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2010
Kontinuität in Frankreich nach der Wahl

Macron stellt schon den Champagner kalt

Emmanuel Macron hält eine Rede. © MAXPPP / dpa / picture alliance
Am Wochenende treten Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Herausforderin Marine Le Pen in der Stichwahl um das Präsidentschaftsamt gegeneinander an. Die Umfragen signalisieren bereits deutlich, wer die Wahl gewinnen wird.
Frankreichs amtierender Präsident Emmanuel Macron steuert auf seine zweite Amtszeit zu (zuletzt FB vom 04.04.2022). Am kommenden Sonntag (24.04.) wird er die Stichwahl gegen Marine Le Pen klar für sich entscheiden. Die letzte Hürde - das französische TV Duell - hat er für sich entschieden. Zwei Drittel der Zuschauer sahen Macron als Sieger aus der Debatte hervorgehen. Auch in den Wahlumfragen hat er wieder Boden gut gemacht. Macron kann mit 55% der Stimmen rechnen, Le Pen mit 45%.

Le Pens medial hochgepuscht

Die Befürchtungen, dass die rechtspopulistische und euroskeptische Marine Le Pen die Wahlen gewinnen könnte, sind medial hochgespielt. Zwar stimmt es, dass sich ihre Beliebtheitswerte seit der vorigen Wahl deutlich verbessert haben. Der gesamte politische Diskurs Frankreichs ist in den vergangenen Jahren aber deutlich konservativer geworden. 

Diese Verschiebungen reichen allerdings nicht, um Macron zu schlagen. Denn auch er hat sich angepasst und ist konservativer geworden. In der Migrationsfrage vertritt er mehr "Hardliner-Positionen" als früher, verfolgt eine konservative auf Atomkraft und Erneuerbare setzende Energiepolitik, befürwortet eine Erhöhung des Militäretats und will den Sozialhaushalt reduzieren. Zudem werden sich die Franzosen genau überlegen, ob sie in der aktuellen europäischen Kriegs-Situation mit einer neuen Präsidentin Le Pen wirklich am Fundament der europäischen Integration sägen wollen.

Fazit: Macron wird die Wahl am Sonntag für sich entscheiden. Da Macron danach nicht mehr als Präsidentschaftskandidat antreten kann, sind von ihm in der nächsten Amtszeit stärkere Impulse zu erwarten.

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