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Wie transparent sind die Compliance-Maßnahmen?

Was ist das Gegenteil von Vorbild? Die Deutsche Bank.

Bei der Deutsche Bank tragen Investoren aus Compliancesicht nach wie vor hohe Risiken.
Auch nach zahllosen Skandalen und Prozessen und entsprechenden Kursverlusten scheint es die Deutsche Bank nicht für nötig zu halten, Investoren ihre Compliance-Maßnahmen transparent darzustellen.

Die Aufräumarbeiten sollen endlich vorüber sein. Die Haupteigentümer, das Scheichtum Katar und die chinesische HNA, glauben daran und zogen bei der aktuellen acht Mrd. Euro schweren Kapitalerhöhung mit. Aber bei diesen Anteilseignern dürfte das Gespür für Compliancerisiken nicht so ausgeprägt sein. Beim Publikum hierzulande schon. Der Vertrauensverlust ist immer noch groß.

Das Sündenregister reicht von Razzien wegen Betrugsverdacht, Manipulation der Leitzinsen, bis hin zu endlosen Entschädigungszahlungen wegen irreführender Finanzprodukte, Beihilfe zu Steuervermeidung, e tutti quanti. Als systemrelevante Bank muss sie künftig wohl auch höhere Mindestvorgaben beim Eigenkapital erfüllen. Vorstandschef John Cryan hat den Vorstand komplett umgebaut und Compliance verstärkt. Ein Kulturwandel ist eingeleitet, steckt aber noch in den Anfängen.

Verhaltenskodex

Ein sehr dürftiger Verhaltenskodex. Wer auch immer der Autor sein mag – der Vorstand ist komplett unsichtbar – es kam ihm vor allem auf die Außenwirkung an, weniger auf eine echte Hilfestellung an die Mitarbeiter, um Rechtsverstöße zu verhindern.

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