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Australier profitieren von geografischer Nähe zu China

Fortescue Metals geht neue Kooperationen ein

Bagger ©JoshFernandes2021
Von Australien ist es nur ein vergleichsweise kurzer Weg bis nach China. Das australische Unternehmen Fortescue Metals profitiert daher besonders von den Corona-Lockerungen im Reich der Mitte. Zudem hat das Unternehmen einen neuen Wachstumsbereich für sich entdeckt.

Der australische Minenkonzern Fortescue Metals dürfte aufgrund seiner geografischen Nähe zu China besonders vom Rohstoff-Hunger der Volksrepublik profitieren. Der Minenkonzern mit Sitz im australischen Perth fördert Eisenerz, kritische Metalle und Seltene Erden und fokussiert insbesondere auf die Märkte China, Australien und den asiatischen Raum. 

Eigenen Angaben zufolge ist Fortescue der viertgrößte Eisenerzproduzent der Welt. Dem Unternehmen gehört ein Gebiet von rund 88.000 km², was in etwa der doppelten Größe der Schweiz entspricht. Im Vergleich dazu besitzen Rio Tinto 11.000 km² und BHP Billiton 7.000 km². Dieses gigantische Landeigentum in der Pilbara-Region macht das Unternehmen zum Eigentümer eines Eisenerzvorkommens von rund 2 Milliarden Tonnen. 

Wasserstoff bietet Wachstumspotential

Zudem hat das Unternehmen eine interessante (grüne) Wasserstoff-Perspektive. Das zeigen gleich mehrere aktuelle Meldungen:

  • So hat die Regierung Aserbaidshans mit Fortescue Future Industries im Dezember eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam potentielle grüne Wasserstoff- und erneuerbare Energieprojekte in Aserbaidschan in einem Volumen von bis zu 12 GW zu entwickeln. 
  • Wenige Tage später meldete Fortescue Future Industries gemeinsam mit Siemens Energy Großbritannien den Start eines gemeinsamen Projekts zum erleichterten Transport von grünem Wasserstoff. 
  • Mit dem Brennstoffzellen-Spezialisten Plug Power ist Fortescue zudem (50/50)-Eigentümer einer Gigafactory für Elektrolyseure. 

Noch ist die „Wasserstoff-Sparte“ relativ klein, doch Fortescue diversifiziert sein Geschäft damit weiter in Richtung zukunftsweisender Technologien. 

Hohe Dividendenrendite und attraktiver Zeitpunkt

Aus fundamentaler Sicht ist die Aktie des australischen Eisenerz-Giganten mit einem KGV unter 11 günstig bewertet. Auch Dividendenjäger dürften an dem Titel Freude haben. Für 2022 wurden 2,07 AUD Dividende je Aktie ausbezahlt – gemessen am aktuellen Kurs errechnet sich eine Ausschüttungsrendite von satten 9,5%. 

Der Blick auf den Kursverlauf verrät: nach rund einjähriger Konsolidierungsphase „arbeitet“ die Aktie gerade an einem Ausbruch nach oben. Einem Anlauf auf das Allzeithoch (ca. 26 AUD) steht nun nur noch eine kleine technische Hürde um 22 AUD entgegen. Das ist eine gute Kaufgelegenheit.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 27,30 AUD, Stopp-Loss unter 18,44 AUD
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