Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
942
500 Millionen Euro will man ab 2021 einsparen

Leoni verordnet sich eine Schlankheitskur

Bereits im letzten Jahr ging es für die Leoni-Aktie kräftig gen Süden, im Jahr 2019 setzte sich dieser Trend fort. Schulden und ein schwächelnder Automobil-Absatz belasten den Konzern. Der Automobilzulieferer ist angeschlagen, aber dennoch nicht chancenlos.

Leoni hatte 2019 AG ein richtig schlechtes Jahr und die Aktie war im freien Fall. Knapp zwei Drittel seines Börsenwerts hat der Automobilzulieferer in diesem Jahr eingebüßt. So tief wie jetzt handelte die Aktie zuletzt auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008/09.

Der Bordnetz-Spezialist hat mit diversen Problemen zu kämpfen. Die schwächere Automobilkonjunktur bremst. Zudem ist Leoni zwar gewachsen, aber nicht profitabel. Die schnelle Expansion rächt sich nun. Der Schuldenberg beläuft sich auf rund 1,2 Mrd. Euro. Nun muss Vorstandschef Aldo Kamper Leoni sparen und will die Kosten bis 2022 um 500 Mio. Euro senken.

Alles muss raus!

Nun will sich der Kabelbaum- und Bordnetz-Spezialist rund 200 Millionen Euro frische Liquidität beschaffen. Leoni prüft außerdem einen Verkauf oder Börsengang der Kabelsparte Wire & Cable. Analysteneinschätzungen zufolge könnte dieser Geschäftsbereich mit 500 bis 600 Mio. Euro bewertet werden. Auch der Immobilienbestand kann versilbert werden. Das Unternehmen führt Grundstücke und Immobilien im Wert von rund 320 Millionen Euro in der Bilanz.

An der Börse notiert Leoni rund 60% unter Buchwert. Leerverkäufer haben den Aktienkurs fest im Griff. Rund 12,3% des Aktienkapitals sind leer verkauft. Wirken die Sanierungsmaßnahmen und müssen sich die Shorties eindecken, dürfte es ziemlich steil nach oben gehen (short squeeze). Der Automobilzulieferer ist zwar angeschlagen, wir halten die Aktie aber dennoch für aussichtsreich. Im Kursverlauf ist auch schon eine vorsichtige Bodenbildung erkennbar.

Empfehlung: kaufen, Bodenbildung beobachten

Kursziel: 14,40 USD, Stop-Loss: unter 7,90 EUR

ISIN: DE 000 540 888 4 | Kurs: 10,26 EUR 

Kurschance: 40% | Verlustrisiko: 23%

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Bolivien geht neue Lithium-Wege

Anleger können über Umwege in Lithium investieren

Salzwüste in Bolivien. Copyright: Pexels
Bolivien will in den kommenden Jahren mehr Lithium zur industriellen Verwendung anbieten. Bei einer Veranstaltung des Staatskonzerns „Yacimientos de Litio Bolivianos“ (YLB) in La Paz stellte der bolivianische Präsident Luis Arce seine neue Lithium-Strategie bis zur 200-Jahrfeier des Landes 2025 vor. Anleger können indirekt profitieren.
  • Fuchs plus
  • Die Währungs-Wochentendenzen vom 30.04. bis 07.05.

Euro testet seine Möglichkeiten aus

Euro testet seine Möglichkeiten aus. Copyright: Pixabay
Der Euro will aus seinen Bandbreiten ausbrechen - zumindest da wo er kann. Denn das ist nicht bei vielen Währungspaaren aktuell der Fall. Bei einer dreht sich der Wind sogar spürbar gegen ihn.
  • Fuchs plus
  • Basisregister und Wirtschaftsnummer kommen

Once Only für Register

Basisregister und Wirtschaftsnummer kommen. Copyright: Pixabay
Das Kabinett hat die Schaffung eines Basisregisters beschlossen. Das soll den bürokratischen Aufwand für Unternehmen reduzieren und die Verwaltung effizienter machen. Profiteur ist dabei vor allem eine Behörde.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Gegen den Yen spekulieren

Japans Wirtschaft schrumpft

Japans Wirtschaft schrumpft. Copyright: Pexels
Wird es im Jahr 2021 Olympische Sommerspiele in Japan geben? Angesichts des schleppenden Impffortschritts und der ungebrochenen dritten Corona-Welle sieht es gelinde gesagt nicht günstig aus. Es ist sinnbildlich für den Zustand Nippons. Die Zeichen stehen auf Rezession.
  • Fuchs plus
  • XTB

Aufs Siegertreppchen hochgestiegen

Wie schlägt sich XTB im FUCHS-Broker Test 2021? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
XTB hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich hochgearbeitet und es nun sogar bis auf Siegertreppchen geschafft. Der Anbieter hat insbesondere im Servicebereich überzeugt und sich damit unter den Top 3 Brokern platziert.
  • Fuchs plus
  • BIZ ruft Steuerpolitik zum Handeln auf

Unvermeidbare Ungleichheit

BIZ ruft Steuerpolitik zum Handeln auf. Copyright: Pixabay
Die enormen Geldschöpfungsorgien der Notenbanken haben zweifellos die Vermögenspreise nach oben katapultiert. Das hat die Zweiteilung der Gesellschaften in Arm und Reich befördert. Doch das sei unvermeidbar gewesen, so die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Jetzt müsse die Politik die Unwuchten beseitigen.
Zum Seitenanfang