Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
7252
Deutschlands Kreditsicherheit wird herabgestuft

Kreditversicherer schaltet Warnlampe heller

Der Kreditversicherer Coface stuft Deutschlands Kreditsicherheit herunter. Nachbarländer werden in Mitleidenschaft gezogen. Auslöser ist vor allem ein Industriesektor.

Die Ausfallrisiken in den deutschen Unternehmenslandschaft steigen. Der Kreditversicherer Coface hat soeben das bisher erstklassige deutsche Rating von A1 auf A2 herabgestuft.

Anlass ist der „steile Abwärtstrend" der deutschen Industrie. Coface verweist auf das ifo-Geschäftsklima und den Markit PMI. Beide ließen deutliche Anzeichen für zunehmend pessimistische Geschäftserwartungen erkennen. Coface rechnet kurz- bis mittelfristig nicht mit einer Verbesserung der Branchenkonjunktur. Der Kreditversichererer verweist außerdem auf die Jahresrate der Industrieproduktion, die seit Monaten negativ ist. Sie ging von rund +6% im November 2017 auf -2% im April letzten Jahres zurück. Auch die Neuaufträge gehen zurück.

Schwäche Automobilindustrie schafft Risiken in der Gesamtindustrie

Die deutsche Automobilindustrie ist der Haupttreiber dieser Abschwächung. Die Automobilproduktion ist von 5% im Februar 2017 auf rund -12% im Frühjahr 2019 gesunken. Ab August 2018 sind Produktion, Auftragseingang und Exporte (auf Jahresbasis) negativ. Außerdem verweist Coface auf die wachsende Instabilität der deutschen Parteienlandschaft, insbesondere die SPD, als Auslöser für die Herabstufung.

Von der deutschen Industrieschwäche in Mitleidenschaft gezogen werden auch Tschechien und die Slowakei. Beides wichtige „Außenposten" der deutschen Pkw-Industrie, die auf A3 herabgestuft werden. Auch Österreich wird wegen seiner großen Abhängigkeit im Export von Deutschland von Coface auf A2 herabgestuft. Ein Top-Rating haben noch Norwegen und die Niederlande.

Fazit:

Die Inkassounternehmen bekommen wieder mehr zu tun.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Rekord-Preissteigerungen in Chicago

Weizen: Ernteprognose schockt Händler

© Elenathewise / fotolia.com
Die Weizen-Futures an der Chicago Board of Trade erlebten einen dramatischen Anstieg. Die US-Weizenernte 2026 wird deutlich niedriger ausfallen. Auch für die weltweite Ernte gibt es düstere Produktionsprognosen.
  • Fuchs plus
  • Der Preis für Sojabohnen zieht kräftig an

Sojabohnen im Rallye-Modus

picture alliance / Zoonar | Olena Mykhaylova
Der Preis für Sojabohnen steigt rasant und nähert sich einem neuen Jahreshoch. In nur einem Monat ist der Sojabohnen-Future an der Chicago Board of Trade um fast 8% auf 12,29 US-Dollar je Scheffel gestiegen. Was steckt dahinter und wohin kann das führen?
  • Fuchs plus
  • Peru: Stabilitätsanker in Lateinamerika

Anlagechancen in Peru

© Harvepino / Getty Images / iStock
Peru, ein fernes Land mit reichen Rohstoffen, bietet Anlegern gute Chancen. Der peruanische Sol zeigt Stärke, und die stabilen geldpolitischen Bedingungen bieten Sicherheit.
Zum Seitenanfang