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Berlin und einige Grenzregionen mit Steigerungs-Potenzial

Regionen mit hohem Nachfrageüberhang aussichtsreich

Blick von unten auf die Kugel des Berliner Fernsehturms. © FredFroese / Getty Images / iStock
Der Markt für Wohnimmobilien in Deutschland ist scharf zweigeteilt. Die Trennung der Spreu vom Weizen haben viele Regionen in den alten Bundesländern aber noch vor sich. Der Saldo aus Nachfrage und Neubau wird darüber entscheiden, wie sich die Preise entwickeln. FUCHSBRIEFE haben die Aussichten analysiert.

Der Markt für Wohnimmobilien fällt in Deutschland immer weiter auseinander. Die Grenze verläuft weitgehend kongruent zur ehemaligen Grenze zwischen der BRD und DDR. Im Gebiet der ehemaligen DDR gibt es schon heute fast keine Region mit Wohnraummangel. Ausnahme ist der Großraum Berlin. In allen anderen Regionen ist das Wohnraumangebot im Trend größer als die Nachfrage. 

In den alten Bundesländern gibt es mehrere Metropolregionen, die unter sehr Wohnraummangel leiden. Dazu gehören Hamburg, Köln/ Bonn, das Rhein-Main-Gebiet und große Teile Baden-Württembergs und der südliche Teil Bayerns. In den meisten Regionen sind Angebot und Nachfrage ausgewogen. Daneben gibt es nur wenige Gebiete, in denen das Wohnraumangebot schon höher ist als die Nachfrage. 

Chancen in Regionen mit hohen Nachfrage-Überhang

Von der künftigen Entwicklung des Wohnraum-Saldos wird die Mietentwicklung wesentlich abhängen. Auffällig ist dabei, dass der Wohnraumbedarf und der Neubau in vielen Regionen weit auseinanderklaffen. Das zeigen die "Wohnwetterkarte" (Bulwiengesa) und die Leerstandsquoten des Beratungsunternehmens Empirica. Aus den Studien geht hervor, wo es eine hohe Nachfrage bei geringem Angebot gibt.

Gute Perspektiven für die Mietpreisentwicklung aus Sicht von Vermietern gibt es im Großraum Berlin. Der entfaltet eine erhebliche Sogwirkung und wird die Preise in den kommenden Jahren auch im weiteren Umland mit anheben. Eine besonders hohe Nachfrage (trotz geringem Leerstand und hoher Preise) gibt es auch in einigen Grenzregionen. In den grenznahen Gemeinden um Trier treiben vielfach gut verdienende Luxemburger die Nachfrage nach Immobilien an. Um Cloppenburg (zwischen Bremen und Münster) suchen viele Niederländer nach für ihre Verhältnisse noch günstigen Wohnungen. In Baden-Württemberg haben die Städte Offenburg, Freiburg, Ulm, Ravensburg und Leutkirch einen sehr hohen Nachfrageüberhang, obwohl sie Abseits der Südwest-Zentren Stuttgart, Karlsruhe und Rhein-Neckar liegen.

Fazit: Investoren sollten Regionen mit einem möglichst hohen Saldo aus Nachfrage und Neubau suchen und dort investieren. In anderen Regionen droht ein Wertverlust.

Hinweis: Unter http://tinyurl.com/y492jxuy finden Sie die Wohnwetterkarte.

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