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Die Papierpreise ziehen weiter an

Richten Sie sich auf höhere Preise für Papier ein. Große Verarbeiter haben bereits angehoben, andere ziehen nach. Gründe: steigende Rohstoff- und Logistikkosten bei Lieferanten sowie eine kontinuierliche Erhöhung der Produktionskosten. Lesen Sie auch, warum Sie jetzt beruhigt auch „5 Gramm weniger" ordern können.

Steigende Rohstoff- und Logistikkosten treiben den Papierpreis. Großhändler geben zudem eine kontinuierliche Erhöhung der Produktionskosten als Grund für Preiserhöhungen an. Aktuelle Beispiele vom Markt:

  • Papyrus (Ettlingen; 65.000 Kunden in 19 Märkten; grafische Papiere für Druckindustrie, Büropapiere, Verbrauchsmaterialien) hat im laufenden Jahr bereits zum zweiten Mal erhöht. Zum 1. April wurde eine Preiskorrektur zwischen 4 und 8% je Produkt und Hersteller über alle Segmente vorgenommen.
  • The Navigator Company (Portugal; Hersteller und Vermarkter mit über 100.000 ha Wald) zieht nach: Zum 1. Juli steigen die Preise für ungestrichene holzfreie Papiere in Europa bei allen Produkten und Märkten um 7 bis 8% Prozent. Zuvor hatte Navigator für Exporte in den Nahen Osten sowie nach Afrika, die Türkei, Asien und Lateinamerika Preiserhöhungen von bis zu 7% angekündigt. Zu den Marken des Herstellers zählen Navigator, Pioneer, Inacopia, Discovery, Soporset und Inaset.

Gehen Sie davon aus, dass auch Mitbewerber „anpassen" werden. Denn: Der Markt ist generell eng. In den vergangenen Jahren sind viele Kapazitäten auf dem europäischen Feinpapiermarkt stillgelegt worden. Ein schwacher Euro erhöht die Zellstoffpreise. Ernteausfälle (2017: Eukalyptus-Brände in Portugal) oder Ausfälle bei den wenigen internationalen Papiermühlen führen immer wieder zu teilweise drastischen Verteuerungen. Endkunden haben dann, insbesondere bei kleinen Ordermengen, keine echte Wahl mehr.

Auch die Nachfrage nach ökologischer Herstellung wächst

Bei alldem wächst die Nachfrage nach Papier mit hohem ökologischem Anspruch. Deutschland ist der stärkste Recyclingmarkt in Europa; die öffentliche Hand ist der größte Abnehmer. Und:

75-Gramm-Papiere kommen langsam in den Büros an. In Deutschland ist die Nachfrage in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 10% jährlich gewachsen. Vorbehalte weisen Großhändler zurück: Die Volumina seien gut – der Unterschied sei haptisch nicht feststellbar – und alle Druck- und Laufeigenschaften absolut vergleichbar mit 80-Gramm-Papieren. Zudem sei die Einsparung auf der Rohstoffseite enorm – bei einem Blatt und einem Druck betrage diese rund 7% ohne Qualitätsverlust.

Fazit: Lassen Sie sich bei Preiserhöhungen genau vorrechnen, aufgrund welcher Parameter Ihr Großhändler die Preise erhöht – und entscheiden Sie dann, ob Sie mitgehen wollen.

Mehr Informationen zum Thema fnden Sie hier.

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