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Außenpolitik

Thailand: Die Grenzen des Militärs

Bombenanschläge im Süden weisen Thailands Militärs in seine Grenzen.
Thailands Militärjunta hat die formelle Zustimmung der Bevölkerung zur neuen Verfassung per Referendum erhalten. Durchgesetzt hat sie dies mithilfe brutaler Unterdrückung jeglicher oppositioneller Regung. Legitimität wird daraus kaum entstehen. Zunächst war das Referendum selbst eine Farce. Der Text der neuen Verfassung ist nur wenigen Fachleuten bekannt, kaum ein Wähler wusste, worüber abgestimmt wird. Kritische Stellungnahmen, etwa in sozialen Netzwerken wie Facebook, waren unter Strafe gestellt. Gleichzeitig ist klar, dass die Militärs ihre Macht damit soweit abgesichert haben, dass ihrer berüchtigt schamlosen Korruption keine Grenzen mehr gesetzt sind. Zudem haben die Bombenanschläge im Süden bewiesen, dass die Militärs in ihrer Kernkompetenz als Ordnungsfaktor versagen. Sie haben einen bereits befriedeten Konflikt neu angeheizt und konnten auf den Tourismus gezielte Anschläge im Süden nicht verhindern.

Fazit: Die Schläge gegen den Tourismus treffen Thailand auch wirtschaftlich. Sollte es weitere Aktionen dieser Art geben, wird es für die Militärs ähnlich eng wie für die Junta in Ägypten.  

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