Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
687
Kaum Reformen in der EU im nächsten Jahr

Programm im luftleeren Raum

Die EU-Kommission hat sich für das letzte volle Amtsjahr der derzeitigen Mannschaft ein umfangreiches Programm vorgenommen. Überschattet von den Brexitverhandlungen und Reformdiskussionen wird es nur zu Teilen erfüllt werden.

Das letzte Jahr der 2019 scheidenden Mannschaft Jean-Claude Junckers wird von zwei zentralen Themen beherrscht. Zum einen stehen die Brexit-Verhandlungen mit UK an; dann die Reformdiskussion für die Zeit nach 2019/20. Der anlaufende Wahlkampf für die Wahl zum Europa-Parlament 2019 bremst die Initiativen der Kommission. Die Auseinandersetzung mit Polen um die dortige Justizreform wird noch einmal die Hilflosigkeit der EU, ihre Prinzipien durchzusetzen, verdeutlichen. Denn Ungarn wird ein Veto gegen Strafmaßnahmen nach Art. 7 EU-Vertrag einlegen.

Europa steckt fest. Es gibt keinen Übereinstimmung, dass eine stetige Erweiterung und Vertiefung der richtige Weg in die Zukunft ist. Die Reformideen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron aus dem Sommer, die genau in diese Richtung weisen, finden nach der medialen Anfangseuphorie ein zunehmend geteiltes bis ablehnendes Echo. Vor allem die osteuropäischen Wisegrad-Staaten setzen sich von solchen Vorstellungen ab.

Ladenhüter im Arbeitsprogramm

Im Arbeitsprogramm für Wirtschaft und Währung befinden sich etliche Ladenhüter. Bei 66 vorgelegten Vorhaben ist nicht zu erkennen, welche davon entscheidungs- oder gar umsetzungsreif sein werden.

Mit auf dem Programm steht der Ausbau der Wirtschafts- und Währungsunion. Dazu gehört der – im Grunde unumstrittene – Umbau des Europäischen Stabilitäts-Mechanismus (ESM) in einen Europäischen Währungsfonds (EWF). Doch rechnen wir diesbezüglich nicht mit Entscheidungen. Zu viele Details sind nicht ausdiskutiert oder gar entscheidungsreif. Die Verankerung des Fiskalpakts im europäischen Recht erwarten wir frühestens 2020.

Schleppende Steuerhamonisierung

In Sachen Steuerharmonisierung bleibt es beim bisherigen Schneckentempo. Die Vorstellungen für eine gemeinsame Berechnung der Bemessungsgrundlagen bei der Unternehmensbesteuerung könnten 2018 konkreter werden. Beschlüsse werden aber nicht vor 2020 in Kraft treten. Die bereits beschlossene Erleichterung bei der grenzüberschreitenden Mehrwertsteuer wird aus technischen Gründen frühestens 2020 Umsetzung finden.

Fazit: Mit größeren politischen Schritten ist 2018 in der EU nicht zu rechnen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Bodenbildung abgeschlossen

Sojabohnen gefragt

Soybean in hands with soy field in background. © sima / stock.adobe.com
Ein Wetterphänomen, das früher als erwartet auftritt, katapultiert die Soja-Preise nach oben. Die Anbauprognosen sind eindeutig - und wer sie lesen kann, hat eine Handelsidee.
  • Fuchs plus
  • Wochentendenzen vom 7.1.22

Fed bewegt die Märkte

Dollar-Scheine. © 3alexd / Getty Images / iStock
Die US-Notenbank hat die Devisenmärkte mit ihrem Sitzungsprotokoll aufgeschreckt. Nun sind einige Währungen in Bewegung geraten.
  • Fuchs plus
  • Günstige Selfmade-Möbel in Studierenden-WGs

Paletten bei eBay Kleinanzeigen einsammeln

Übereinandergestapelte Europaletten. © PhotoSG / stock.adobe.com
Wegen der Lieferengpässe und der gestiegenen Holzpreise haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, an Holzpaletten zu gelangen. Eine Möglichkeit für Kleinunternehmen, um immerhin die größten Engpässe abzufedern, kann eBay-Kleinanzeigen sein.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Gesetzgeber regelt Steuerbegünstigungen neu

Privatvermögen steuerlich schlechter gestellt

Ein Fall, der in der Praxis oft vorkommt: Eltern übertragen ihren Kindern eine Immobilie. Zur Absicherung und für ihren Lebensunterhalt erhalten die Eltern dafür regelmäßige Zahlungen von ihren Kindern, quasi als Ersatzeinkommen. Was ist dabei steuerlich zu beachten?
  • Fuchs plus
  • Steuervorteile einer Ferienimmobilie nutzen

Spanien-Immobilien sicher kaufen

Herbst und Winter bei mildem Wetter verbringen, das Homeoffice-Laptop dabei neben der Paella-Pfanne und dabei gewohnter Wohnkomfort: Das alles kann auch steuerlich vernünftig und gläubigerzugriffsgeschützt organisiert werden.
  • Fuchs plus
  • Einwanderung verschiebt sich auf Drittstaaten

Integrationsaufwand für Unternehmen steigt

Die Einwanderung nach Deutschland wird in den kommenden Jahren aus anderen Herkunftsländern kommen. In den vergangenen zwanzig Jahren kam ein großer Teil der Einwanderer aus Süd- und Osteuropa. Aus diesen Ländern werden kaum noch Einwanderer kommen. Dafür steigt die Zahl der Migrationswilligen aus anderen Regionen.
Zum Seitenanfang