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Corona als Risiko für den Kaffeepreis

Schwarze Bohne im Aufwärtstrend

Das Angebotsdefizit bei Kaffee wird durch das Corona-Virus verstärkt. Copyright: Pixabay
Beim Kaffeepreis deutet sich eine Wende an. Die Schwarze Bohne kostet je Pfund bereits wieder deutlich mehr als 1 US-Dollar. Es gibt einen Preistreiber. Und ein Risiko.

Nach der kräftigen Korrektur des Kaffeepreises im Januar deutet sich inzwischen wieder ein zaghafter Aufwärtstrend bei der „Schwarzen Bohne“ an. Notierte Kaffee Mitte Dezember noch bei Kursen um 140 US-Cent je Pfund, sackte der Kaffeepreis bis Ende Januar sogar kurzzeitig unter die Marke von 100 US-Cent je Pfund. Innerhalb von gerade einmal sechs Handelswochen ist der Preis des Kaffee-Futures an der Warenterminbörse in New York somit um knapp 30% gefallen. Inzwischen ziehen die Kaffeenotierungen an der NYBoT wieder deutlicher an. Mit aktuell rund 115 US-Cent je Pfund handelt Kaffee erneut deutlich oberhalb der 1-US-Dollar-Marke.

Es bestehen gute Chancen, dass der Kaffeepreis nun wieder Fuß fasst. Denn der globale Kaffeemarkt dürfte nach einem deutlichen Überschuss im vergangenen Jahr nun in ein Defizit rutschen. Zwar wird insbesondere bei Arabica-Kaffee ein steiler Anstieg der Produktion erwartet. Das sollte den derzeit angespannten physischen Markt in Brasilien entspannen. Doch die letzte niedrige brasilianische Ernte hat maßgeblich dazu beigetragen, dass 2019/20 auch die weltweite Produktion von Kaffee leicht rückläufig sein dürfte.

Reduzierte Defizitschätzung

Die Internationale Kaffeeorganisation ICO hat in dieser Woche ihre Schätzung für das Defizit von 626.000 Sack auf 480.000 Sack reduziert. Sie verweist dabei auf das Corona-Virus als beachtliches Risiko auf der Nachfrageseite. Es verwundere auch nicht, dass die Exporte schleppender als im Vorjahr laufen. Nach jüngsten Angaben der ICO wurden im Januar 2020 weltweit 8% weniger Kaffee exportiert als vor einem Jahr. Die Exporte aus Südamerika lagen sogar 10% unter Vorjahresniveau.

Fazit: Der Kaffeemarkt dürfte in diesem Jahr in ein Defizit rutschen. Das wird die Preise steigen lassen. Empfehlung: Mit einem Hebel-Long-Zertifikat (Beispiel ISIN: DE 000 CU0 097 7) können Sie an steigenden Preisen partizipieren.
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