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Indonesien und China dominieren Nickel-Markt

US-Ministerium schlägt Alarm wegen Nickel-Preis

Der Nickel-Markt ist an einem Drehpunkt angekommen. Der Preisverfall des Metalls ist inzwischen so groß, dass etliche Explorer und Produzenten aus dem Markt gehen. Das wird die marktbeherrschende Stellung Indonesiens, das eng mit China zusammenarbeitet, noch vergrößern. Diese Erkenntnis hat im US-Energieministerium bereits Alarm ausgelöst.

Am Nickel-Markt kommen verschiedene Entwicklungen zusammen, die in den nächsten Monaten erheblichen Einfluss auf den Nickel-Preis haben dürften. Vor allem zwei Faktoren, die den Nickel-Preis in den vergangenen Monaten massiv nach unten getrieben haben, verkehren sich in ihr Gegenteil.

Der Nickel-Markt und somit der Preis des Metalls wurden schon 2023 von Indonesien massiv unter Druck gesetzt worden. Chinesische Investitionen in Indonesien haben die Nickel-Produktion explodieren lassen. Das Reich der Mitte wollte seinen hohen Nickelbedarf für E-Autos und für die Produktion von rostfreiem Stahl decken. Der Nickelverbrauch der Welt ist 2023 auf 3,2 Mio. Tonnen gestiegen (+7%).

Nickel-Markt am Drehpunkt

Indonesien war, angeschoben durch chinesische Investitionen, binnen weniger Jahre zum größten Nickel-Produzenten der Welt geworden. Allein im Jahr 2023 kletterte der Marktanteil des Landes am globalen Nickel-Markt von 43% auf 55%. Aufgrund der hochgeschraubten Exporte fiel der Nickel-Preis um gut 46% auf 16.000 US-Dollar je Tonne.   

Der Nickel-Markt ist an einem Drehpunkt angekommen. Die Nachfrage nach Nickel geht derzeit zurück. Einerseits wächst vor allem der chinesische Markt für E-Autos nicht mehr so rasant. Andererseits werde vermehrt Batterien ohne den Einsatz von Nickel produziert.

Produzenten unter existenziellem Druck

Die schrumpfende Nachfrage bei zugleich steil gefallenem Preis setzt etliche Produzenten inzwischen unter existenziellen Druck. Nahezu die Hälfte der Explorer und Nickel-Verarbeiter könne derzeit nicht kostendeckend produzieren, so Schätzungen von Marktkennern. 

Erste Unternehmen haben den Betrieb ihrer Nickel-Minen und Verarbeitungsanlagen bereits eingestellt. Andere (z.B. die australische BHP) erwägen solche Schritte oder den Verkauf der Minen. Die australische IGO muss die erst vor 18 Monaten erworbene Cosmos Nickel-Mine abschreiben. Der Hersteller First Quantum hat sich entschlossen, seine Raventhorpe Mine für zwei Jahre stillzulegen. Der schweizerische Rohstoff-Konzern Glencore beschäftigt sich mit Plänen, die Nickel-Produktion auszusetzen und seine Beteiligung (knapp 50%) an der Koniambo-Mine im französischen Neukaledonien im Südpazifik zu verkaufen.

Indonesien wird seinen Marktanteil ausbauen

Der Marktanteil Indonesiens wird sich darum absehbar stark erhöhen. Die australische Macquarie Bank, die zu den intensiven Beobachtern der Metallmärkte zählt, rechnet mit einem steigenden Marktanteil des Landes. Denn Indonesien produziert deutlich günstiger als Unternehmen in vielen anderen Ländern. 

Diese Perspektive hat in Paris und Washington Alarm ausgelöst. Es wird befürchtet, dass China über Indonesien fast den gesamten Nickel-Bergbau in die eigenen Hände bekommt. Das amerikanische Department of Energy hat die Vorgänge in Indonesien inzwischen als “Bedrohung” klassifiziert. Auf der anderen Seite sieht Korea Zinc, der größte Zinkschmelzer der Welt, die derzeitige Situation als gute Chance, in den Nickel-Markt einzusteigen. Das Unternehmen baut sein bisher noch kleines Nickel-Geschäft zielstrebig aus.

Fazit: Am Nickelmarkt baut sich absehbar ein signifikanter Angebotsrückgang auf. Parallel dazu dürfte die dominante Stellung Indonesiens und mittelbar Chinas noch Gewicht gewinnen. Der Preis für Nickel wird die Entwicklung vorwegnehmen und wieder steigen. Unternehmen sollten sich jetzt über langfristige Verträge den aktuell günstigen Preis sichern.
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