Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
773
Thailand

Bombenanschläge

Thailands Süden vor neuer Eskalation | © Getty
Thailand hat unter der regierenden Militärjunta einen Weg des wirtschaftlichen Abstiegs eingeschlagen.
Die Militärs können nicht einmal mehr in Thailands Hauptstadt die Sicherheit garantieren. Bangkok erlebte in den letzten Wochen mindestens zwei politisch motivierte Bombenanschläge. Ziele waren ein zentrales Einkaufszentrum und ein Gerichtsgebäude. Die Anschläge richteten überschaubaren Sachschaden an. Aufgrund glücklicher Zufälle wurde nur eine Person verletzt. Im Süden steht unterdessen ein neuerlicher Ausbruch des Bürgerkriegs mit der muslimischen Minderheit bevor. Zuvor hatten die Militärs die von der Regierung Yingluck Shinawatras erzielten Abkommen mit den Rebellen über Amnestien und Autonomiezusagen aufgekündigt. Dieser Konflikt kostete seit dem Ausbruch 2004 über 6.000 Menschenleben. Yingluck hatte den diplomatischen Erfolg durch die Vermittlung des mehrheitlich muslimischen Malaysia erzielt. Die Regierung in Kuala Lumpur hat eine Kooperation mit den thailändischen Militärs bereits abgelehnt. Unterm Strich wird die bereits schwache wirtschaftliche Entwicklung Thailands weiter geschwächt. Der im jüngsten Bericht der Notenbank als Wachstumsmotor genannte Tourismus ist besonders bedroht. Die muslimischen Rebellen haben schon früher mit Anschlägen in den Touristenzentren des Südens reagiert. Sie werden dies auch wieder tun. Die Investitionen und der Konsum der Privaten leiden vor allem unter der politischen Unsicherheit. Sie entsteht zwangsläufig aus den ungelösten sozialen Konflikten. Die Militärs wollen diese Konflikte nicht lösen, sondern verhalten sich wie eine Bürgerkriegspartei. Die jüngste Zahlungsbilanz lässt erkennen, dass sowohl thailändische Vermögen als auch ausländische Anlagen ins Ausland abfließen. Das läuft auf eine weitere Abschwächung der Investitionen und des Wachstumstrends hinaus.

Fazit: Vorsicht ist geboten. Neue Engagements sollten zurückgestellt werden, weil sich wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen verschlechtern werden.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • So rechnet der Betrieb richtig

Wenn Urlaub zu Geld wird

Urlaub ist laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) zur Erholung da. Daher darf der Arbeitgeber dem Mitarbeiter diese Zeit eigentlich auch nicht in Geld umwandeln. Aber es gibt Ausnahmen: Wird das Arbeitsverhältnis beendet und es gibt noch ungenutzte Ansprüche, sind diese in Geld auszuzahlen. Nur: Wie berechnen sich die abgegoltenen Urlaubtage?
  • Fuchs plus
  • BMWi schüttet das Füllhorn aus

Neues Förderprogramm zur Digitalisierung

Ein neues Programm des BMWi fördert Digitalisierungsvorhaben. Die Palette reicht von Hardware, über Software bis hin zu Fortbildungen.
  • Im Fokus: Vegane Aktien

Alternative Ernährung bringt Gewinn

Immer mehr Menschen leben vegan. Copyright: Pexels
Vegane Lebensmittel erleben einen wahren Boom. Abgesehen von einigen Highflyern wie Beyond Meat profitieren aber noch einige mehr Unternehmen von dem Trend. Viele davon sind einer breiten Masse von Anlegern aber noch nicht bekannt. Wir bringen Licht ins Dunkel.
Neueste Artikel
  • Im Fokus: Insurtech-Aktien

InsureTechs verändern der Policen-Vertrieb

Insurtech ist der große Trend in der Versicherungsbranche. Copyright: Pixabay
Das, was FinTechs für die Banken sind, das sind InsureTechs für die Versicherungsbranchen - eine scharfe Konkurrenz. Die auf Versicherungen spezialisierten Tech-Unternehmen verändern die Vertriebsstrukturen und beanspruchen immer größere Stücke vom Provisionskuchen. Davon können auch Anleger profitieren.
  • Fuchs plus
  • Kombinierte Fisch- und Pflanzenzucht im Feldversuch

Aquaponik als Chance für Agrar-Unternehmen

Die Nahrungsmittelproduktion der Zukunft ist eine Herausforderung. Ein deutsches Unternehmen an der Müritz hat nun einen zukunftsweisenden Feldversuch abgeschlossen. Es wurde ermittelt, unter welchen Bedingungen die Kombination von Fisch- und Pflanzenzucht rentabel ist.
  • Fuchs plus
  • Weberbank AG, TOPS 2021, Beratungsgespräch

Gut strukturiert und freundlich

Wie schlägt sich die Weberbank im Markttest Nachhaltigkeit? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
"Nachhaltigkeit" steht offenbar nicht im Fokus der Berliner Weberbank – zumindest nicht, wenn man sich an der eigenen Homepage orientiert. Als nachhaltig interessierter Kunde muss man sich erst einmal aufwendig durchscrollen, bis man schließlich auf die "Leitlinie für verantwortungsvolles und nachhaltiges Investieren in der Weberbank" stößt. Hier erfährt der Kunde mehr über die Ausschlusskriterien der Tochtergesellschaft der Mittelbrandenburgischen Sparkasse und ist an einem Termin interessiert.
Zum Seitenanfang