Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
2274
Wandel der Industrie zwingt zur Suche nach neuen Erlösquellen

Assistenzsysteme und E-Autos führen zu Werkstattsterben

Assistenzsysteme und E-Autos führen zu Werkstattsterben. Copyright: Pixabay
Assistenzsysteme und E-Autos werden spätestens ab den dreißiger Jahren zu einem Werkstattsterben führen. E-Autos bestehen aus wesentlich weniger beweglichen Teilen. Sie benötigen deshalb weniger Wartung und Reparaturen. Auch die Assistenzsysteme werden den klassischen Wartungsmarkt erheblich verkleinern.

In den 2030er Jahren wird das große Autowerkstatt-Sterben einsetzen. Die Zahl der Autowerkstätten wird deutlich zurückgehen. Denn mit Beginn des kommenden Jahrzehnts wird das Geschäft kräftig schrumpfen. Bis dahin wird es bereits trotz steigender Fahrzeugverkäufe nur noch geringfügig wachsen. Der momentane Trend täuscht also. Derzeit nimmt die Zahl der Werkstätten noch zu. Denn  viele markengebundene Händler, die Verträge mit ihrem Autohersteller verlieren, arbeiten als freie Werkstätten weiter.

Der Grund für das Werkstatt-Sterben:  E-Autos benötigen weniger Wartung und Inspektion. Sie bestehen aus weniger Teilen und es gibt weniger verschleißbedingte Reparaturen. Außerdem werden auf Grund der immer besseren Assistenzsysteme weniger Unfallreparaturen benötigt.

Versicherungsverband rechnet bei den Unfallschäden mit einem Rückgang um 15% bis 2035

Der Versicherungsverband GDV rechnet alleine bei den Schäden durch Unfälle mit einem Rückgang bis 2035 um etwa 15%. Die durch die Assistenzsysteme teureren Schäden, etwa durch in den Stoßfängern integrierte Radarsensoren, gleichen den Rückgang bei der Zahl der Unfälle nicht aus.

Für Autohersteller ein Problem

Auch für die Autohersteller ist der Rückgang ein Problem. Denn etwa 25% ihrer Gewinne stammen aus dem Aftersales-Geschäft. Um die Gewinnstärke zu erhalten, müssen sich die Hersteller neue Erlösquellen suchen. Eine Möglichkeit sind Apps und Services rund um die Autosoftware (FB vom 2.7.20).

Zukunftschancen bei Mobilitätsdiensten

Auch Mobilitätsdienste wie Carsharing bieten Geschäftschancen. Bisher machen vor allen Dingen Anbieter in Asien gute Geschäfte. Doch auch in Europa steigen die Chancen. Immer mehr Städte – London, Mailand, Brüssel, Barcelona, Paris, usw. - planen große Zonen, die Privat-Pkw gar nicht oder nur gegen hohe Mautgebühren durchfahren dürfen. Dafür müssen die Städte dann den Nahverkehr aufwerten. Hier bieten sich Partnerschaften zwischen den Städten und Mobilitätsanbietern an. Die Kunden aus dem Nahverkehr ermöglichen es dann auch, mit den derzeit noch verlustreichen Mobilitätsdiensten Gewinne zu erwirtschaften.

Fazit: Nach dem Händlersterben, das seit einigen Jahren im Gange ist, wird es auch ein Werkstattsterben geben. Die Hersteller müssen sich nach neuen Wertschöpfungsquellen umsehen und sollten Mobilitätsdienstleistungen nicht voreilig aufgeben.

Hinweis: Wer langfristig denkt, wartet mit dem Unternehmensverkauf nicht mehr lange. Die Verkaufschancen und Preise schrumpfen ab jetzt jährlich.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Kein unbegrenzter Datenzugriff nötig

Dem Betriebsprüfer einen Korb geben

Schreibtisch mit Computer. Copyright: Pexels
Der Bundesfinanzhof stärkt die Unternehmerrechte bei der Betriebsprüfung. Vertreter des Fiskus müssen bei der Digitalen Datenherausgabe die Interessen des Unternehmers beachten. Insbesondere gilt das bei Berufsgeheimnisträgern (Ärzte, Rechtsanwälte, Journalisten).
  • Fuchs plus
  • Chart der Woche vom 14.10.21

ADVA Optical mit Kaufsignal

Blaue und gelbe Telefonmodule. Copyright: Pexels
Eine gute Einstiegsgelegenheit finden technisch orientierte Anleger bei der Aktie der ADVA Optical Networking SE. Der Kurs des Netzwerktechnikers rutscht im Zuge der jüngsten Konsolidierungsphase auf ein wichtiges charttechnisches Unterstützungsniveau. Hier stehen die Chancen gut, dass der aktuelle Kursrücksetzer sein Ende findet und die Aktie ihren Aufwärtstrend fortsetzt.
  • Fuchs plus
  • Deutsche Oppenheim Family Office, TOPS 2022, Beratungsgespräch und Vorauswahl

Deutsche Oppenheim Family Office: Überzeugende Professionalität von der Stange

Wie schlägt sich die Deutsche Oppenheim im Markttest TOPS 2022? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Wer derzeit unter Inflationsängsten leidet und sich für volkswirtschaftliche Zusammenhänge interessiert, wird von der einstigen Traditionsbank Deutsche Oppenheim nicht enttäuscht werden: Der auf der Website publizierte Marktbericht zum 3. Quartal 2021 widmet sich vollumfänglich dem Thema „Inflation“. Trotz vieler Bedenken heißt es am Ende des Berichts versöhnlich: „Es bleibt festzuhalten, dass per se steigende Inflationserwartungen für den Aktienmarkt nicht negativ sein müssen.“
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • FUCHS-H2-Depot: Einsteigen und Kasse machen

Aktion bei FuelCell und Plug

Wasser. Copyright: Pixabay
Es geht rund bei den H2-Aktien und wir greifen weiter zu. Die gedrückten Kurse locken an verschiendenen Stellen zum Einstieg. In einer Position realisieren wir aber auch aus taktischen Gründen gerade einen guten Gewinn.
  • Fuchs plus
  • Hyzon Motors unter Druck der Shortseller

Hyzon Motors vorübergehend im Rückwärtsgang

Ein Fahrzeug des Unternehmens Hyzon Motors. Quelle: Hyzon Motors
Die operative Unternehmensentwicklung geht nicht immer einher mit der Kursentwicklung der Aktien. Das muss gerade auch Hyzon aushalten, deren Aktienkurs von Shortsellern nach unten gedrückt wird. Das Phänomen dürfte bald zu Ende sein.
  • Fuchs plus
  • Reputations-Gewinn stärkt die Aktie

Plug Power wird immer öfter gecovert

Ein Fahrzeug des Unternehmens Plug Power. Copyright: Plug Power
Plug Power erobert allmählich die Herzen der Analysten. Denn das Unternehmen stellt sein Geschäft immer breiter auf und hat einen riesigen Skalierungshebel in der Hand. Darum covern immer mehr Analysten das Unternehmen und gestehen dem Unternehmen gerade auch stattliche Kursziele zu.
Zum Seitenanfang