Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1012
Investmentfonds

Privatanleger zahlen mehr Steuern

Der Entwurf zum Investmentsteuerreformgesetz sollte bürokratische Erleichterungen bringen. Stattdessen verteuert er die Fondsanlage.
Die bisherige generelle Befreiung eines Fonds von der Körperschaftsteuer soll abgeschafft werden. Das sieht der Diskussionsentwurf zum Investmentsteuerreformgesetz vor. Hintergrund ist der Versuch der Bundesregierung, in- und ausländische Fonds steuerrechtlich gleich zu behandeln. Die Gesetzesreform kommt einer steuertechnischen Revolution gleich. Denn sie macht Schluss mit dem Transparenzprinzip. Danach findet die Besteuerung nur auf Anlegerebene statt. Wird der Entwurf in dieser Form Gesetz, wäre es damit vorbei. Dann käme es zu einer getrennten Besteuerung von Fonds und Anleger. Und damit voraussichtlich zu einer höheren steuerlichen Gesamtbelastung. Künftig sollen inländische Einnahmen aus Fondsbeteiligungen der Körperschaftsteuer unterliegen. Beteiligungseinnahmen (insbes. Dividenden inländischer Kapitalgesellschaften), inländische Immobilienerträge (Mieterträge und Veräußerungsgewinne) oder auch Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen von mind. 1% an Kapitalgesellschaften wären betroffen. Privatanleger werden sich mit einer neuen Kategorie von Kapitaleinkünften anfreunden müssen: den „Einkünften aus Investmentvermögen“. Sie zahlen auf die Fondserträge weiterhin Abgeltungsteuer. Auf Fondsebene fallen dann zuvor 15% Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag an.

Fazit: Im Zweifel gegen den Steuerzahler – dieses Prinzip will die Bundesregierung erneut anwenden, um eine Europarechtswidrigkeit zu korrigieren. Nicht ausländische Steuerpflichtige werden besser-, sondern inländische Steuerpflichtige schlechter gestellt.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Tauwetter nach sechs Jahren Eiszeit

Australien und China wollen wieder miteinander sprechen

Südsee-Atoll. © senaiaksoy / Getty Images / iStock
Den G20-Gipfel wird Australiens Premierminister auch zu offiziellen Gesprächen mit Chinas Präsidenten nutzen. Das ist auch ein Signal an eine dritte Partei, die in der Region um Einfluss buhlt.
  • Fuchs plus
  • Geschäftsreisen nach China mit der AHK

Business-Flüge nach China sind möglich

Lufthansa Flugzeuge. © Daniel Kubirski / picture alliance
Bestimmte Businessreisende und Familien können mit der AHK nach China fliegen. Wir nennen Ihnen Bedingungen, Preise und Abflugzeiten.
  • Inhalte, Angebote und Diskussionen

Verlag Fuchsbriefe jetzt auch bei LinkedIn

Icon von LinkedIn auf dem Bildschirm eines Smartphones. © scyther5 / Getty Images / iStock
Mit unserer erweiterten Social Media Präsenz erreichen Sie die FUCHSBRIEFE jetzt auch bei LinkedIn.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Den Häusermarkt ins Portfolio holen

Immobilien-Aktien als Inflationsschutz

Immobilienaktien sind eine gute Möglichkeit für Anleger, die in den Häusermarkt investieren wollen, ohne sich selbst ein Objekt kaufen zu wollen. Wir stellen Ihnen aussichtsreiche Aktien aus drei verschiedenen Regionen vor.
  • Fuchs plus
  • CO2-Ausstoß wird öffentlich

Der Klimapranger kommt

Eine neue Webseite zeigt die CO2-Emissionen einzelner Unternehmen an. Derzeit sind 80.000 Firmen weltweit auf dem Radar. In Deutschland werden bislang große und energieintensive Unternehmen erfasst. In Zukunft wird die Webseite aber immer mehr Unternehmen beinhalten.
  • Fuchs plus
  • Bauprojekt nicht zu lange aufschieben

Baugenehmigung kann erlöschen

Eine Baugenehmigung ist eine sichere Bank. Aber sie gilt nicht ewig lang. Das musste eine Bauherrin jetzt in einem Verfahren lernen und akzeptieren, dass ihre Baugenehmigung wieder verfallen ist.
Zum Seitenanfang