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Wandel der Industrie zwingt zur Suche nach neuen Erlösquellen

Assistenzsysteme und E-Autos führen zu Werkstattsterben

Assistenzsysteme und E-Autos führen zu Werkstattsterben. Copyright: Pixabay
Assistenzsysteme und E-Autos werden spätestens ab den dreißiger Jahren zu einem Werkstattsterben führen. E-Autos bestehen aus wesentlich weniger beweglichen Teilen. Sie benötigen deshalb weniger Wartung und Reparaturen. Auch die Assistenzsysteme werden den klassischen Wartungsmarkt erheblich verkleinern.

In den 2030er Jahren wird das große Autowerkstatt-Sterben einsetzen. Die Zahl der Autowerkstätten wird deutlich zurückgehen. Denn mit Beginn des kommenden Jahrzehnts wird das Geschäft kräftig schrumpfen. Bis dahin wird es bereits trotz steigender Fahrzeugverkäufe nur noch geringfügig wachsen. Der momentane Trend täuscht also. Derzeit nimmt die Zahl der Werkstätten noch zu. Denn  viele markengebundene Händler, die Verträge mit ihrem Autohersteller verlieren, arbeiten als freie Werkstätten weiter.

Der Grund für das Werkstatt-Sterben:  E-Autos benötigen weniger Wartung und Inspektion. Sie bestehen aus weniger Teilen und es gibt weniger verschleißbedingte Reparaturen. Außerdem werden auf Grund der immer besseren Assistenzsysteme weniger Unfallreparaturen benötigt.

Versicherungsverband rechnet bei den Unfallschäden mit einem Rückgang um 15% bis 2035

Der Versicherungsverband GDV rechnet alleine bei den Schäden durch Unfälle mit einem Rückgang bis 2035 um etwa 15%. Die durch die Assistenzsysteme teureren Schäden, etwa durch in den Stoßfängern integrierte Radarsensoren, gleichen den Rückgang bei der Zahl der Unfälle nicht aus.

Für Autohersteller ein Problem

Auch für die Autohersteller ist der Rückgang ein Problem. Denn etwa 25% ihrer Gewinne stammen aus dem Aftersales-Geschäft. Um die Gewinnstärke zu erhalten, müssen sich die Hersteller neue Erlösquellen suchen. Eine Möglichkeit sind Apps und Services rund um die Autosoftware (FB vom 2.7.20).

Zukunftschancen bei Mobilitätsdiensten

Auch Mobilitätsdienste wie Carsharing bieten Geschäftschancen. Bisher machen vor allen Dingen Anbieter in Asien gute Geschäfte. Doch auch in Europa steigen die Chancen. Immer mehr Städte – London, Mailand, Brüssel, Barcelona, Paris, usw. - planen große Zonen, die Privat-Pkw gar nicht oder nur gegen hohe Mautgebühren durchfahren dürfen. Dafür müssen die Städte dann den Nahverkehr aufwerten. Hier bieten sich Partnerschaften zwischen den Städten und Mobilitätsanbietern an. Die Kunden aus dem Nahverkehr ermöglichen es dann auch, mit den derzeit noch verlustreichen Mobilitätsdiensten Gewinne zu erwirtschaften.

Fazit: Nach dem Händlersterben, das seit einigen Jahren im Gange ist, wird es auch ein Werkstattsterben geben. Die Hersteller müssen sich nach neuen Wertschöpfungsquellen umsehen und sollten Mobilitätsdienstleistungen nicht voreilig aufgeben.

Hinweis: Wer langfristig denkt, wartet mit dem Unternehmensverkauf nicht mehr lange. Die Verkaufschancen und Preise schrumpfen ab jetzt jährlich.

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