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Wie der Auslandsgeheimdienst Mossad Diversität interpretiert

Unorthodoxe Methoden bei der Personalauswahl

Auch westliche Geheimdienste tun sich schwer, fähiges Personal zu finden. Daher werden neben den klassischen Methoden der Personalauswahl neue Kriterien hinzugezogen. Ein Höchstmaß an Diversität ist etwa beim israelischen Mossad das Ziel.

Der israelische Geheimdienst Mossad interpretiert „personelle Diversität" (Vielfalt) neu. Auf seiner Recruitingliste stehen jetzt auch religiös Orthodoxe und Autisten. Auf diese Weise will sich der Mossad deren spezielle Fähigkeiten zu Nutze machen – etwa bei der Interpretation religiös-mystischer Texte oder im IT-Bereich, wo Autisten als besonders begabt gelten. Der Mossad-Auslandsdienst ist mit rund 7.000 Beschäftigten der zweitgrößte unter den westlichen Geheimdiensten – nach den Amerikanern (CIA) und vor den Briten.

Hintergrund: Orthodoxe Juden bedienen sich bei ihren religiösen Talmud-Studien vergleichbarer Methoden zum Text-Verständnis wie sie Mossad-Chef Yossi Cohen sucht. Um die Talmud-Studenten zur Geheimdienstarbeit zu bewegen, wird ihnen eine Teilzeit-Ausbildung wie anschließende Teilzeit-Beschäftigung angeboten. Das lockt durchaus: Auf diese Weise müssen die jungen Männer nicht mehr ausschließlich von der Arbeit ihrer Frauen leben, sondern tragen selbst zum Familieneinkommen bei. Zu Beginn des Programms gab es rund 2.000 Bewerbungen, von denen 10% von Mossad ausgewählt wurden.

Fazit: Gerade größere Betriebe, die spezielle Fähigkeiten benötigen, sollten eine solchen Herangehensweise in Betracht ziehen. Querdenken bei der Personalanwerbung und -auswahl kann sich lohnen.

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