Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1146
Argentinien, Brasilien, Chile wählen

Wichtige Wahlen in Lateinamerika

Gilt als leichter Favorit für die Präsidentschaftswahl in Chile im November: Sebastian Pinera.
Copyright: Picture Alliance
In den großen Ländern Lateinamerikas stehen wichtige Wahlen an. Ihr Ausgang wird sich auch auf die Wirtschaften Argentiniens, Brasiliens und Chiles und die Finanzmärkte auswirken.

Die Finanzmärkte in Argentinien, Brasilien und Chile werden zunehmend von anstehenden Wahlen bestimmt. Bereits an diesem Wochenende gibt es in Argentinien Zwischenwahlen, bei denen ein Teil des Parlaments neu gewählt wird.

Den Umfragen und Prognosen zufolge steht dabei das hinter Präsident Macri stehende Bündnis vor erklecklichen Zugewinnen. Sie könnten den Spielraum für seine Reformpolitik entscheidend vergrößern. Die peronistische Partei seiner wichtigsten Rivalin, Vorgängerin Cristina Fernandez de Kirchner, wird durch immer neue Nachrichten über die Skandale ihrer Amtszeit geschwächt. Kirchner wird allerdings einen Senatssitz ergattern und damit ein Comeback starten.

Chile wählt im November

In Chile gibt es im November die erste Runde der Präsidentschaftswahlen. Derzeit wird Sebastian Pinera von der konservativen Opposition bei den Demoskopen als Favorit geführt. Er war schon von 2010 bis 14 Präsident, verlor dann aber gegen die heute amtierende Michelle Bachelet.

Er profitiert davon, dass die derzeit regierende Linke gespalten ist und mit zwei Kandidaten in die erste Runde geht: Alejandro Guilier ist der (moderatere) Kandidat der amtierenden Präsidentin. Er könnte leichte Vorteile durch die neuerdings wieder wachsende Zustimmung für die Regierung gegenüber seiner radikaleren Konkurrentin Beatriz Sanchez haben. Sie hätte in der Stichwahl wohl auch die geringeren Chancen gegenüber Pinera. Derzeit liegen die beiden linken Kandidaten gleichauf.

Brasiliens amtierender Präsident Michel Temer will im Herbst 2018 nicht antreten. Er hätte wohl auch keine Chance, da sowohl er persönlich als auch die ihn tragende Koalition durch haarsträubende Korruption völlig desavouiert ist. Die Chancen der durch Temers Koalitionswechsel in die Opposition getriebene Arbeiterpartei sind noch völlig unklar. Es ist bisher noch kein Kandidat wirklich erkennbar.

Fazit: Während es in Argentinien und Chile um die Wahlen ruhig bleiben dürfte, sind in Brasilien größere Schockwellen möglich. Sie könnten auch die Finanzmärkte heftig bewegen. Die Konsolidierung der Staatsfinanzen ist keinesfalls gesichert.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • So rechnet der Betrieb richtig

Wenn Urlaub zu Geld wird

Urlaub ist laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) zur Erholung da. Daher darf der Arbeitgeber dem Mitarbeiter diese Zeit eigentlich auch nicht in Geld umwandeln. Aber es gibt Ausnahmen: Wird das Arbeitsverhältnis beendet und es gibt noch ungenutzte Ansprüche, sind diese in Geld auszuzahlen. Nur: Wie berechnen sich die abgegoltenen Urlaubtage?
  • Fuchs plus
  • BMWi schüttet das Füllhorn aus

Neues Förderprogramm zur Digitalisierung

Ein neues Programm des BMWi fördert Digitalisierungsvorhaben. Die Palette reicht von Hardware, über Software bis hin zu Fortbildungen.
  • Im Fokus: Vegane Aktien

Alternative Ernährung bringt Gewinn

Immer mehr Menschen leben vegan. Copyright: Pexels
Vegane Lebensmittel erleben einen wahren Boom. Abgesehen von einigen Highflyern wie Beyond Meat profitieren aber noch einige mehr Unternehmen von dem Trend. Viele davon sind einer breiten Masse von Anlegern aber noch nicht bekannt. Wir bringen Licht ins Dunkel.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Einschränkungen bei Kurzzeitvermietung sind möglich

EuGH: Nationalstaaten dürfen Airbnb-Vermietung einen Riegel vorschieben

Als in San Francisco mal wieder alle Hotelbetten ausgebucht waren, kamen zwei arbeitslose Kunsthochschulabsolventen in ihrer Studentenbude auf eine Idee: Man könnte doch – via Internet – Schlafplätze in der eigenen Wohnung vermieten. Das war der Start von Airbnb. Aktuell lassen sich über Airbnb rund fünf Millionen Unterkünfte in 191 Ländern buchen. Jetzt muss das erfolgreiche Geschäftsmodell für Europa allerdings eine krasse Einschränkung verkraften.
  • Fuchs plus
  • Das Schweizer Volksbegehren für eine maßvolle Zuwanderung wurde abgelehnt

Kommt nun das EU-Schweiz-Rahmenabkommen?

Das Rahmenabkommen zwischen der Europäischen Union und der Schweiz galt seit 2018 als klinisch tot. Mit dem Schweizer Nein zum Volksbegehren kehrt wieder Leben in die Verhandlungen. Die Kommission drängt auf eine zügige Ratifizierung.
  • Fuchs plus
  • EU-Asylkompromiss und Superwahljahr 2021

Seiltanz ohne Netz für die Kanzlerkandidaten

2021 ist ein Superwahljahr in Deutschland. Mehrere Landesregierungen, der Bundestag und die Bürgermeister in Hessen und Niedersachsen werden neu gewählt. Das Asylthema könnte die Wahlen massiv belasten. Erst recht nach dem unausgegorenen Asylkompromiss der EU von letzter Woche.
Zum Seitenanfang