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Wärmespeicher für den Lastausgleich

1.000°C heißer Energiespeicher

Solaranlage. © kinwun / stock.adobe.com
Das Solar-Institut Jülich arbeitet an einem Wärmespeicher für große Energiemengen. Die Anlage kann derzeit Wärme bis zu 800°C speichern. Die Temperatur soll weiter erhöht werden, um noch größere Energiemengen zu speichern. Die Wärme kann in Industrieprozessen genutzt werden oder Lastspitzen im Stromnetz ausgleichen.

Das Solar-Institut Jülich entwickelt mit einigen Unternehmen derzeit einen neuartigen Wärmespeicher für große Energiemengen. Die multiTESS getaufte Anlage wurde vor einigen Tagen in Betrieb genommen. Keramiksteine darin können elektrisch auf 800°C aufgeheizt werden. Das bietet sich dann an, wenn zu viel Windstrom ins Netz eingespeist werden würde. Künftig könnte dann solcher Überschuss-Strom genutzt werden, statt die Windräder abzuschalten. 

Energie längerfristig speichern, um Spitzenlasten zu bedienen

Nun arbeitet das Forschungszentrum daran, die Speichertemperatur auf bis zu 1.000 °C erhöhen zu können. Dann könnte noch mehr Energie gespeichert werden. Die Wärme kann für Wärmeprozesse in der Industrie oder als Fernwärme genutzt werden. 

Besonders interessant ist die Technik aber, weil damit nicht nur die Wärmeversorgung mit den wechselhaften erneuerbaren Energien geleistet werden kann, sondern auch Strom gespeichert werden kann. Anlagen wie diese können in Zukunft Gaskraftwerke ersetzen, indem sie bei Spitzenlast Strom produzieren. Denn Energie kann als Wärme mehrere Wochen lang gespeichert werden.

Fazit: Die Bedeutung von Wärmespeichern steigt, weil sie große Energiemengen auf recht kleinem Raum auch über längere Zeit speichern und so Überschussstrom "puffern" können.
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