Hinweis
Bitte beachten Sie, dass es am Samstag, den 07.08.2021 von 9:00 bis voraussichtlich 12:00 Uhr wegen Wartungsarbeiten zu Beeinträchtigungen kommen kann. Wir bitten um Ihr Verständnis!
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
630
Bei einem Erbe nachträglich festgestellte Schäden mindern den Wert steuerlich nicht

Schäden sind keine ererbten Schulden

Nachträglich an einem ererbten Haus festgestellten Schäden mindern die Erbschaft nicht. Sie können – im Gegensatz zu ererbten Schulden – nicht vom Erbschaftswert steuermindernd abgezogen werden.

Schäden am Erbe sind im Gegensatz zu Schulden keine Nachlassverbindlichkeit. Sie können deshalb nicht steuermindernd vom Erbe abgezogen werden. Das entschied der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 26. 7. 2017 (Az. II R 33/15). Das gilt vor allem für die Kosten zur Beseitigung von Schäden. Diese entstehen im Gegensatz zu Schulden des Vererbenden erst im Anschluss an die Erbschaft.

Erhebliche Schäden am Haus

Im verhandelten Fall wurde den Erben die Nachlässigkeit des Verstorbenen zum Nachteil. Es handelte sich um Schäden an der Ölheizung; der Erblasser hatte minderwertiges Öl gekauft. Das führte zu Schäden am Schlauch der Heizungsanlage – eine Schadensmeldung gab es nicht. Erst nach dem Tod wurde der Schaden offenbar und der Erbe musste diesen auf seine Kosten beseitigen lassen.

Laut BFH handelt es sich dabei um keine Nachlassverbindlichkeit. Es sind nur solche Schulden abzugsfähig, die bereits vor dem Erbfall für den Erblasser durch gesetzliche, vertragliche oder außervertragliche Verpflichtungen entstanden waren und diesen im Zeitpunkt des Todes bereits wirtschaftlich belastet haben. Unentdeckte Schäden gehören nicht dazu. Sie mindern deshalb das Erbe nicht. Unabhängig davon kann natürlich noch geklärt werden, ob der Lieferant des Öls nicht haftbar gemacht werden kann.

Fazit: Ererbte Schulden sind steuerlich günstiger als ererbte Schäden.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Licht mieten, Geld und C02 sparen

Beleuchtung clever mieten

Intelligente, energieeffiziente und CO2-sparende Beleuchtungsmodernisierung hat als Mietmodell zahlreiche Vorteile. LED-Beleuchtung senkt messbar die Kosten und verringert den Unterhaltsaufwand. Mieter schonen das Kapital und sind immer auf dem aktuellsten Stand der Lichttechnik.
  • China: Don't shoot the pianist

It’s Socialism, Stupid!

Chinesischer Volkskongress. Copyright: Picture Alliance
Der Reformdruck in China hoch, die internationalen Märkte haben letzte Woche mit Enttäuschung auf die Kehrtwende in der Bildungspolitik und die stärkere Regulierung von Technologie-Unternehmen reagiert. Im Handelskonflikt bauen die Amerikaner zeigen die Reaktionen der Chinesen, dass der Konflikt sich fest fährt. Die USA bauen nun mehr Druck auch beim Verteidigungspartner Deutschland auf, den langfristigen wirtschaftlichen Nutzen der Technologie-Transfers nach China neu zu bewerten.
  • Australien profitiert von China

Bemerkenswerte Erholung in Down Under

Australien profitiert von China. Copyright: Pexels
Australiens Wirtschaft ist bislang auf klarem Erholungskurs. Dennoch bleiben die Währungshüter zurückhaltend in Bezug auf Zinserhöhungen. Die damit entstehende Zinserwartung sollte dem AUD zumindest sehr viel Stabilität verleihen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wie die neue deutsche Regierung europäische Politik gestalten wird

Vorerst führungslos

Wie die neue deutsche Regierung europäische Politik gestalten wird. Copyright: Pexels
Die Bundestagswahl steht an – und sie ist nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa von Bedeutung. Angela Merkel, die in den vergangenen 16 Jahren maßgeblich die Geschicke Europas mitbestimmt hat, verabschiedet sich in den Ruhestand. Eine neue Regierung wird an die Macht kommen. Wie wird sie die deutsche Europa-Politik weiterentwickeln?
  • Der Fünf-Jahres-Plan soll nicht im Spieltrieb untergehen

Mehr Bildung per Dekret in China

Mehr Bildung per Dekret in China. Copyright: Pexels
Mit welchem Vorlauf wurde in den westlichen Gesellschaften durch Bildung die industrielle Revolution vorbereitet? Xi Jinping jedenfalls wartet nicht mehr darauf, dass sich die alternde, chinesische Gesellschaft aus eigenem Antrieb verbessert. Er braucht dringend gute Ingenieure für das sog. "Hard-Tech", also eigene Chips, Mars-Touren, Marine, Schienennetze, sparsame vernetzte E-Autos, Roboter, Biotech und vieles mehr. Nach monatelangen Vorgesprächen wird dem Volk der Kopf gewaschen.
  • Fuchs plus
  • Kurs des Corona-Impfstoffherstellers kennt derzeit nur eine Richtung

BioNTech hat noch so einiges in der Pipeline

BioNTech hat noch so einiges in der Pipeline. Copyright: BioNTech
Im Zuge der Corona-Pandemie erlebte die Aktie des Impfstoffherstellers BioNTech einen rasanten Aufstieg. Der Börsenwert übersteigt den realen Unternehmenswert mittlerweile bei weitem. Allerdings hat BioNTech noch weitere vielversprechende Projekte in der Pipeline. Wie sollen Anleger damit umgehen?
Zum Seitenanfang