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Offshore-Bohrungen werden lukrativ

Ölförderung auf hoher See

Im Gegensatz zu den Aktien der Schieferölproduzenten, fristen die Aktien der Spezialisten für Offshore-Bohrungen noch ein Schattendasein. Der langfristig steigende Ölpreis macht aber auch diese allmählich interessant. Bestes Beispiel dafür: Transocean Ltd.

Den Aktien der Spezialisten für Offshore-Bohrungen steht die fundamentale Wende noch bevor. Der Grund: Das Bohren in schwer zugänglichen Seegebieten und großen Tiefen ist teuerer und lohnt sich erst bei langfristig höheren Ölpreisen.

Die Aktien der Offshore-Driller werden zurzeit mit einem hohen Abschlag zur Branche gehandelt. Das bietet interessante Einstiegsmöglichkeiten, z. B. in Transocean. Das ist eine der größten Offshore-Reedereien weltweit. Transocean betreibt und vermietet Öl-Förderplattformen für den Einsatz in Hochsee- und Küstengebieten und hat die größte eigene Flotte an hoch spezialisierten Bohrschiffen in der gesamten Branche.

Transocean hat unter dem Ölpreisrückgang gelitten. Die damit verbundene Zurückhaltung der großen Ölkonzerne bei der Erschließung neuer Offshore-Bohrlöcher hat die Geschäfte verhagelt. Doch Transocean hat in der Krise seine Hausaufgaben gemacht und dürfte künftig von der Erholung in der Branche überproportional profitieren. Im Jahresvergleich (Q3/16 auf Q3/17) sanken die Betriebs- und Wartungskosten der Ölplattformen von 409 Mio. USD auf 323 Mio. USD (minus 21%).

Wachsende Unternehmenszuwächse sichern Gewinne

Jetzt hat Transocean den norwegischen Wettbewerber Songa Offshore übernommen. Damit wächst die Flotte der Reederei auf 51 aktive Schiffe. Der Wert des Auftragsbuches von Transocean klettert von 10,2 auf 14,3 Mrd. US-Dollar. Langzeitverträge mit Shell und Statoil schaffen zusätzliche Sicherheit. Durch die geschaffenen Synergien erhoffen sich die Transocean-Manager Einsparungen in Höhe von 40 Mio. Dollar pro Jahr.

Der Aktienkurs ist massiv gedrückt. Der Börsenwert von Transocean schrumpfte seit 2013 von über 20 Mrd. USD auf gut 4 Mrd. USD zusammen. Aktuell wird der Titel nur zu rund einem Drittel seines Buchwerts gehandelt (KBV: 0,34). Damit ist die Aktie für Value-Investoren eigentlich ein Muss. Zumal die Weichen für den Turnaround gestellt sind. Bleibt der Ölpreis über 60 USD je Fass und kommen vermehrt Aufträge für Offshore-Bohrungen hinzu, wirkt das auf die Aktie wie ein Hebel.

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Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2017)*: 2,85 Mrd.

 

Gewinn je Aktie (2017)*: negativ

Marktkapitalisierung*:4,33 Mrd.

KGV (2019e): Keine Schätzung

Div.-Rendite: Keine

* in USD

 

Empfehlung: kaufen

Kursziel: 21USD, Stop-Loss: unter 7,80 USD (Schlusskurs NYSE)

Kurschance: 90% | Verlustrisiko: 35%

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