Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2761
Mittel gegen volle Autobahnraststätten

Digitale Leitsysteme für Raststätten

Tankstelle © Wolf-Dietrich Weißbach / dpa / picture alliance
Mit Solarenergie betriebene Laserscanner erfassen jetzt die Rastanlage Medenbach Ost an der A3 bei Wiesbaden. Digital gecheckt wird, wie viele Stellplätze frei sind und wo parkende Lkw auf Fahrgassen stehen. Was bringt das?

In Hessen wird derzeit in einem Pilotprojekt getestet, wie sich Kapazitäten von Rastplätzen besser ausschöpfen lassen. Solarbetriebene Laserscanner erfassen jetzt die Rastanlage Medenbach Ost an der A3 bei Wiesbaden. Digital gecheckt wird, wie viele Stellplätze frei sind und wo parkende Lkw auf Fahrgassen stehen. Fahrer können sich die Kapazitäten via App anzeigen lassen. Sie sehen das auch für die nächsten Rastanlagen in Folge. Baukosten der Autobahn GmbH für jeweils fünf Masten und Laserscanner: 400.000 Euro.

Anlass für das Pilotprojekt sind die vielerorts überfüllten Raststätten auf Autobahnen. Weil Lkw-Fahrer nicht ausreichend Stellplätze für ihre vorgeschriebenen Ruhezeiten finden, kommt es sehr oft zum gefährlichen Überschreiten der Lenkzeiten (Müdigkeit). Fahrer parken zudem immer öfter auf dem Standstreifen, auf Auf- und Abfahrten der Autobahnen und an ohnehin engen Tankstellenbereichen.

Standorte an A3, A5, A61

In Hessen sollen nach Medenbach Ost und Schäferborn an der A5 weitere Rastanlagen ausgestattet werden. Zunächst geht es um Anlagen mit mehr als 50 Lkw-Stellplätzen. In Rheinland-Pfalz gibt es bereits auf der A3 eine Stellplatzdetektion (Rastanlage Montabaur). Auch auf der A61 sind mehrere Rastanlagen mit Stellplatzdetektoren in Bau.

Maßnahmen der Bundesregierung

Auch die Bundesregierung hat das Rastplatz-Problem erkannt und einen Fünf-Punkte-Plan „für besseres Lkw-Parken“ aufgelegt. Der sieht u. a. vor, dass künftig auch bestehende Flächen im Drei-Kilometer-Radius von Autobahnanschlussstellen (wie Betriebshöfe von Speditionen, Parkplätze von Messen oder Handelsunternehmen) umgestaltet und durch Bundesmittel gefördert werden. 

Zur Umsetzung hat das Ministerium für Digitales und Verkehr 2021 im ersten Schritt 90 Mio. Euro bis 2024 bereitgestellt. Förderanträge können beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) gestellt werden.

Fazit: Die digitalen Anlagen schaffen zumindest etwas Abhilfe in der Raststätten-Misere. Je mehr Betreiber solche Systeme einsetzen, desto größer wird der positive Netzwerk-Effekt. Betreiber sollten den Einsatz prüfen und sich um die Fördergelder bemühen.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 24: Woche im Marktsturm

Spiekermann, LGT und Berenberg vorn

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das fünfte FUCHS Performance-Projekt steht im Zeichen einer breiten Marktkorrektur. Fast alle Depots verlieren an Wert, doch einige Vermögensverwalter behaupten sich besser als das Benchmarkdepot. Entscheidend ist nicht mehr die Rendite, sondern die Stabilität. Wer Risiken begrenzt, hält Anschluss oder gewinnt relativ. Für Anleger zeigt sich klar, welche Strategien auch unter Druck funktionieren und welche ins Hintertreffen geraten. Der Wettbewerb wird jetzt über Disziplin entschieden.
  • Fuchs plus
  • Stoppt El-Nino den Zuckerpreisverfall?

Zuckerpreise im freien Fall

Der globale Zuckerpreis befindet sich seit Monaten im Abwärtstrend. Das hohe Angebot drückt den Preis. Jetzt könnte das Wetterphänomen El-Nino den Preisverfall stoppen. FUCHS-Devisen zeigen Anlagechancen auf.
  • Fuchs plus
  • Indische Rupie: Mittelfristige Chancen trotz aktueller Herausforderungen

Potenzial und Risiken der Rupie im Fokus

© caifas / stock.adobe.com
Trotz aktuell gemischtem Bild hat die Indische Rupie mittelfristig gute Chancen. FUCHS-Devisen erläutern die Hintergründe und zeigen Anlagechancen auf.
Zum Seitenanfang