Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1383
Ökodesign-Verordnung verlangt in Zukunft reparierbarkeit

EU mit Vorgaben zur Reparierbarkeit

Die EU wird in Zukunft Vorgaben zur Reparierbarkeit von Elektrogeräten machen. Im Rahmen des sogenannten Winterpakets will die EU die Ökodesign-Richtlinie für viele Elektrogeräte überarbeiten. Die Reparierbarkeit wird in Zukunft gefordert. Das zeigen die ersten überarbeiteten Vorgaben...

Die EU wird Unternehmen künftig deutlich mehr Produktvorgaben machen. Im Rahmen der Überarbeitung der Ökodesign-Richtlinie wird die EU etliche Vorschriften zur Reparierbarkeit von Produkten machen. Die Richtline regelt die Gestaltung von zahlreichen Produkten, die für den Energieverbrauch relevant sind. Sie betrifft sehr viele Produkte vom Staubsauger bis hin zu Dämmstoffen. Bisher wurde damit nur der Energieverbrauch reglementiert.

Materialverbrauch verringern

Ziel der EU ist es, den Materialverbrauch zu verringern. Die Union weitet ihren umweltpolitischen Fokus vom Energieverbrauch auch auf Wiederverwertung und die Langlebigkeit von Produkten aus. Das zeigen Regelungen wie das schon im Oktober beschlossene Verbot von Plastik-Wegwerfprodukten (Einweggeschirr, Strohhalmen) ab 2021. Auch die im Mai letzten Jahres beschlossenen deutlich höheren Recyclingquoten für Siedlungsabfall zielen in diese Richtung.

Aktuell überarbeitet wurden die Regelungen für Beleuchtungen sowie Kühl- und Gefriergeräte. Leuchten sollen demnach in Zukunft so gestaltet werden, dass Leuchtmittel einfach ersetzt werden können. Ist das nicht möglich, müssen die Verbraucher darüber informiert werden. Bei den Kühlgeräten werden Hersteller in Zukunft dazu verpflichtet, bestimmte Ersatzteile vorzuhalten. Diese müssen mit herkömmlichen Werkzeugen austauschbar sein und die Reparatur-Informationen müssen frei zur Verfügung stehen.

Überarbeitete Richtlinien

Im Rahmen des sogenannten „Winterpakets" sollen nun die Ökodesign-Richtlinien für viele Produkte überarbeitet werden. Betroffen sind Fernsehgeräte und Displays, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Transformatoren, Motoren, gewerbliche Kühlgeräte, Netzteile und Schweißgeräte. Bei allen diesen Produkten (außer den einfachen wie Netzteilen) werden in Zukunft konkrete Vorgaben zur Reparierbarkeit gemacht.

Hersteller werden darum ihre Produktion umstellen müssen. Bisher waren bei vielen Produkten größere Module zum Austausch vorgesehen, wenn einzelne Teile ausfielen. So müssen z. B. bei Autoherstellern ganze Scheinwerfer ausgetauscht werden, wenn die langlebigen LED-Birnen ausfallen. In Zukunft müssen die Hersteller die Produkte wieder so gestalten, dass Teile, die öfter ausfallen können, zugänglich und austauschbar sind. Nur bei TV-Geräten ist eine Reparatur nicht vorgesehen.

Fazit:

Die überarbeiteten EU Ökodesign-Richtlinien greifen stark in die Produktgestaltungsspielräume der Hersteller ein. Die Produkte müssen wieder reparierbar werden. Die klaren Vorgaben eröffnen aber auch Marktchancen in der Reparatur für kleine Anbieter.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Nachhaltigkeit beim Stiftungsvermögen: Tiefe Einblicke und Diversität in Kooperationen

Von Datenlieferanten bis Beratungsnetzwerke: Wie Vermögensmanager ihre Nachhaltigkeitsstrategien stärken

Kollage Verlag Fuchsbriefe © Bild: envato elements
Um die nachhaltige Kapitalanlage zu stärken, setzen Vermögensmanager auf die Zusammenarbeit mit externen Instituten. Eine Analyse der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz von 25 Organisationen enthüllt nicht nur eine reiche Vielfalt an Kooperationen, sondern auch signifikante Unterschiede in der Integration dieser Partnerschaften in ihre Nachhaltigkeitsstrategien.
  • Fuchs plus
  • Logistik und Nachhaltigkeit

Elektro-LKW bei Österreichischer Post

Die Österreichische Post hat erstmals zwei Elektro-Lkw im Einsatz. Transportiert werden internationale Sendungen. Damit lassen sich rund 117 Tonnen direkte CO2-Emissionen pro Jahr einsparen.
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 42

Geldtipp – Pferdchen trifft Fuchs: Wie Anleger Steuern vermeiden können

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Der Fiskus möchte an den Kapitaleinkünften mitverdienen. Pferdchen und Fuchs analysieren in der 42. Folge des Geldtipp-Podcasts, welche Steuern auf Kapitalerträge anfallen können und was beim Umgang mit den Finanzamt beachtet werden muss.
Neueste Artikel
  • Ranglisten-Update im Performance-Projekt 6: Die besten Vermögensverwalter im Vergleich zur Benchmark

Performance-Analyse: Diese Vermögensverwalter stiegen auf

Thumb Performance-Projekt 6. Bild erstellt mit DALL*E
Welche Vermögensverwalter verbesserten im Performance-Projekt 6 – Depot Stiftungsvermögen – ihre Position im Vergleich zur Benchmark und welche blieben konstant? Unsere Analyse zeigt, wer die Rangliste anführt und wer zurückfiel.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen: Donner & Reuschel in der Gesamtbeurteilung 2024

Ohne Fleiß, kein Preis – doch ist Fleiß nicht alles

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Donner & Reuschel zeigt sich bereits bei der Kommunikation im Vorfeld des Anlagekonzepts für die Stiftung Fliege sehr empathisch und interessiert. Diese Hinwendung zum möglichen Kunden erlebt man nicht allzu oft und es steigert die Erwartungen der Stiftung, die ihre 3 Millionen Euro einem neuen Vermögensverwalter anvertrauen will. Die Privatbank Donner & Reuschel konzentriert sich seit 2017 ganz auf vermögende Kunden und eröffnete in der Folge Niederlassungen in Bremen, Düsseldorf und Stuttgart.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen: DGK & Co. in der Gesamtbeurteilung 2024

DGK: Wo Empathie manche Lücke füllt

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
In der Kürze liegt die Würze – Das Sprichwort bekommt durch den Vorschlag von DGK eine neue, erfrischende Bedeutung: Wo andere Anbieter – in allen Ehren – den doppelten bis dreifachen Platz benötigen, kommt der Hamburger Vermögensverwalter mit einem äußerst informativen Anschreiben, zwei intelligenten Rückfragen und einem siebenseitigen Vorschlag aus. Vor allem die Rückfragen zeigen, dass man sich intensiv mit der Stiftung befasst. Man verspricht Maßarbeit. Das macht Lust auf mehr.
Zum Seitenanfang