Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1445
Deutsche Auktionshäuser fallen am Kunstmarkt zurück

China dominiert den internationalen Kunstmarkt und Auktionen

Die Trends am Kunstmarkt werden immer kurzlebiger und folgen schneller der Mode. Dabei konzentrieren sich die großen Umsätze auf weniger Länder und ganz wenige Künstler.

Die aktuellen Zahlen zum Kunstmarkt bringen interessante Erkenntnisse ans Licht. So zeigt sich, dass China inzwischen zum umsatzstärksten Marktplatz bei Kunst geworden ist. Deutschland dagegen spielt im internationalen Vergleich praktisch keine Rolle, so der Branchenanalyst Artprice. Ein Überblick:

Diese Zahlen beruhen auf den offiziell gemeldeten Umsätzen. Allerdings wird ein nennenswerter Anteil von Käufen und Verkäufen von Kunstwerken außerhalb von Galerien, Auktionshäusern und Kunsthandlungen abgewickelt. Künstler verkaufen teilweise direkt aus dem Atelier oder Käufer und Verkäufer finden sich auf privater Ebene. Solche Transaktionen statistisch zu erfassen, ist daher ein Ding der Unmöglichkeit – die Umsätze dürften also noch deutlich höher liegen.

Deutsche Auktionshäuser im hinteren Bereich

International fallen die deutschen Adressen im Wettbewerb deutlich zurück. Das zeigt die Umsatzentwicklung bei den Auktionshäusern. Im Vergleich der wichtigen internationalen Auktionshäuser führen Christies (4,44 Mrd. USD) und Sotheby's (3,38 Mrd. USD). Die großen deutschen Adressen Ketterer Kunst (49 Mio. USD) und Grisebach (47 Mio. USD) landen im internationalen Vergleich nur noch auf den Plätzen 21 bzw. 23. Insbesondere die steuerlichen Verschlechterungen (Umsatzsteuer) und das Kulturgüterschutzgesetz haben zu einem Standortnachteil für Deutschland geführt.

Über 18 Jahre hinweg wurde eine Wertentwicklung von 8,6% p.a. gemessen. Dabei zeigt sich auch: Markttrends und Favoriten drehen sich in der Publikumsgunst immer schneller. Beispiele sind die Werke von Damian Hirst oder auch Jeff Koons. Sie verloren inzwischen sichtbar an Zuspruch und es wurden spürbare Preisrückgänge in verschiedenen Werkgruppen sichtbar. Die Preise für Fotokunst bleiben dagegen auf hohem Niveau stabil.

Noch ein Blick auf die Epochen: Während Kunstwerke des 19. Jahrhundert und Altmeister jeweils 11% der gesamten Umsätze verantworteten, vereinte Zeitgenössisches, Nachkriegskunst und Gegenwärtiges nahezu 78% des Umsatzes. Dabei zeigt sich auch wieder eindeutig, dass Spitzenwerke dominierende Umsatzspitzenreiter sind. Die zehn begehrtesten Kunstwerke waren immerhin für über 1,2 Mrd. USD Umsatz verantwortlich (Künstler: Da Vinci; Basquiat; Qi Baishi; van Gogh; Leger; Warhol; Bacon; Klimt; Brancusi; Twombly).

Fazit: Der deutsche Kunstmarkt spielt international keine wesentliche Rolle, obwohl Werke deutscher Künstler zu den begehrten Stücken gehören. Aber sie werden oftmals bei nichtdeutschen Adressen gehandelt. Wenige Spitzenkünstler vereinen immer höhere Umsatzanteile und Zuschlagrekorde.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Corona-Maßnahmen werfen Sonderverwaltungszone immer weiter zurück

Hongkong erneut in einer Rezession

Hafen von Hongkong. (c) XtravaganT - Fotolia
Zum zweiten Mal binnen drei Jahren ist die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong in die Rezession abgerutscht. Schuld daran sind vor allem die unverändert scharfen Corona-Maßnahmen.
  • Fuchs plus
  • Analyse nach FUCHS-Bewertungskriterien

Platin vom Asteroiden

Asteroid fliegt an Erde vorbei. © adventtr / Getty Images / iStock
Auf der Erde werden manche Rohstoffe knapp. Doch im Weltraum ist das Potenzial schier unbegrenzt. Erste Abenteurer machen sich daher auf den Weg. Und mutige Anleger können sich per Token beteiligen.
  • Fuchs plus
  • Peso scheint sich allmählich zu fangen

Kolumbien bietet Anlegern interessante Möglichkeiten

Satellitenbild Südamerika. © Harvepino / Getty Images / iStock
Anleger auf der Suche nach Emerging Market Titeln, nehmen Kolumbien in den Blick. In dem lateinamerikanischen Land scheint sich die wirtschaftliche Lage zu bessern. Mutige Anleger positionieren sich jetzt am Beginn des Aufwärtstrends.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bald weniger Säumniszuschlag?

Fiskus hat zu fett abkassiert

Bundesfinanzhof. © Marc Müller / dpa / picture alliance
Wer seine Steuernachforderungen nicht bezahlt, muss Strafzinsen (Säumniszuschläge) zahlen. Das Bundesverfassungsgericht hat jedoch im vorigen Jahr Zweifel an der Höhe von Säumniszuschlägen geäußert. Dennoch bleibt die endgültige Entscheidung zur Verfassungsmäßigkeit abzuwarten.
  • Im Fokus: Heimtier-Aktien

Renditen erzielen durch Haustier-Boom

Eine Katze frisst aus einem Napf. © Impact Photography / stock.adobe.com
In vielen Familien sind Hund, Katze, Schildkröte und Co. feste Mitglieder, die verwöhnt und behütet werden. Die Bereitschaft für die felligen, fedrigen und schuppigen Mitbewohner tief ins Portemonnaie zu greifen, wächst dabei. Es gibt eine ganze Reihe von Aktien, die davon profitieren.
  • Fuchs plus
  • Wasserstoff kann den Lkw-Verkehr dekarbonisieren

Brennstoffzellen-Lkw von Hyundai werden in Deutschland getestet

Xcient Fuel Cell LKW des südkoreanischen Automobilherstellers Hyundai fährt durch eine Landschaft. © Hyundai Motor Company
Der Test von schweren Lkw mit Brennstoffzellen startet in Deutschland mit Lkws des koreanischen Herstellers Hyundai.
Zum Seitenanfang