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Bayern ist ein Vorläufer für die deutsche Wirtschaft

Deutschlands Export-Stärke erodiert

LKW fährt auf einer Autobahn bei Dämmerung. © Tomasz Warszewski / stock.adobe.com
Deutschlands Stellung als Exportland erodiert. Das geschieht schneller als bis vor kurzem noch von vielen Beobachtern erwartet. Der schnelle Rückfall ist vor allem auf interne Faktoren zurückzuführen. Der Befund deckt sich mit der harten Kritik von Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger. Der hat der Ampel gerade eine völlig falsche Wirtschaftspolitik vorgeworfen.

Die Exportstärke Deutschlands nimmt rapide ab. Das zeigt eine Studie der Wirtschaftsforscher des ifo-Instituts in München am Beispiel Bayerns. Als eines der wichtigsten industriellen Zentren Deutschlands ist das Bundesland der Entwicklung des gesamten Landes vermutlich voraus. 

Die wirtschaftliche Entwicklung Bayerns ist ein Indikator für den gesamten Standort. Darum ist es ein Achtungszeichen, dass Bayern längst zum Importland geworden ist. Das Land ist in der Industrieproduktion (wie Deutschland insgesamt) gegenüber anderen Ländern weit zurückgefallen. Die Industrieproduktion lag im zweiten Quartal 2023 um 3% unter der des zweiten Quartals 2015. Die Produktion des Euroraums lag demgegenüber um 9% über den Zahlen von 2015.

Letzter Exportüberschuss 2018

Den letzten Exportüberschuss im Güterhandel hat Bayern im Jahr 2018 erzielt (ca. 5 Mrd. Euro). 2019 lagen die Importe um 6 Mrd. über den Exporten. Das Exportdefizit im Güterhandel ist seither stetig gewachsen. 2022 lagen die Importe um 34,2 Mrd. Euro höher als die Exporte. 

Bei den Dienstleistungen importiert Bayern (wie Deutschland) schon seit Jahrzehnten mehr als es exportiert. Die stärksten Exportrückgänge gab es bei elektrischen Ausrüstungen, bei Computern und Kommunikationstechnik, Autos und Zulieferteilen und bei chemischen Produkten. Nur der Maschinenbau und die Pharmaindustrie haben ihre Exporte erhöht.

Großteil der Exportrückgänge strukturbedingt

Drei Viertel des Exportdefizits (28 Mrd. Euro) sind strukturell bedingt. Der Fachkräftemangel drückt die Möglichkeiten aller Industrien, die Produktion zu erhöhen. Die hohen Energiekosten bremsen die Chemie- und Metallhalbzeug-Industrie aus. In der Autoindustrie hat die Umstellung zum E-Auto die Importwerte erhöht. Darin sind teuer zu importierende Halbedelmetalle und Zulieferteile wie Batterien enthalten, die bisher kaum in Deutschland hergestellt werden.

Chinesische Konkurrenz gewinnt Marktanteile in Europa

Ein großes Problem für die deutsche Industrie ist die neue Konkurrenz durch chinesische Unternehmen. Das zeigt eine Studie des Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Die Exporte aus China in die EU steigen seit 2020 steigen sie sehr schnell, nachdem sie im Jahrzehnt zuvor nur langsam gewachsen sind. Dabei sind die Chinesen inzwischen besonders bei den anspruchsvollen Industriegütern stark, auf die auch deutsche Unternehmen spezialisiert sind.

Im selben Maß, wie der Anteil Chinas am EU-Markt gestiegen ist, ist der Anteil Deutschlands gesunken. Bei elektrischen Ausrüstungen hat China Deutschland in Europa überholt (23,7% Marktanteil für China gegenüber 15,5% für Deutschland), bei Maschinen (11,4% gegen 20,5%) und Metall-Vorprodukten (15,4% gegen 17,8%) stark aufgeholt. Bei Autos und Autoteilen setzt China zum Sprung an. 2020 lag der Marktanteil Chinas bei 1,7%. 2022 war er mit 3,5% doppelt so hoch.

Fazit: Deutschlands Stellung als Exportland erodiert zusehends. Eine wesentliche Ursache dafür sind die sich seit einigen Jahren verschlechternden Rahmenbedingungen. Das Ampel-Gehampel (Stichworte: Energiewende, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Bürokratie) beschleunigt diese Entwicklung. Im internationalen Wettbewerb ist Deutschland aggressiven Konkurrenten wie China oder den USA so nicht mehr gut gewachsen.
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