Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2349
Zwei Studien, ein klares Ergebnis

Klimawandel für die meisten kein drängendes Problem

© jacquesvandinteren / Getty Images / iStock
Die Europäer sind derzeit nur mäßig interessiert daran, das Weltklima zu retten. Andere Besorgnisse sind derzeit viel größer. Das zeigen zwei aktuelle Studien.

Der Klimawandel wird in keinem Land Europas als wichtiges Problem gesehen. Das ist das Ergebnis zweier aktueller Umfragen von destatis und der R+V-Versicherung zu den "Ängsten der Deutschen". Bei destatis rangiert der Klimawandel auf Platz vier bei der R+V auf Rang 10 auf der Besorgnisskala. Für die Umfrage von destatis wurden zwischen 8.000 und 36.000 Personen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren befragt. Sie sollten Auskunft darüber geben, welche Probleme sie für ihr Land für relevant halten. Es gibt zahlreiche Probleme, die den Menschen viel mehr Sorgen machen als der Klimawandel. An erster Stelle wird in zahlreichen Ländern Europas das steigende Preisniveau genannt.  

Wirtschaftliche Probleme für viele Menschen wichtiger als Klimawandel

Der Klimawandel ist laut destatis das viertwichtigste Problem, das aber auch nur von einer Minderheit als solches wahrgenommen wird. Die größten Sorgen über den Klimawandel machen sich die Italiener. Aber selbst in Italien nennt nicht einmal jeder zweite (44%) den Klimawandel als wahrgenommene Bedrohung. In der Wahrnehmung der Italiener gibt es fünf drängendere Probleme.

Auch in anderen Ländern ist die Sorge vor dem Klimawandel eine Minderheiten-Position. In Frankreich (41%), Spanien (39%) Österreich (38%) und Deutschland (37%) ist das Thema immerhin noch halbwegs relevant. Allerdings nennen die Menschen in allen Ländern drei drängendere Probleme (Lebenshaltungskosten, Arbeitsplatzsicherheit, wirtschaftliche Lage, Migration). In Spanien rangiert der Klimawandel sogar nur auf Platz 8 der Probleme. In Polen gibt es sogar elf drängendere Probleme und nur 27% der Befragten haben den Klimawandel ganz oben auf ihrer Problem-Agenda. 

Das Klima hat die Deutschen nie übermäßig beunruhigt

Zu den "Top-Ängsten" hat "das Klima" selbst in deutschland noch nie gehört. Laut der R+V, die ihre Studie bereits seit xxx durchführt, bedrückten die Deutschen Anfang des Jahrtausends vor allem wirtschaftliche Sorgen. Als 2011 die Rettungsschirme für überschuldete EU-Staaten in aller Munde waren, sei die Angst in den Vordergrund gerückt, dass die EU-Schuldenkrise teuer für den deutschen Steuerzahler wird. Unter dem Eindruck der Attentate der IS-Terrormiliz 2016 verstärkte sich die Terrorangst enorm. 2021 kam als Folge der Pandemie die Angst auf, dass die Deutschen für die Corona-Schulden zur Kasse gebeten werden. 2022 verzeichnet Deutschland die höchste Inflation seit rund 50 Jahren. Seitdem ist die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten zurück und belegt 2023 erneut Platz eins im Ängste-Ranking.

Fazit: Über dieses Ergebnis können sich wahrscheinlich nur Politiker und Statistiker wundern. Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, dass die "Klima-Hysterie" vor allem ein Medienereignis ist, das geschürt werden soll, da es die Menschen in der Breite der Gesellschaft nur bedingt berührt.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bayerische Vermögen GmbH in der Ausschreibung

Die Bayerische Vermögen lässt zu viele Fragen offen

Thumb Stiftungsvermögen 2024. © Collage: verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envator elements
Die Bayerische Vermögen gibt sich selbstbewusst. „Gibt es eine Formel für erfolgreiche Geldanlage?" Nicht alle Daten seien einfach abzurufen und müssten erst einmal ins rechte Verhältnis zueinander gesetzt werden. "Diesen Mehrwert bietet unsere Premium-Vermögensverwaltung und kann daher für jeden Privatanleger geeignet sein.“ Nun ist die Stiftung Fliege kein Privatanleger und hat besondere Anfordrungen. Wir sind also gespannt, was der Vorschlag zu bieten hat.
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Siemens Energy

Starke Zahlen und Rekord-Aufträge

Siemens Energy ist auf gutem Wege. Das zeigen die jüngsten Zahlen an. Viele Unternehmensteile machen gute Umsätze und stattliche Gewinne. Das schlägt sich auch an der Börse nieder.
  • Fuchs plus
  • Plug Power

Kostensenkungsprogramm und Wasserstoff-Verkauf

Plug Power hat sich verhoben. Die Zahl der Projekte und Investitionen war zu hoch. Nun tritt das Unternehmen an verschiedenen Stellen auf die Kostenbremse. Gut ist in dem Umfeld, dass Plug mit der Produktion und dem Verkauf von Wasserstoff für seine Partner begonnen hat.
  • Fuchs plus
  • Editorial

BMW fährt auf Wasserstoff ab

BMW und Airbus verstärken ihre Bemühungen, Antriebslösungen mit Wasserstoff zu entwickeln. Der Autobauer aus Bayern setzt jetzt voll auf Wasserstoff, hat mit dem iX5 einen Pkw am Start, sieht dafür aber die aussichtsreichsten Märkte nicht in Deutschland oder Europa. Dennoch ist die Marschroute klar.
Zum Seitenanfang