäuser auf Grund der Pandemie (sei) von der Bundesregierung nicht behauptet worden". Die Zahlen waren vom Leibniz-Institut für das Gesundheitsministerium recherchiert und bereits im April veröffentlicht worden (FUCHS berichtete).

Fazit: Das Impf-Thema dürfte zum Dauerbrenner werden. Permanente Auffrischungsimpfungen drohen. Der Schutz durch eine überstandene Infektion ist nach bisherigen Erkenntnissen aber langlebiger.

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