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Wie entwickelt sich 2020 der Aktienmarkt?

Ungebrochen alternativlos

Wer im aktuellen Marktumfeld Rendite erzielen möchte, kommt an Aktien nicht vorbei – diese Faustregel setzt sich auch 2020 fort. Doch leichter wird es auf keinen Fall. Wir erklären, worauf Anleger bei der Titelwahl achten müssen.

Aktien werden auch 2020 die bevorzugte Anlageklasse für Anleger bleiben. Der Aufwärtstrend ist stark und die Geldpolitik forciert Investments in diese Anlageklasse. Angesichts der Niedrig- und Nullzinspolitik und der wieder aufgenommenen Anleihenkäufe (EZB) werden die Anleihenpreise und Renditen verzerrt. Darum haben andere Assetklassen – voran Anleihen – kein adäquates Rendite-Risiko-Profil mehr. Zudem werfen Aktien oft Dividenden ab und sind sehr liquide.

Geprägt werden dürfte das Anlagejahr wesentlich von den Entwicklungen in den USA und China. In Übersee wird US-Präsident Donald Trump die Börsen mit seinen Twitter-Nachrichten weiter beeinflussen. Im Kern wird es aber um die Kompromiss-Suche im amerikanisch-chinesischen Zollstreit gehen. Im Reich der Mitte liegt das Augenmerk auf der konjunkturellen Entwicklung. Die chinesische Wirtschaft hat inzwischen globalen Einfluss. Es ist also entscheidend, ob China eine sanfte Landung der Konjunktur und ein neuer Dreh nach oben gelingt. Die Zeichen dafür stehen zum Jahresanfang 2020 recht gut.

Die Titel-Auswahl wird kniffeliger

Bei Aktien wird es 2020 immer wieder gute Einstiegschancen geben. Die Auswahl der Titel dürfte aber schwieriger werden. Die Bewertungen in den USA sind bereits hoch. Das langfristige Shiller-KGV liegt aktuell über 30 – ein Rekord. Wir halten US-Aktien daher für nicht sonderlich attraktiv, sondern eher risikobehaftet.

Aktien aus Europa, voran Deutschland, aber auch aus einigen Emerging Markets sind vielfach deutlich preiswerter. Allerdings ist es gerade bei den aufstrebenden Volkswirtschaften schwierig, direkt und in Einzeltitel zu investieren. Ein ausgesprochen gutes Chance-Risiko-Verhältnis sehen wir bei russischen Titeln. Diese werden nach wie vor mit einem so hohen politischen Abschlag gehandelt, dass sie vielfach fundamental krass unterbewertet sind und stattliche Dividendenrenditen ausweisen. Sie sind in jedem Fall eine lukrative Depotbeimischung.

Fundamentaldaten wichtig wie selten

In jedem Fall sollten Anleger vor einem Investment auf Kriterien wie Auftragseingänge, Gewinnwachstum und Verschuldung achten. Diese drei Eckdaten werden gute Indikatoren dafür sein, wie das Unternehmen durch die möglicherweise dauerhaft schwierige Konjunkturlage manövrieren wird. Hoch bewertete Tech-Unternehmen halten wir vor diesem Hintergrund für riskant, da hier bereits viele Wachstumshoffnungen eingepreist sind, die sich aber auch erfüllen müssen.

Empfehlung: Anleger sollten auf fundamentale Kriterien achten. So finden sie zwar keine „Kursraketen", aber mit hoher Wahrscheinlichkeit solide Aktien, die Dividende liefern und auch turbulente Phasen gut überstehen. Wir rechnen mit einem volatilen Aktienjahr, bei dem es auch auf Liquiditätsmanagement ankommen wird – und den Mut, bei Kursrückgängen von 15 bis 20% neu einzusteigen.

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