Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2293
Kali und Magnesium treiben Wachstum auf dem Feld und an der Börse

Trendwende bei der K+S AG

Ein Traktor fährt auf einem Feld. © 2022 K+S Aktiengesellschaft
Ohne Dünger würden die Ernten der Landwirte bedeutend schmaler ausfallen. Von daher kann der Dünge-Spezialist K+S recht sicher mit konstanten Aufträgen rechnen. Für Anleger bedeutet das eine gewisse Sicherheit. Doch auch unter anderen Gesichtspunkten überzeugt das Unternehmen.

Der Düngemittel-Spezialist K+S AG profitiert vom Trend zu einer effizienteren Landwirtschaft und höheren Kalipreisen. Der Spezialchemiekonzern mit Sitz in Kassel zählt mit seinen kali- und magnesiumhaltigen Produkten für die Landwirtschaft, industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. 

Gelungene Trendwende bei der K+S AG

Gemessen an der Absatzmenge von mehr als 7,5 Mio. Tonnen Kali- und Magnesiumprodukten ist K+S weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten. Auch Düngemittelspezialitäten spielen im Produktportfolio der Hessen eine wichtige Rolle. Nach Jahren mit hoher Verschuldung und in einem herausfordernden Umfeld hat der Salz- und Düngemittelkonzern seinen Turnaround erfolgreich in die Wege geleitet. Konzernchef Burkhard Lohr sagte auf der Hauptversammlung vergangener Woche: „Ich bin überzeugt davon, dass wir nun die Trendwende hin zu einer erfolgreichen Zukunft geschafft haben. Wir erwarten erneut eine sehr hohe Kalinachfrage im laufenden Jahr, die auch ohne Sanktionen (Russland und Belarus) auf ein limitiertes Angebot treffen würde.“ 

Im vergangenen Jahr hat K+S die Weichen für einen profitablen Neuanfang gestellt. Mit dem Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts hatte sich der Konzern deutlich entschuldet. Insgesamt 3,2 Mrd. US-Dollar (ca. 2,7 Mrd. Euro) hat das Unternehmen dadurch eingenommen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein der strategischen Neuausrichtung war der Zusammenschluss mit der Remondis-Tochter Remex zum Gemeinschaftsunternehmen Reks. Mit diesem Joint Venture will K+S unter anderem in das Geschäft mit der Verwertung und Beseitigung von Abfällen einsteigen.

2022 könnte das umsatzstärkste Jahr der Firmengeschichte werden

In den ersten drei Monaten 2022 stieg der Konzernumsatz um beinahe 60% auf 1,2 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erreichte mit 524 Mio. Euro mehr als das Vierfache des Vorjahreswerts. Für das laufende Jahr erwartet K+S ein operatives Ergebnis von 2,3 bis 2,6 Mrd. Euro (Vorjahr: knapp 1 Mrd. Euro). Kommt dies so wie geplant, wäre dies mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr und das mit Abstand beste Ergebnis in der Firmengeschichte der Hessen. 

Der Kursverlauf der Aktie spiegelt den beginnenden Turnaround eindrucksvoll wider. Binnen Jahresfrist hat sich der Börsenwert der Kasseler mehr als verdreifacht. Trotz dieses dynamischen Kursanstiegs ist die Aktie mit einem KGV unter 8 und einem Kurs auf Höhe des Buchwerts (KBV: 1,02) weiterhin günstig bewertet. Den aktuellen Kursrücksetzer können mittel- und langfristig orientierte Anleger daher gut zum Einstieg in den Aufwärtstrend nutzen.

Empfehlung: kaufen Kursziel: 48,30 EUR; Stop-Loss unter 22,20 EUR
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bank im Bistum Essen eG in der Ausschreibung

Die BiB ist kein Zug, auf den die Stiftung aufspringen will

Thumb Stiftungvermögen 2024. © Collage: Verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envato elements
Die Bank im Bistum Essen (BiB) begrüßt die Stiftung Fliege, die ihre drei Millionen Euro Kapital neu anlegen will, mit einem überaus empathischen Schreiben. Sie bittet ausführlich um Entschuldigung, weil sie durch Krankheit bedingt nicht in der Lage gewesen sei, den erbetenen Anlagevorschlag fristgerecht einzureichen. Man fühlt sich ein wenig wie unter Freunden und möchte gern einen Sympathiebonus vergeben. Ob das nach Studium des Anlagevorschlags auch noch so ist, wird sich zeigen.
  • Fuchs plus
  • Doppelter Urlaubsanspruch bei unrechtmäßiger Kündigung?

Bundesarbeitsgericht löst auf

Bei einer zeitlichen Überschneidung einer rechtswidrigen Kündigung mit einer neuen Beschäftigung könnte theoretisch ein doppelter Urlaubsanspruch entstehen. Das Bundesarbeitsgericht musste jetzt entscheiden, wie damit umzugehen ist.
  • Fuchs plus
  • Dekarbonisierung: Andere Standorte attraktiver als Deutschland

Skandinavien bei Dekarbonisierung weit vorn

Obwohl die deutsche Regierung die ganze Wirtschaft auf Klimaneutralität trimmen will - wie die EU - bietet Deutschland keine guten Rahmenbedingungen für eine Dekarbonisierungsstrategie. Das zeigt eine Umfrage von EY unter Unternehmen. Andere Standorte sind attraktiver.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Geldpolitik bringt Euro-Kurs weiter unter Druck

Zinsschritt der Fed wird immer unwahrscheinlicher

Der Markt spiegelt derzeit nur eine Wahrscheinlichkeit von 20% für eine Zinssenkung im Juni wider. Die Frage in den kommenden Wochen wird sein, ob die Fed überhaupt zwei Zinssenkungen durchführen kann.
  • Fuchs plus
  • Trendwende in China wird greifbar

CNY macht Druck auf EUR

Die Wirtschaftsdaten in China sind durchwachsen. Aber die Währung hat eine klare Richtung eingeschlagen. Der Yuan macht zunehmend Druck auf den Euro. Aktuelle Daten aus dem Reich der Mitte machen eine größere Bewegung des CNY wahrscheinlich.
  • Fuchs plus
  • Taiwans Wirtschaft läuft rund

Wachstum und Inflation ziehen an

Der weltweite Technologiewettlauf ist voll entbrannt. Vor allem mit ihrer Halbleiterkompetenz haben sich Unternehmen wie TSMC ihren Ruf aufgebaut und hohe Wettbewerbshürden etabliert. Das Exportpowerhouse Taiwan bietet für Investoren im Tech-Sektor spannende Möglichkeiten an deren Erfolg und der starken Devise zu partizipieren.
Zum Seitenanfang