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Der Eurokurs bewegt sich kaum

Spuren im Sand

Personalpolitik beherrscht in diesen Tagen die Schlagzeilen, auch der ökonomischen Analysen. Doch für die Wechselkurse hat das kurzfristig wenig Bedeutung. Hier zählen Daten. Für den Euro ergibt das eine eigentümlich Konstellation.

Viel Lärm um Nichts?

Es hat eine Menge Bewegung gegeben in und um Brüssel, die aber kaum Spuren im Eurokurs hinterließ. So wurde mit Christine Lagarde nun eine EZB-Chefin benannt, die längst nicht alle Beobachter auf dem Zettel hatten. Von ihr wird wenig überraschend eine Fortsetzung der Politik Draghis erwartet. Allerdings steckt in der Personalie „Lagarde" Überraschungspotenzial, denn sie entstammt eben nicht den üblichen französischen Kaderschmieden, die ihr verwehrt blieben. Ihre berufliche Karriere und der Einstieg in die Politik fanden in den USA statt. Sie ist also dem französischen Apparat kaum verpflichtet.

Indes bleibt auch mit Lagarde auf dem Chefsessel der Spielraum der EZB überschaubar. Das Wachstumstempo geht zurück und die Inflation bleibt mit 1,2% schwach. Die schwächeren Umsätze der Einzelhändler (zuletzt -0,3% nach -0,1% zum Vormonat) lassen auch kein Anziehen Richtung 2%-Ziel erwarten.

Lockerungsübungen der Geldpolitik

Der Kern der Schwäche liegt in der verarbeitenden Industrie und im Export. Immerhin arbeitete sich der Gesamtindex mit 52,2 nach 51,8 Punkten dank besserer Daten der Dienstleister (53,6 nach 52,9 Punkten) weiter in den positiven Bereich hinein. Der ohnehin unter dem Strich liegende Index der verarbeitenden Industrie gibt noch einmal leicht von 47,7 auf 47,6 Punkte nach.

Von daher sind erneute Lockerungen wahrscheinlicher als eine Normalisierung der Zinsen. Für eine abwartende Politik spricht auch, dass das Risiko eines offenen Handelskonflikts mit den USA steigt. Zumal US-Präsident Donald inzwischen auch von „Währungsmanipulation" spricht.

Fazit

Beim Euro erwarten wir wenig Bewegung. Er bleibt unattraktiv als Anlagewährung, wird aber optisch gestützt durch die Schwäche des Dollar.

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