Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
540
Bei einem Erbe nachträglich festgestellte Schäden mindern den Wert steuerlich nicht

Schäden sind keine ererbten Schulden

Nachträglich an einem ererbten Haus festgestellten Schäden mindern die Erbschaft nicht. Sie können – im Gegensatz zu ererbten Schulden – nicht vom Erbschaftswert steuermindernd abgezogen werden.

Schäden am Erbe sind im Gegensatz zu Schulden keine Nachlassverbindlichkeit. Sie können deshalb nicht steuermindernd vom Erbe abgezogen werden. Das entschied der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 26. 7. 2017 (Az. II R 33/15). Das gilt vor allem für die Kosten zur Beseitigung von Schäden. Diese entstehen im Gegensatz zu Schulden des Vererbenden erst im Anschluss an die Erbschaft.

Erhebliche Schäden am Haus

Im verhandelten Fall wurde den Erben die Nachlässigkeit des Verstorbenen zum Nachteil. Es handelte sich um Schäden an der Ölheizung; der Erblasser hatte minderwertiges Öl gekauft. Das führte zu Schäden am Schlauch der Heizungsanlage – eine Schadensmeldung gab es nicht. Erst nach dem Tod wurde der Schaden offenbar und der Erbe musste diesen auf seine Kosten beseitigen lassen.

Laut BFH handelt es sich dabei um keine Nachlassverbindlichkeit. Es sind nur solche Schulden abzugsfähig, die bereits vor dem Erbfall für den Erblasser durch gesetzliche, vertragliche oder außervertragliche Verpflichtungen entstanden waren und diesen im Zeitpunkt des Todes bereits wirtschaftlich belastet haben. Unentdeckte Schäden gehören nicht dazu. Sie mindern deshalb das Erbe nicht. Unabhängig davon kann natürlich noch geklärt werden, ob der Lieferant des Öls nicht haftbar gemacht werden kann.

Fazit: Ererbte Schulden sind steuerlich günstiger als ererbte Schäden.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Japanischer Yen mit starkem Wochenverlauf

Beflügelnde Tendenzen

In Japan freute man sich in der vergangenen Woche gleich über eine Vielzahl von Gute-Laune-Nachrichten. Das stärkte den Yen sowohl zum Euro als auch zum Dollar.
  • Fuchs plus
  • Aufnahmeverfahren der "Klimaschutz-Unternehmen" startet in die nächste Runde

Ein attraktives Öko-Netzwerk

Networking ist wichtig, gerade im B2B-Geschäft. Für Unternehmen in den Bereichen Klima- und Umweltschutz gibt es dafür eine interessante Initiative mit hochkarätigen Schirmherren.
  • Fuchs plus
  • Industriemetall im Höhenflug

Bei Platin stockt das Angebot

Platin wird für seine katalytischen Eigenschaften geschätzt. Es beschleunigt chemische Reaktionen und hilft, die Ausbeute zu steigern, beispielsweise bei der Herstellung von Salpetersäure, einem wichtigen Ausgangsmaterial für die Herstellung von Düngemitteln. Kein Wunder, dass ein Angebotsrückgang Folgen hat. Industrie wie Anleger sollten das beachten.
Neueste Artikel
  • Im Fokus: DAX-Aufsteiger

Von 30 auf 40 bis September 2021

Im Fokus: DAX-Aufsteiger. Copyright: Pixabay
Der DAX wächst - um 10 Mitglieder auf insgesamt 40 Unternehmen. Im September 2021 rücken die Aufsteiger in den Index nach. Auswirkungen auf die Aktienkurse wird die Anpassung schon vorher haben. Daraus ergeben sich Chancen für Anleger.
  • Fuchs plus
  • Mietminderung wegen Lärm vom Nachbargrundstück

Bauarbeiten: Behinderung durch Baustelle hat Folgen

Immer wieder kommt es in gewerblichen Mietverhältnissen vor, dass sich Ladenlokalinhaber durch Einflüsse Dritter beeinträchtigt fühlen und deshalb den Mietzins mindern. Solche Dreiecksverhältnisse sind immer schwierig. Denn oft ist ungeklärt, ob der Vermieter sich die Mietausfälle vom Dritten zurückholen kann. Ist in diesem Fall die Minderung überhaupt zulässig?
  • Fuchs plus
  • Ein nicht mehr ganz so hässliches Rosinchen

Ludwigshafen – Chancen in der Chemiestadt

Ludwigshafen. Copyright: Pixabay
Ludwigshafen hat einen Ruf als hässliche Stadt. Das hat sie vor allem dem BASF-Hauptwerk "mittendrin" zu verdanken. Aber seit den neunziger Jahren ist die Stadt grüner und lebendiger geworden. Seit einigen Jahren schon gibt es einen stetigen Zuzug, der sogar über dem Schnitt westdeutscher Städte liegt.
Zum Seitenanfang