Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1455
Delivery Hero

Nahezu heldenhaftes Wachstum

Der in Berlin ansässige Konzern Delivery Hero operiert weltweit. Auch wenn das Unternehmen noch mit roten Zahlen zu kämpfen hat, sprechen die Wachstumsraten für sich. Aktuell notiert der Titel etwa 20% unter dem Allzeithoch. Eine günstige Gelegenheit für einen Einstieg.

Delivery Hero aus Berlin ist einer der weltweit größten und am stärksten diversifizierten Lieferdienste. Es ist in rund 40 Ländern auf sechs Kontinenten vertreten. Neben den Online-Bestellplattformen betreibt Delivery Hero seine eigenen Lieferservices in Großstädten rund um die Welt.

Das Deutschlandgeschäft (Pizza.de, Foodora und Lieferheld) hat Delivery Hero zu Jahresbeginn verkauft (siehe Artikel). Neben Bargeld gab es im Gegenzug eine Aktienbeteiligung an Takeaway (aktueller Anteil 15,5%). Damit profitieren die Berliner indirekt weiter von der Entwicklung in der deutschen Lieferbranche. Und auch wenn das Unternehmen noch rote Zahlen schreibt, hat es beim Umsatzwachstum die Nase vorn. Zweimal während der letzten acht Monate hob das Unternehmen die Umsatzziele an.

Umsatzverdoppelung im zweiten Quartal

Im abgelaufenen zweiten Quartal meldete Delivery Hero einen Umsatzanstieg von 104% auf 314,6 Mio. Euro. Die Zahl der abgewickelten Orders kletterte um satte 67%. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern nun einen Umsatz zwischen 1,3 und 1,4 Mrd. Euro an. Besonders gut lief es in Asien, wo die Bestellungen im Jahresvergleich um 115% zunahmen. Zur Ergebnisentwicklung machte das Unternehmen noch keine konkrete Aussage. Jedoch bekräftigte der „Lieferheld" das Ziel eines bereinigten EBITDA-Verlustes zwischen minus 370 und minus 420 Mio. Euro. Das Europageschäft soll in der zweiten Jahreshälfte bereits den Break Even erreichen.

Der langfristige Aufwärtstrend bei Delivery Hero ist intakt. Vom Allzeithoch bei 53 Euro ist der Titel ein gutes Stück entfernt. Langfristig orientierte Anleger ordern erste Stücke und nutzen schwache Börsentage für Nachkäufe. Die jüngste Fusionswelle in der Branche dürfte auch für Delivery Hero positiv sein – entweder selbst als Käufer oder aus (Teil-)Übernahmeziel.

kap190808_1-4

i

Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2018)*: 665,10 Mio.

Gewinn je Aktie (2018)*: negativ

Marktkapitalisierung*:8,27 Mrd.

KGV (2020e): -

Div.-Rendite: keine

* in EUR

Empfehlung: kaufen, unter 40 Euro aufstocken

Kursziel: 58 EUR, Stop-Loss: unter 34 EUR

ISIN: DE 000 A2E 4K4 3 | Kurs: 43,78 EUR

Kurschance: 32% | Verlustrisiko: 22%

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Verbesserung der ESG-Bilanz wirkt sich positiv aus

Factoring mit Nachhaltigkeits-Bonus

Grüner Sand läuft durch eine Sanduhr. © William_Potter / Getty images / iStock
Das Thema Factoring spielt bei immer mehr Unternehmen eine Rolle. Gerade in unsicheren Zeiten ist es ein guter Schutz gegen Zahlungsausfälle. Auch hier kommt nun das Thema Nachhaltigkeit an. Gut umgesetzt, kann das die Kosten des Verfahrens mildern.
  • Fuchs plus
  • Moskau fragt in Stockholm nach Ermittlungsergebnissen

Schweden schweigt zu Anschlag auf Nord Stream

(c) picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner
Was geschah bei der Sprengung von Nord Stream 2 und wer ist dafür verantwortlich? Diese Frage beschäftigt noch immer viele Menschen und auch den russischen Generalstaatsanwalt. Der hatte jetzt erneut eine Anfrage an die schwedischen Ermittlungsbehörden gestellt. Doch die ignorieren die Anfrage wiederholt. Eine Antwort an Moskau würde Schweden massiv gefährden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Beauty Contest mit organisatorischen und technischen Hürden

Ellwanger & Geiger hätte es fast vergeigt

© FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, Verlag Fuchsbriefe
"Holprig" geht es für Ellwanger & Geiger in den Beauty Contest - die mündliche Prüfung vor der Fachjury. Doch wenn der Anfang schief läuft, kann der weitere Verlauf ja nur besser werden - oder?
  • Fuchs plus
  • Lateinamerikanische Währungspläne mit schwachen Erfolgsaussichten

Aus dem SUR wird (wieder) nichts

Südamerika auf Globus. © Dana Britton / stock.adobe.com
In Lateinamerika ist der Dollar die dominante Handelswährung. Dem wollen die Staaten dort seit jeher etwas entgegensetzen. Nun erblüht erneut die Idee einer gemeinsamen lateinamerikanischen "Währung" – wenigstens zwischen den dortigen "Riesen" Brasilien und Argentinien. Doch erneut wird die Idee an eigenen Unzulänglichkeiten scheitern.
  • Fuchs plus
  • Viele Anleger investieren sehr leichtfertig in Kryptowährungen

Deutsche entdecken Bitcoin & Co

© chombosan / stock.adobe.com
Deutsche Anleger haben im Januar rekordverdächtig in den Bitcoin investiert und setzen auf weitere Kursgewinne. US-Anleger setzen dagegen eher auf weiter fallende Notierungen. Beide Lager jedoch eint, dass sie vor einem Investment kaum recherchieren, sondern vielfach auf den Rat von Freunden hören.
Zum Seitenanfang