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Tesla braucht schon zu viel Wasser

Wasserverband reduziert Trinkwasserverbrauch

Giga Factory von Tesla in Grünheide. © Patrick Pleul / dpa-Zentralbild / dpa / picture alliance
Seit einigen Wochen rollen Tesla-Fahrzeuge aus der Gigafactory in Grünheide (bei Berlin) vom Band. Und schon lässt der Wasserverband Strausberg die Bombe platzen: Für künftige private Bauherren wird der Trinkwasserverbrauch stark beschränkt.

Die Gigafactory von Tesla in Grünheide bei Berlin (Brandenburg) produziert erst seit einigen Wochen – und schon wird der private Wasserverbrauch eingeschränkt. Der zuständige Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) hat die Trinkwassermenge für künftige Verbraucher stark reduziert. 

Wasserverband reduziert Trinkwasserverbrauch

Wer künftig ein neues Haus im Einzugsbereich von Strausberg-Erkner baut, darf nicht mehr als 105 Liter Wasser am Tag verbrauchen. Das ist deutlich weniger als im Rest der Republik. Bundesweit lag der Verbrauch pro Kopf laut Bundesumweltamt 2018 bei 121 Litern Wasser am Tag. Alle, die nicht schon seit Jahren im Verbandsgebiet leben und die mehr als 105 Liter Wasser am Tag verbrauchen, müssen bald mit einer Geldstrafe rechnen. Begründung des WSE: Tesla braucht sehr viel Wasser für die Produktion. Die läuft aktuell gerade mal auf der ersten Ausbaustufe.

Politik hat Befürchtungen der Bevölkerung und Mahnungen des Wasserverbandes ignoriert

Die Mitteilung des WSE ist Wasser auf die Mühlen der Tesla-Kritiker und Umweltschützer. Die hatten – wie der WSE auch – vor einem gravierenden Trinkwasserproblem gewarnt, wenn die Gigafactory in Betrieb geht. Diese ist zumindest in Teilen in einem Grundwasserschutzgebiet gebaut. Zudem ist der erwartete Wasserverbrauch durch Tesla in Grünheide so hoch, dass er nicht durch das vorhandene Grundwasser gedeckt werden kann. 

Die Wasser-Befürchtungen der Tesla-Kritiker werden nun offenbar sehr schneller wahr und der WSE muss umsetzen, was die rot-grün-schwarze Regierung in Brandenburg gegen erheblichen Widerstand aus der Bevölkerung in einem beachtlichen behördlichen Verfahren gestattet hat. Immerhin hat der grüne Umweltminister Axel Vogel die Fabrik mit genehmigt.

Fazit: Die Gigafactory kann für die Politik zu einem Bumerang werden. Trinkwasser-Rationierungen für die eigene Bevölkerung, damit ein vom deutschen Steuerzahler hoch subventioniertes US-Unternehmen Profit machen kann – das dürfte für viele Wähler nur schwer zu schlucken sein. Darüber hinaus dürften mittelfristig die Immobilienpreise östlich von Berlin parallel zum Grundwasserspiegel absacken.

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