Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2738
Auf langes Schweigen folgte die Räumungsklage

Gewerbemieter muss nicht auf Kündigung antworten

Brief und Kündigung. © Stadtratte / Getty Images / iStock
Das Gewerbemietverhältnis ist gekündigt, aber der Mieter schweigt sich trotz Rückfragen dazu aus, ob er in ein paar Monaten zum Vertragsende auszieht. Die Vermieter werden nervös und klagen auf Räumung. Wer muss dafür zahlen?

Vermieter sollten nach einer Kündigung bis zum Vertragsende warten, bis sie juristischen Druck auf Mieter ausüben. Sonst geht es ihnen womöglich wie einem Vermieter aus Nordrhein-Westfalen. Dessen Gewerbemieter schwieg auf die Kündigung seines Mietvertrags. Der Vermieter wurde nervös und klagte auf Räumung zum Vertragsende. 

Kurz vor Vertragsende meldeten sich die Mieter. Sie hätten sich zwischenzeitlich mit der Nachmieterin über die Übernahme von Möbeln geeinigt und schlugen einen Übergabetermin zum Ende der Mietzeit vor. Die Räumungsforderung erkannten die Mieter unmittelbar nach Erhalt der Klage an – lehnten es aber ab, die Kosten für den Rechtsstreit zu übernehmen. 

Mieter muss nicht antworten

Der Bundesgerichtshofs (BGH) entschied zu Gunsten des Mieters. Für die Klageerhebung habe es keinen Anlass gegeben. Durch ihr bloßes Schweigen auf die Anfragen der Vermieter hätten die Mieter der Praxis keinen Grund geliefert, am Auszugstermin zu zweifeln.

Fazit: Gibt der Mieter keinen Anlass zu berechtigtem Misstrauen beim Vermieter, dass er nach einer Kündigung nicht auszieht, besteht kein Anlass, an seiner Vertragstreue zu zweifeln.

Urteil: BGH vom 28.6.2023, Az.: XII ZB 537/22

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht für KW 36: PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

FRÜH & PARTNER, FV Frankfurter Vermögen und Reichmuth prägen die Woche

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Vier Projekte, vier unterschiedliche Geschichten und doch ein gemeinsames Muster: Die größten Handelsvolumina führen nicht automatisch zu den besten Ergebnissen. Während Reichmuth, FV Frankfurter Vermögen und FRÜH & PARTNER ihre Wettbewerbe prägen, geraten mehrere Benchmarkdepots unter Druck. Gleichzeitig zeigen die Drawdown-Daten eindrucksvoll, dass Stabilität derzeit wichtiger ist als Risikofreude. Wer Vermögen aufbaut, Verluste begrenzt und die Konkurrenz hinter sich lässt, zeigen die Zahlen.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 36: Wer das Benchmarkdepot herausfordert

Die Gewinner der Woche heißen FRÜH & PARTNER, Neue Bank und Volksbank Kraichgau

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Performance-Projekt IX liefert eine bemerkenswerte Woche. Während das Benchmarkdepot weiterhin zur Spitzengruppe beim Gesamtvermögen zählt, entstehen die besten Ergebnisse dort, wo Vermögensverwalter weder hektisch umschichten noch hohe Risiken eingehen. Mehrere aktive Teilnehmer bewegen erhebliche Volumina, doch die Spitzenplätze der Wochenwertung sichern sich andere Häuser. Gleichzeitig zeigen die Drawdown-Daten deutliche Unterschiede. Die Zahlen offenbaren überraschende Gewinner.
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Stabilität schlägt Risiko

Reichmuth, FRÜH & PARTNER und Dr. Kohlhase gewinnen die Woche

Illustriert mit Canva und ChatGPt
Das Performance-Projekt VIII liefert in dieser Woche einen spannenden Gegensatz. Während das Benchmarkdepot weiterhin zur Spitzengruppe beim Gesamtvermögen zählt, dominieren andere Häuser die Wochenwertung. Besonders auffällig ist dabei das Zusammenspiel von Vermögensentwicklung und Risikomanagement. Mehrere Teilnehmer erzielen positive Wertzuwächse und weisen gleichzeitig die niedrigsten Drawdowns des Wettbewerbs auf. Die Zahlen offenbaren klare Muster und überraschende Unterschiede.
Zum Seitenanfang