Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1685
Delivery Hero

Nahezu heldenhaftes Wachstum

Der in Berlin ansässige Konzern Delivery Hero operiert weltweit. Auch wenn das Unternehmen noch mit roten Zahlen zu kämpfen hat, sprechen die Wachstumsraten für sich. Aktuell notiert der Titel etwa 20% unter dem Allzeithoch. Eine günstige Gelegenheit für einen Einstieg.

Delivery Hero aus Berlin ist einer der weltweit größten und am stärksten diversifizierten Lieferdienste. Es ist in rund 40 Ländern auf sechs Kontinenten vertreten. Neben den Online-Bestellplattformen betreibt Delivery Hero seine eigenen Lieferservices in Großstädten rund um die Welt.

Das Deutschlandgeschäft (Pizza.de, Foodora und Lieferheld) hat Delivery Hero zu Jahresbeginn verkauft (siehe Artikel). Neben Bargeld gab es im Gegenzug eine Aktienbeteiligung an Takeaway (aktueller Anteil 15,5%). Damit profitieren die Berliner indirekt weiter von der Entwicklung in der deutschen Lieferbranche. Und auch wenn das Unternehmen noch rote Zahlen schreibt, hat es beim Umsatzwachstum die Nase vorn. Zweimal während der letzten acht Monate hob das Unternehmen die Umsatzziele an.

Umsatzverdoppelung im zweiten Quartal

Im abgelaufenen zweiten Quartal meldete Delivery Hero einen Umsatzanstieg von 104% auf 314,6 Mio. Euro. Die Zahl der abgewickelten Orders kletterte um satte 67%. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern nun einen Umsatz zwischen 1,3 und 1,4 Mrd. Euro an. Besonders gut lief es in Asien, wo die Bestellungen im Jahresvergleich um 115% zunahmen. Zur Ergebnisentwicklung machte das Unternehmen noch keine konkrete Aussage. Jedoch bekräftigte der „Lieferheld" das Ziel eines bereinigten EBITDA-Verlustes zwischen minus 370 und minus 420 Mio. Euro. Das Europageschäft soll in der zweiten Jahreshälfte bereits den Break Even erreichen.

Der langfristige Aufwärtstrend bei Delivery Hero ist intakt. Vom Allzeithoch bei 53 Euro ist der Titel ein gutes Stück entfernt. Langfristig orientierte Anleger ordern erste Stücke und nutzen schwache Börsentage für Nachkäufe. Die jüngste Fusionswelle in der Branche dürfte auch für Delivery Hero positiv sein – entweder selbst als Käufer oder aus (Teil-)Übernahmeziel.

kap190808_1-4

i

Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2018)*: 665,10 Mio.

Gewinn je Aktie (2018)*: negativ

Marktkapitalisierung*:8,27 Mrd.

KGV (2020e): -

Div.-Rendite: keine

* in EUR

Empfehlung: kaufen, unter 40 Euro aufstocken

Kursziel: 58 EUR, Stop-Loss: unter 34 EUR

ISIN: DE 000 A2E 4K4 3 | Kurs: 43,78 EUR

Kurschance: 32% | Verlustrisiko: 22%

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
  • Trusted Wealth Manager 2024 – Vertrauenswürdige Vermögensverwalter

Die meisten Vermögensverwalter in Deutschland verdienen Vertrauen

Trusted Wealth Manager 2024. © Verlag FUCHSBRIEFE
Wer ist als Vermögensmanager vertrauenswürdig? Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wertet wie im immer zum Jahresbeginn ihr laufendes Monitoring «Trusted Wealth Manager» aus. Und da gibt es 2024 viel Positives zu berichten!
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Climate Action 100+ hat große Investoren verloren

US-Investoren verabschieden sich von ESG-Anlagen

Drei große US-Investoren haben ESG-Investments den Rücken gekehrt. BlackRock, StateStreet und JP Morgen haben sich aus der Investment-Initiative Climat Action 100+ verabschiedet. Der Exodus der institutionellen Anleger hält damit an. FUCHSBRIEFE analysieren, was hinter der Abkehr steht.
  • Fuchs plus
  • Abwasser-Krimi in Teslas Gigafactory

Subventionen für E-Autos schaffen gigantische Überkapazitäten

Die hohen staatlichen Subventionen für E-Autos führen zu erheblichen Marktverzerrungen. So lässt BYD in China seine eigenen Autos zu, damit sie als verkauft gelten. Außerdem will das Unternehmen massiv auf dem europäischen Markt expandieren. Zugleich türmen sich die Probleme bei Tesla in Grünheide. Einerseits verschifft das Unternehmen seine Überproduktion an E-Autos nach Asien, andererseits entwickelt sich ein Abwasser-Krimi in der Gigafactory.
  • Fuchs plus
  • Unternehmensfinanzierung auf dem Hochplateau

Stabile Zinsen, hohe Kredithürden

Für Unternehmen wird es in den kommenden Monaten schwierig bleiben, Finanzierungen zu beschaffen. Zwar geht die Inflation weiter zurück, die Zinsen aber bleiben stabil. Auf der anderen Seite stellen die Banken weiter hohe Kredithürden auf.
Zum Seitenanfang