Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
742
Sicherheitspolitik

Fernziel Sicherheitsrat

Deutschlands neue Haltung zu internationalen Militäreinsätzen hat einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zum Ziel.
Deutschlands neue Haltung zu internationalen Militäreinsätzen hat einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zum Ziel. Diesen hatte schon die rot-grüne Schröder-Regierung angestrebt, sie war damit aber gescheitert. Deutschland hatte sich dem Irak-Einsatz gegen Saddam Hussein verweigert und damit die USA gegen sich. Zudem trug Deutschland unter Europas Wirtschaftsmächten die „rote Laterne“.
Die GroKo hat das Ziel „ständiger Sitz“ unter deutlich besseren Rahmenbedingungen wieder aufgenommen. Die USA sind national und international geschwächt. Ihr Wort hat heute weniger Gewicht als noch vor zehn Jahren. Das gilt auch für die UN-Vetomächte Frankreich und Großbritannien. Die wirtschaftliche und politische Bedeutung Deutschlands ist dagegen in den letzten Jahren stark gewachsen.
Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seinem Besuch in Indien jüngst offen für einen ständigen Sitz geworben. Um sich dem „würdig“ zu erweisen, muss die Bundesregierung ihre Bereitschaft zeigen, mehr Verantwortung in der Welt zu übernehmen. Bisher kann Deutschland nur alle sieben Jahre einen nicht ständigen Sitz im Sicherheitsrat innehaben. Dort fallen wichtige Entscheidungen über internationale militärische Einsätze.
Entsprechend stießen auf der jüngsten Münchner Sicherheitskonferenz drei führende Politiker ins gleiche Horn. Neben Gauck auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Alle drei wissen, dass so viel Interessenpolitik für deutsche Ohren schwer erträglich ist. Deshalb kleiden sie die neue deutsche Doktrin in wohlfeilere Worte und betonen den humanitären Anstrich von deutschen Kriegseinsätzen.
In Afrika will die Bundesregierung jetzt beweisen, dass sie es ernst meint. Ein neues Afrika-Konzept unter Federführung des Auswärtigen Amts wird damit zur inoffiziellen Bewerbung um einen ständigen Sitz. Das Konzept bezweckt Folgendes:
Afrika-Einsätzen einen Rahmen zu verleihen.
Deutschland nach außen neu zu präsentieren – vor allem gegenüber seinen EU-Partnern.
den Balanceakt zwischen Deutschlands Verantwortung und der Ertüchtigungsinitiative des Landes zu bewältigen. Die Initiative beschränkt deutsche Einsätze auf Ausbildung und Bereitstellung von Logistik.

Fazit: Allgemein humanitäre Aspekte werden schon eine Rolle spielen, wenn Bundesregierungen künftig das Leben deutscher Soldaten in Afrika und anderswo in der Welt aufs Spiel setzen. Das klare politische Interesse aber ist eine Aufwertung Deutschlands und mehr Mitsprache in den Vereinten Nationen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • DIHK lädt zur Diskussion ein

Investitionsschutz für den Ukraine-Aufbau

Ukraine. © Harvepino / Getty Images / iStock
Noch tobt der Ukraine-Krieg, aber bereits jetzt gibt es Überlegungen, wie die Ukraine wieder aufgebaut werden kann. Für Unternehmen eine relevante Frage: Wie lassen sich Risiken abmildern? Um diese Fragen zu klären, lädt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Ende Januar zum Gespräch ein.
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit Finanzoo

Anglogold verkaufen

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Unsere Spekulation auf einen steilen Anstieg der Gold-Aktien ist sogar noch weiter gelaufen. Die automatische Bilanzanalyse von Finanzoo zeigt nun aber an, dass die Aktie fundamental in die Überbewertung hineinläuft. Wir realisieren unseren Gewinn.
  • Fuchs plus
  • Moskau fragt in Stockholm nach Ermittlungsergebnissen

Schweden schweigt zu Anschlag auf Nord Stream

(c) picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner
Was geschah bei der Sprengung von Nord Stream 2 und wer ist dafür verantwortlich? Diese Frage beschäftigt noch immer viele Menschen und auch den russischen Generalstaatsanwalt. Der hatte jetzt erneut eine Anfrage an die schwedischen Ermittlungsbehörden gestellt. Doch die ignorieren die Anfrage wiederholt. Eine Antwort an Moskau würde Schweden massiv gefährden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit Finanzoo

Anglogold verkaufen

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Unsere Spekulation auf einen steilen Anstieg der Gold-Aktien ist sogar noch weiter gelaufen. Die automatische Bilanzanalyse von Finanzoo zeigt nun aber an, dass die Aktie fundamental in die Überbewertung hineinläuft. Wir realisieren unseren Gewinn.
  • Fuchs plus
  • Strompreise werden 2023 stark steigen

Zweiter Energiepreis-Schock für deutsche Unternehmen

Stromzähler Close-Up © ghazii / stock.adobe.com
Die Strompreise für Unternehmen werden in diesem Jahr stark steigen. Denn es laufen bremsende Sonderfaktoren aus und viele Unternehmen müssen ihre Verträge verlängern. Das wird die Kosten in einigen Branchen erheblich anheben. FUCHSBRIEFE haben sich eine tiefe Analyse der Allianz angesehen und zeigen die Folgen für Unternehmen und den Standort Deutschland auf.
  • Fuchs plus
  • Weniger als die Hälfte der Unternehmen nutzen die Forschungsförderung

Nutzen Sie die attraktive Forschungszulage

Stapel aus Euro-Münzen © weyo / Fotolia
Die Forschungszulage kann seit Anfang 2020 beantragt werden. Damit können forschende Unternehmen einen Teil ihrer Forschungsausgaben als Förderung erhalten.
Zum Seitenanfang